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(K)EIN >CANYON FÜR DEN RHEIN EarthCache

Hidden : 4/6/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

(K)EIN >CANYON< FÜR DEN RHEIN
Alles neu im Tertiär


Versunken in der Tiefe - Verwittert in der Höhe
Die Grundlagen für die heutige Gestalt der Erdoberfläche in unserer Region wurden im Tertiär (vor 65 Millionen Jahren) gelegt. Ausgelöst durch den Zusammenstoß der afrikanischen und der europäischen Kontinentalplatten begann die Auffaltung der Alpen.
Gleichzeitig entstand ein großes Grabensystem, das vom heutigen Südfrankreich bis an die Nordsee reichte. Ein Teil dieses Systems ist der Oberrheingraben. Seine Absenkung begann im Eozän vor etwa 50 Millionen Jahren. Die früher an der Oberfläche liegenden Gesteinsschichten verlagerten sich allmählich bis zu 3500 Meter in die Tiefe.
An den Grabenrändern dagegen hob sich die Erdkruste um bis zu 1000 Meter an. Insgesamt hat sich also die Erdoberfläche hier um etwa 4500 Meter verschoben. Davon ist heute nur noch wenig übrig: Die Auffaltung von Odenwald und Pfälzerwald wurden durch Erosion abgetragen. Der Ur-Rhein lagerte die Sedimente in der absinkenden Ebene ein. Heute beträgt der Höhenunterschied zwischen dem Peterskopf und dem Rhein bei Ludwigshafen weniger als 450 Meter.

Ein Plattencrash, die Alpen und die Pfalz
Wie die Erdoberfläche heute bei uns aussieht, hat etwas mit Afrika zu tun - und damit, dass unsere Kontinente sich verschieben: Im Tertiär vor 65 Millionen Jahren (also am 25. Dezember im Erdzeitkalender) stießen die Kontinentalplatten von Afrika und Europa so kräftig aufeinander, dass sich ein Gebirge bildete: Die Alpen. Die mächtigen Spannungen, die es dabei gab, ließen die Erdkruste an manchen Stellen, wo sie etwas dünner war, aufreißen. Bei Forst bildete sich deshalb sogar ein  kleiner Vulkan.
Die Gesteinsschichten sanken allmählich in die Tiefe. So entstand der Oberrheingraben zwischen Basel und Mainz. Die Ränder hoben sich, aus ihnen wurden der Odenwald und der Pfälzerwald. Später verschoben sich auch noch die Randzonen seitwärts und bildeten den Haardtrand. 4500 Meter hoch war die Verschiebung zwischen der höchsten und der tiefsten Stelle schließlich. Aber davon ist nicht viel zu sehen: Den Graben haben der Rhein und andere Flüsse allmählich zugeschwemmt, die Berge wurden von Wind und Wetter abgetragen. Bei uns liegt der Peterskopf heute keine 450 Meter höher als der Rhein. Aber was wäre wohl gewesen, wenn sich der Graben nicht verfüllt hätte? Vielleicht sähe es dann so ähnlich aus wie auf dem Bild.

Auch die Erde hat bisweilen eine dünne Haut
Warum die Absenkung gerade hier stattfand, liegt an der Erdkruste, die an dieser Stelle nur 25 Kilometer in die Tiefe reicht. Zum Vergleich: Normalerweise beträgt ihre Stärke unter den Kontinenten etwa 50 Kilometer, unter den Ozeanen etwa 10 Kilometer. Die Gesteinsmasse der Alpen übte großen Druck auf den unter der Erdkruste liegenden Erdmantel aus. An der Schwachstelle des heutigen Oberrheingrabens führte dies dazu, dass sich die Erdkruste  um mehrere Kilometer ausdehnte. Risse entstanden und bildeten von den Rändern her einzelne Schollen, die allmählich in die Tiefe sanken.
Der Höhenrücken von Michelsberg und Spielberg ist der Rest einer Randscholle. An manchen Stellen konnte durch die Risse Magma nach oben steigen. Noch heute zeugt das Basaltgestein am Pechsteinkopf bei Forst davon, dass es auch hier Vulkane gab.

(Der Text wurde von der Infotafel übernommen)


Nun zu den Aufgaben:
1. Besucht die Infotafel bei den oben genannten Koordinaten. Vergleicht den hier gelisteten Text mit dem auf der Infotafel. Hier im Listing ist eine Angabe falsch, die gilt es heraus zu finden. Wie lautet die richtige Angabe?
2. Bei schönem Wetter könnt Ihr von hier den Königstuhl auf der anderen Seite des Oberrheingrabens sehen. Hier ist die Richtung (in Grad) gefragt (ich lasse eine Toleranz von +/- 5 Grad zu).
3. Wie heißt das Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim? (Ein Besuch bietet Interessantes rund um die heimische Natur).
4. Ach ja, das obligatorische Foto von Euch mit dem Oberrheingraben im Hintergrund darf ja leider nicht mehr gefordert werden, aber schön wäre es trotzdem.

Bitte schickt mir die Antworten auf die oben genannten Fragen per Mail-Funktion. Die Logfreigabe braucht Ihr nicht abzuwarten, Ihr dürft sofort loggen. Ich melde mich, falls etwas nicht stimmt. Logs ohne Antwort muss ich leider löschen.

Viel Spaß beim Besuch des Canyon wünscht
Franzl07


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