Es war einmal...
Unsere Welt unterliegt ständigen Veränderungen. Was einmal war, ist nicht mehr.
Neues entsteht und beeindruckt uns. Aber die Erinnerungen an Vergangenes
sollen erhalten bleiben. So ein Beispiel ist Arndtshain bei Kagendorf.

Im 16. Jahrhundert wurde in einem Wald unweit von Kagendorf ein Refugium
zwischen den Pferdeweiden der Familie Dittmer geschaffen. In dem villenartigen
Haus mit einigen Stallungen wohnten zunächst die Töchter der Frau Dittmer,
einer geborenen Arndt. Hier war man präsent und hatte auch die Stuten mit ihren
Fohlen unter Kontrolle.
Etwa um die Jahrhundertwende (19./20. Jh) verpachteten die Dittmers Arndtshain
und eine Ausflugsgaststätte entstand. Es gab eine kleine Pferdereitbahn, einen
Spielplatz, eine Kegelbahn und die Möglichkeit für Familien Kaffee zu kochen.
Da der Schienenstrang der MPSB geradewegs an Arndtshain vorbeiführte, wurde
der Ort zum beliebten Ausflugsziel vieler Anklamer.
1945 zogen Flüchtlinge und Vertriebene in Arndtshain ein.
Die Familien wechselten jetzt oft.
1972 verließen die letzten Bewohner das Anwesen. Sehr bald begann der Abriss
des Hauses. Häuslebauer verwendeten die Ziegel für ihre Bungalows und die
Natur eroberte sich das Areal schnell zurück.
Geblieben ist bis heute allerdings die "Dreikaisereiche" von Arndtshain.
Aus ihrem Stamm wachsen drei Kronen empor. Ihr Alter wird auf ca. 190 Jahre
geschätzt und wurde von Bauer Willi Dittmer gepflanzt.
Im Jahre 1888, dem so genannten "Drei-Kaiser-Jahr", brachte er den drei
deutschen Kaisern, Wilhelm I, Friedrich III und Wilhelm II, zu Ehren, die alle
in diesem einen Jahr regierten, eine gusseiserne Tafel mit den
drei Daten ihres Regierungsantritts an.
Quelle: Heimatkalender Anklam 2011
In unmittelbarer Nähe der Eiche haben wir nun eine Dose hinterlassen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, zum Cache zu gelangen.
Der kürzere Weg (ab P1 ca 450 m) ist zugleich der beschwerlichste.
Es geht über eine Kuhkoppel und Stacheldraht zur Dose.
Der längere (ab P2 ca 1,7 km) ist dafür etwas leichter.
Lediglich das letzte Stück geht es durchs Gestrüpp.
Beide Wege können aber etwas sumpfig sein.
Achtet bitte auf das richtige Schuhwerk!