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Oberes-Ourtal | Hexenpfarrer Campensis 1627 Traditional Cache

Hidden : 3/20/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Hexenverbrennung in der Eifel:
MICHAEL CAMPENSIS - EIN PFARRER AUF DEM SCHEITERHAUFEN.

Das Campensiskreuz – Hexenverfolgung und Hexenwahn in der Schneifel. Das Campensiskreuz auf dem Radsberg (570,0 Meter über Normal-Null) erinnert an den 1627 als Hexer verbrannten Pastor Campensis. Hier an diesem geheimnisvollen, mystischen Ort liegt unser erster Oberes-Ourtal-Erlebnis-Cache versteckt, den Ihr nun fröhlich heben könnt.

Hexenverbrennung in der Eifel:


MICHAEL CAMPENSIS -- EIN PFARRER AUF DEM SCHEITERHAUFEN.

Das Campensiskreuz -- Hexenverfolgung und Hexenwahn in der Schneifel

"Die Zauberer sollst du nicht leben lassen" (Exodus 22,18)



Auftakt zu unserer Cache-Serie:
Mystische Plätze im Oberen Ourtal und in der Schneifel-Region


Das Campensiskreuz auf dem Radsberg (570,0 Meter über Normal-Null) erinnert an den 1627 als Hexer verbrannten Pastor Campensis.

Hier an diesem geheimnisvollen, mystischen Ort liegt unser erster Oberes-Ourtal-Erlebnis-Cache versteckt, den Ihr nun heben könnt. Wer suchet, der findet! Auf geht's! Viel Spaß!

Have Fun! Herzliche Grüße aus dem Oberen Ourtal (Eifel - Ardennen )

AKATO:MARKETING.® Geocaching-Crew

Oberes Ourtal | Hexenpfarrer Campensis 1627 -- Das Kreuz



Nicht nur Frauen fielen dem jahrhundertelang in Deutschland grassierenden Hexenwahn zum Opfer, jede vierte Hexe war ein Mann. So auch der Auwer Pfarrer Michael Campensis.

Die großen Hexenverfolgungen gegen Ende des 16. und im 17. Jahrhundert, von denen auch viele kleine Eifelherrschaften betroffen waren, erregten schon bei den Zeitgenossen staunende Aufmerksamkeit und verbreiteten Angst und Schrecken.

In den massenhaften öffentlichen Hinrichtungen angeblicher Hexen und Hexenmeister ließen sich scheinbar überdeutlich das Wirken des Teufels und seiner Diener erkennen.

So finden sich in Tagebüchern, Briefen und in geheimer politischer Korrespondenz ausführliche Nachrichten über den Kampf der geistlichen wie weltlichen Obrigkeiten gegen die 'verderbliche Hexensekte' -- ein Kampf, der für die 'bösen Leute', wie die angeblichen Teufelsanhänger an vielen Orten genannt wurden, in der Regel mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen endete.

In der seriösen Forschung wird von europaweit ca. 60.000 Hinrichtungen gesprochen. Ein Kerngebiet der Verfolgung lag im Raum zwischen Eifel, Ardennen, Mosel und Rhein.

Der Hexereiverdacht traf auch Angehörige des Welt- oder Ordensklerus. Es gab auch zahlreiche Anschuldigungen gegen die Pfarrer ländlicher Gemeinden im Eifeler Land, von denen viele hingerichtet wurden. So fand 1630 Michael Campensis, ein Pfarrer zu Auw in der Eifel, nach einem spektakulären Prozess den Feuertod.

Campensis stand in dem Verdacht, gleich eine ganze Reihe von Zaubertaten vollbracht zu haben:

Der geistliche Herr soll sich so regelmäßig in einen Werwolf verwandelt haben, und morgens vor der Frühmesse den Bauern Schafe gerissen haben. Außerdem sei der Pastor an einem Sonntagmorgen noch vor dem Hochamt in Köln gewesen und sei dann auf einem Besen durch die Luft nach Auw geritten, wo er noch rechtzeitig ankam, um dort das Hochamt zu halten.

Vor seiner Verbrennung wurde Campensis gefoltert und angeblich in einem brennenden Rad den Radsberg hinab gerollt, woher dieser Berg dann auch seinen Namen bekam.

Der Pastor soll vor seinem qualvollen Tod auf dem Scheiterhaufen den Fluch ausgestoßen haben, es solle 1000 Jahre niemand mehr aus Auw Pastor werden. Manche sagen, es sei ein Fluch Gottes gewesen, und seit dieser Zeit sei kein Priester mehr aus der Auwer Pfarrei hervorgegangen.

Alle Taufen, die der Geistliche nach seinem angeblichen Pakt mit dem Teufel gespendet hatte, mussten wiederholt werden.

Im Jahr 1935 gab der Bonner Volkskundler Professor Dr. Matthias Zender ein Buch mit dem Titel "Sagen und Geschichten aus der Westeifel" heraus, in dem auch der Sagenkreis um den Auwer Hexenpastor Campensis eine zentrale Rolle einnimmt.

Mystische Campensis-Sage No. 1

"Der Pastor von Auw wird als Zauberer verbrannt.
Zu
Auw hat ein Pastor sieben Jahre die Kinder in Teufels Namen getauft. Eins starb, biss es rauskam. Ein Student hat es verstanden, und der hat es rausgebracht. Da wurde der Pastor verbrannt auf dem Radsberg. Ein Kreuz steht heute noch da, wo der Pastor verbrannt wurde. Man hat den Pastor, wie man ihn hat wollen verbrennen, auf einen Stuhl in den Scheiterhaufen gesetzt. Die Flammen schlugen rundherum und der Pastor saß drin und hat gelacht. Nachher hat man ihn noch mal in einen Scheiterhaufen gesetzt, er saß drin und es war ihm immer noch kein Haar versengt. Zum dritten Mal hat man ihm die Gewänder, die er bei der Taufe anhatte, angetan; da ist er endlich verbrannt."

Mystische Campensis-Sage No. 2

"Ein Auwer Pastor wurde verbrannt in früheren Zeiten. Der soll die Kinder im Namen des Teufels getauft haben. Der Pastor hieß Matthias Campensis. Da wurde mal bei einer Kindtaufe ein Student Pate. Wie der Pastor fertig mit der Taufe war, fragte der Student:"Sind alle Kinder so getauft worden?" -- "Ja." -- " Dann sind ja alle in Teufelsnamen getauft worden." Da kam der Pastor vor das Femgericht ,da stand der Femstein, da stoßen vier Dörfer zusammen. Der Pastor wurde verurteilt zum Tode. Er wurde geholt und raufgeführt auf Lascheid zu und auf einen Scheiterhaufen gesetzt. Zweimal ist er wieder heruntergekommen, die dritte Kehr erst ist er oben geblieben. Vier Männer warfen ihn rauf. Die ihn rauf geworfen haben, sind verdorrt."

Weitere Infos zur Hexenverfolgung:

Ein bekanntes deutsches Nachrichtenmagazin hat in seiner Ausgabe 52/2001 einen interessanten Artikel mit dem Titel "Hexen -- Volkes Wille" veröffentlicht, der weitere Informationen zur Hexenverfolgung in Europa enthält. Über Eure Suchmaschine findet Ihr schnell den Artikel im Internet, auch als PDF zum Download. Echt lesenswert.

Oberes Ourtal | Hexenpfarrer Campensis 1627 - Landschaft, Blick in die Schneifel

Zum Ort:

Auw bei Prüm

ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an. Auw bei Prüm ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und Gründungsmitglied des Tourismusverbands Oberes-Ourtal. Der größte Teil der Gemeinde liegt zwischen dem Kamm der Schneifel im Südosten und dem südwärts fließenden deutsch-belgischen Grenzfluss Our im Nordwesten.

Auw gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Schönberg und wurde im Jahre 1342 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Zils (Gilles, Ägidius), Herr von Daun und seine Frau Kunigunde ihren Hof zu 'Auwe im Oyslinck' (Islek) für 400 Schildgulden auf Wiederkauf an Konrad Herrn von Schönberg verkauften. Die Herrschaft Schönberg kam 1375 zu Kurtrier, welches die Herrschaft Anfang des 16. Jahrhunderts in das Amt Schönberg umwandelte.

Auw war innerhalb des Amtes Schönberg ab 1540 Hauptort eines der drei als 'Höfe' bezeichnete Verwaltungseinheiten. Zum 'Hof Auw' gehörten auch die Ortschaften Kobscheid, Roth, Schlausenbach, Verschneid und Wischeid. In Auw befand sich für die Höfe Auw und Manderfeld ein Gericht, dem sieben Schöffen angehörten und dem ein Amtsschultheiß vorstand.

Im Jahr 1624 hatte Auw 22 Haushalte oder Hofstätten, diese dürften Stockhöfe gewesen sein, und war damit eines der größeren Dörfer in der Region.

Die alte Pfarrei an der Kirche St. Peter und Paul zu Auw gehörte zum Eifler Dekanat in der Kölner Diözese. Die heutige Pfarrkirche wurde um 1530 gebaut, der Kirchturm wird dem 11. Jahrhundert zugeordnet.

Der Auwer Pfarrer namens Campensis wurde 1627 auf dem Radsberg als Hexer verbrannt.

Quellennachweis:

Quelle: "Abläufe, Ursachen und Hintergründe der großen Hexenverfolgungen in den Territorien zwischen Reich und Frankreich im späten 16. und im 17. Jahrhundert" von Rita Voltmer anlässlich der Ausstellung "Hexenwahn, Ängste der Neuzeit", Ausstellung im DEUTSCHEN HISTORISCHEN MUSEUM, Unter den Linden 2, 10117 Berlin in Zusammenarbeit mit dem Musée d'Histoire de la Ville de Luxembourg "Incubi - Succubi"

Additional Hints (Decrypt)

Jre fhpurg, qre svaqrg! Nhs trug’f! Nhtra nhs! Ivry Fcnß … Unir Sha!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)