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Der Luftgselchte Multi-Cache

Hidden : 4/9/2011
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Kommt Euch die folgende Geschichte bekannt vor, habt Ihr vermutlich bereits das Listing von dem Cache „Der Zuckenmantel“ gelesen – und wenn Ihr beim Zuckenmantel brav alles gelesen habt, dürft Ihr hier den ersten Teil überspringen und gleich bei „Der Luftgselchte“ weitermachen.






DER MÜHLDORFER BURGFRIEDEN

Die Stadt Mühldorf am Inn blickt in Ihrer Geschichte auf eine über 1.000-jährige Zugehörigkeit zum Bistum Salzburg zurück. Wann genau und auf welche Weise die Stadt hierzu kam, entzieht sich noch bis heute unserer Kenntnis. Man geht aber davon aus, dass bereits im 8. Jahrhundert bayerische Herzöge das Stadtgebiet dem Bistum Salzburg geschenkt haben und damit die kleine Salzburger Enklave auf bayerischem Gebiet gründeten.

Mühldorf war Dank seiner günstigen Lage nicht nur ein Stützpunkt der Salzburger Macht, sondern auch eine bedeutende und reiche Handelsstadt. Das zur Existenzsicherung der Stadt notwendige Territorium umfasste neben dem Stadtkern auch weitreichende Wiesen- und Ackerflächen – den sogenannten äußeren Burgfrieden. Da man sich 1442 bei der ersten konkreten Beschreibung und Festlegung der Grenzen zu sehr nach Bächen, Wegen und Gebäuden richtete, waren zahlreiche Grenzstreitigkeiten nicht zu vermeiden. Man setzte deshalb im Jahr 1577 zur Verdeutlichung des Grenzverlaufs sogenannte „Marchsäulen“, doch noch immer kam es zu Unstimmigkeiten zwischen Salzburg und den angrenzenden bayerischen Landgerichten Mörmoosen und Neumarkt. Eine gemeinsame Kommission legte die Grenzen deshalb nach einer Ortsbesichtigung im Neuöttinger Vertrag vom 13. Juli 1661 erneut fest. Im Oktober 1665 wurde der genaue Verlauf durch 50 nummerierte Steinsäulen endgültig markiert (naja, fast endgültig – aber dazu vielleicht bei einem anderen Cache mehr) und war nun für jedermann deutlich und zweifelsfrei sichtbar. Die kleine Enklave blieb trotzdem fortwährend Mittelpunkt bayerisch-salzburgerischer Machtspielchen, welche erst ab dem Jahr 1802 - als Mühldorf nach über 1.000 Jahren wieder bayerisch wurde – langsam ein Ende fanden.



DIE GRENZSTEINE

Die Grenzsteine sind jeweils aus einem Stück rötlich-weißem Untersberger Marmor gemeißelt, mit einer fortlaufenden Nummer gekennzeichnet und tragen das bayerische und salzburgerische Wappen. Einige der Grenzsteine sind im Laufe der Jahrhunderte verlorengegangen oder wurden durch Kriegseinwirkungen zerstört. Der Heimatbund Mühldorf ersetzte diese in den letzten Jahren durch Nachbildungen. Die Mühldorfer Grenzsteine stehen natürlich unter Denkmalschutz und gehören zu den ganz wenigen noch erhaltenen bayerischen Steindenkmälern dieser Art. Einen von zwei ganz besonderen Grenzsteinen möchte ich Euch hier vorstellen.

DER LUFTGSELCHTE

In Mühldorf gab es zwar ab 1442 ein oberstes Halsgericht, da die Juristerei aber auch damals schon ganz eindeutig formulierte Zuständigkeiten festlegte, wurden innerhalb des Burgfriedens nur diejenigen Malefizischen verurteilt, welche im Stadtkern straffällig wurden. Wurden ausserhalb des Stadtkerns, aber noch innerhalb des äußeren Burgfriedens todeswürdige Straftaten begangen, war der Richterspruch den angrenzenden Landgerichten Mörmoosen im Süden und Neumarkt im Norden vorbehalten. Die Malefizischen südlich des Inns wurden deshalb am Grenzstein Nr. 11 den Schergen des bayrischen Hochgerichts Mörmoosen übergeben. Dieses wiederum lies die zum Tode Verurteilten in unmittelbarer Nähe zum Grenzstein Nr. 8 am bayerischen Galgen baumeln. Glaubt man den gängigen Klischees, so waren Zeiten und Volk rau und derb, und es verwundert nicht, dass die Gehängten schlicht als „Luftgselchte“ bezeichnet wurden. Diese Bezeichnung übertrug sich im Laufe der Zeit auch auf den Grenzstein Nr. 8.

Am „Luftgselchten“ könnt Ihr übrigens aufgrund einer relativ frischen Beschädigung des Steines noch die Originalfärbung des rötlich-weißen Untersberger Marmors erkennen.



(Quellen: Hans Gollwitzer „Der Mühldorfer Burgfrieden; Herbert Kroiß „Von Grenzstein zu Grenzstein“)





DER CACHE


Parkplatz

N48° 13.410 E012° 31.610 (Hammerwirt/ Minigolfanlage)

Strecke

Gesamtstrecke inkl. Rückweg ca. 2,2 km (kein Rundweg)

Dauer

ca. 45 Min.

Nehmt bei der Suche Rücksicht auf die Natur und fremdes Eigentum. Ihr müsst die Wege nicht verlassen, es sind keine Abkürzungen durch Wiesen nötig. Nur der Final befindet sich ca. 1 – 2 m abseits des Weges. Am Final müsst Ihr natürlich nichts herausreissen oder ausgraben. Es handelt sich um ein ganz klassisches Versteck. Im Zweifelsfall nehmt bitte das Spoilerbild zur Hilfe.

Stage 1

N48° 13.307 E012° 31.659

Die Headerkoordinaten führen Euch direkt zum Luftgselchten. Am Grenzstein findet Ihr ein Schild mit sechs Zahlen, notiert diese wie folgt:

Seeor AB, AC, AD“

A =


B =


C =


D =


Stage 2

N48° 13. (D) (D + A) (B + C)

E012° 31. (A + B) (C – A) (A)

Ihr seid gerade über eine kleine Holzbrücke gegangen. Dreht Euch nochmal um. Ihr seht am Ende ein gelbes Schild. Zählt die Buchstaben und bildet die einstellige Quersumme = E

E =


Stage 3

N48° 13. (E - C) (A) (E - A)

E012° 31. (A + B) (E – A) (B + D)

Und wieder ein gelbes Schild.... die weißen Zahlen entsprechend der auf dem Schild abgebildeten Reihenfolge F G H

F =


G =


H =


Final

N48° 13. (H + A) (F) (F)

E012° 31. (H) (E) (B + D)







Additional Hints (No hints available.)