Oberes-Ourtal | Hexenpfarrer Campensis 1627 Traditional Cache
Oberes-Ourtal | Hexenpfarrer Campensis 1627
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Hexenverbrennung in der Eifel:
MICHAEL CAMPENSIS - EIN PFARRER AUF DEM SCHEITERHAUFEN.
Das Campensiskreuz – Hexenverfolgung und Hexenwahn in der
Schneifel. Das Campensiskreuz auf dem Radsberg (570,0 Meter über
Normal-Null) erinnert an den 1627 als Hexer verbrannten Pastor
Campensis. Hier an diesem geheimnisvollen, mystischen Ort liegt
unser erster Oberes-Ourtal-Erlebnis-Cache versteckt, den Ihr nun
fröhlich heben könnt.
Hexenverbrennung in der Eifel:
MICHAEL CAMPENSIS -- EIN PFARRER AUF DEM SCHEITERHAUFEN.
Das Campensiskreuz -- Hexenverfolgung und Hexenwahn in der
Schneifel
"Die Zauberer sollst du nicht leben lassen" (Exodus 22,18)
Auftakt zu unserer
Cache-Serie:
Mystische Plätze im Oberen Ourtal und in der
Schneifel-Region
Das Campensiskreuz auf dem Radsberg (570,0 Meter über Normal-Null)
erinnert an den 1627 als Hexer verbrannten Pastor Campensis.
Hier an diesem geheimnisvollen, mystischen Ort liegt unser erster
Oberes-Ourtal-Erlebnis-Cache versteckt, den Ihr nun heben könnt.
Wer suchet, der findet! Auf geht's! Viel Spaß!
Have Fun! Herzliche Grüße aus dem Oberen Ourtal (Eifel - Ardennen
)
AKATO:MARKETING.® Geocaching-Crew

Nicht nur Frauen fielen dem jahrhundertelang in Deutschland
grassierenden Hexenwahn zum Opfer, jede vierte Hexe war ein Mann.
So auch der Auwer Pfarrer Michael Campensis.
Die großen Hexenverfolgungen gegen Ende des 16. und im 17.
Jahrhundert, von denen auch viele kleine Eifelherrschaften
betroffen waren, erregten schon bei den Zeitgenossen staunende
Aufmerksamkeit und verbreiteten Angst und Schrecken.
In den massenhaften öffentlichen Hinrichtungen angeblicher Hexen
und Hexenmeister ließen sich scheinbar überdeutlich das Wirken des
Teufels und seiner Diener erkennen.
So finden sich in Tagebüchern, Briefen und in geheimer politischer
Korrespondenz ausführliche Nachrichten über den Kampf der
geistlichen wie weltlichen Obrigkeiten gegen die 'verderbliche
Hexensekte' -- ein Kampf, der für die 'bösen Leute', wie die
angeblichen Teufelsanhänger an vielen Orten genannt wurden, in der
Regel mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen endete.
In der seriösen Forschung wird von europaweit ca. 60.000
Hinrichtungen gesprochen. Ein Kerngebiet der Verfolgung lag im Raum
zwischen Eifel, Ardennen, Mosel und Rhein.
Der Hexereiverdacht traf auch Angehörige des Welt- oder
Ordensklerus. Es gab auch zahlreiche Anschuldigungen gegen die
Pfarrer ländlicher Gemeinden im Eifeler Land, von denen viele
hingerichtet wurden. So fand 1630 Michael Campensis, ein Pfarrer zu
Auw in der Eifel, nach einem spektakulären Prozess den
Feuertod.
Campensis stand in dem Verdacht, gleich eine ganze Reihe von
Zaubertaten vollbracht zu haben:
Der geistliche Herr soll sich so regelmäßig in einen
Werwolf verwandelt haben, und morgens vor der
Frühmesse den Bauern Schafe gerissen haben. Außerdem sei
der Pastor an einem Sonntagmorgen noch vor dem Hochamt in
Köln gewesen und sei dann auf einem Besen durch
die Luft nach Auw geritten, wo er noch rechtzeitig
ankam, um dort das Hochamt zu
halten.
Vor seiner Verbrennung wurde Campensis gefoltert und angeblich in
einem brennenden Rad den Radsberg hinab gerollt, woher dieser Berg
dann auch seinen Namen bekam.
Der Pastor soll vor seinem qualvollen Tod auf dem Scheiterhaufen
den Fluch ausgestoßen haben, es solle 1000 Jahre niemand mehr aus
Auw Pastor werden. Manche sagen, es sei ein Fluch Gottes gewesen,
und seit dieser Zeit sei kein Priester mehr aus der Auwer Pfarrei
hervorgegangen.
Alle Taufen, die der Geistliche nach seinem angeblichen Pakt mit
dem Teufel gespendet hatte, mussten wiederholt werden.
Im Jahr 1935 gab der Bonner Volkskundler Professor Dr. Matthias
Zender ein Buch mit dem Titel "Sagen und Geschichten aus der
Westeifel" heraus, in dem auch der Sagenkreis um den Auwer
Hexenpastor Campensis eine zentrale Rolle einnimmt.
Mystische
Campensis-Sage No. 1
"Der Pastor von Auw wird als Zauberer verbrannt.
Zu Auw hat ein Pastor sieben Jahre die Kinder in Teufels
Namen getauft. Eins starb, biss es rauskam. Ein Student
hat es verstanden, und der hat es rausgebracht. Da wurde
der Pastor verbrannt auf dem Radsberg. Ein Kreuz steht
heute noch da, wo der Pastor verbrannt wurde. Man hat den
Pastor, wie man ihn hat wollen verbrennen, auf einen Stuhl
in den Scheiterhaufen gesetzt. Die Flammen schlugen
rundherum und der Pastor saß drin und hat gelacht. Nachher
hat man ihn noch mal in einen Scheiterhaufen gesetzt, er
saß drin und es war ihm immer noch kein Haar versengt. Zum
dritten Mal hat man ihm die Gewänder, die er bei der Taufe
anhatte, angetan; da ist er endlich verbrannt."
Mystische
Campensis-Sage No. 2
"Ein Auwer Pastor wurde verbrannt in früheren Zeiten.
Der soll die Kinder im Namen des Teufels getauft haben. Der
Pastor hieß Matthias Campensis. Da wurde mal bei einer
Kindtaufe ein Student Pate. Wie der Pastor fertig mit der
Taufe war, fragte der Student:"Sind alle Kinder so getauft
worden?" -- "Ja." -- " Dann sind ja alle in Teufelsnamen
getauft worden." Da kam der Pastor vor das Femgericht ,da
stand der Femstein, da stoßen vier Dörfer zusammen. Der
Pastor wurde verurteilt zum Tode. Er wurde geholt und
raufgeführt auf Lascheid zu und auf einen Scheiterhaufen
gesetzt. Zweimal ist er wieder heruntergekommen, die dritte
Kehr erst ist er oben geblieben. Vier Männer warfen ihn
rauf. Die ihn rauf geworfen haben, sind verdorrt."
Weitere Infos zur
Hexenverfolgung:
Ein bekanntes deutsches Nachrichtenmagazin hat in seiner Ausgabe
52/2001 einen interessanten Artikel mit dem Titel "Hexen --
Volkes Wille" veröffentlicht, der weitere Informationen zur
Hexenverfolgung in Europa enthält. Über Eure Suchmaschine findet
Ihr schnell den Artikel im Internet, auch als PDF zum Download.
Echt lesenswert.

Zum Ort:
Auw bei Prüm
ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in
Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an. Auw bei
Prüm ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und
Gründungsmitglied des Tourismusverbands Oberes-Ourtal. Der größte
Teil der Gemeinde liegt zwischen dem Kamm der Schneifel im Südosten
und dem südwärts fließenden deutsch-belgischen Grenzfluss Our im
Nordwesten.
Auw gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Schönberg und wurde im
Jahre 1342 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Zils (Gilles,
Ägidius), Herr von Daun und seine Frau Kunigunde ihren Hof zu 'Auwe
im Oyslinck' (Islek) für 400 Schildgulden auf Wiederkauf an Konrad
Herrn von Schönberg verkauften. Die Herrschaft Schönberg kam 1375
zu Kurtrier, welches die Herrschaft Anfang des 16. Jahrhunderts in
das Amt Schönberg umwandelte.
Auw war innerhalb des Amtes Schönberg ab 1540 Hauptort eines der
drei als 'Höfe' bezeichnete Verwaltungseinheiten. Zum 'Hof Auw'
gehörten auch die Ortschaften Kobscheid, Roth, Schlausenbach,
Verschneid und Wischeid. In Auw befand sich für die Höfe Auw und
Manderfeld ein Gericht, dem sieben Schöffen angehörten und dem ein
Amtsschultheiß vorstand.
Im Jahr 1624 hatte Auw 22 Haushalte oder Hofstätten, diese dürften
Stockhöfe gewesen sein, und war damit eines der größeren Dörfer in
der Region.
Die alte Pfarrei an der Kirche St. Peter und Paul zu Auw gehörte
zum Eifler Dekanat in der Kölner Diözese. Die heutige Pfarrkirche
wurde um 1530 gebaut, der Kirchturm wird dem 11. Jahrhundert
zugeordnet.
Der Auwer Pfarrer namens Campensis wurde 1627 auf dem Radsberg als
Hexer verbrannt.
Quellennachweis:
Quelle: "Abläufe, Ursachen und Hintergründe der großen
Hexenverfolgungen in den Territorien zwischen Reich und Frankreich
im späten 16. und im 17. Jahrhundert" von Rita Voltmer anlässlich
der Ausstellung "Hexenwahn, Ängste der Neuzeit", Ausstellung im
DEUTSCHEN HISTORISCHEN MUSEUM, Unter den Linden 2, 10117 Berlin in
Zusammenarbeit mit dem Musée d'Histoire de la Ville de Luxembourg
"Incubi - Succubi"
Additional Hints
(Decrypt)
Jre fhpurg, qre svaqrg! Nhs trug’f! Nhtra nhs!
Ivry Fcnß … Unir Sha!
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