Der Cache befindet sich auf dem Gebiet eines ehemaligen Dorfes, das auf einem Höhenzug zwischen Tannroda und Blankenhain lag. Die Wüstung Markersdorf, welche 1380 erstmalig erwähnt wurde, ist in den Jahren 1620-22 aufgrund von Wassermangel von den letzten Bauern verlassen worden. Die Mauer, welche man noch heute sehen kann, ist wahrscheinlich der westliche Teil der Kirchenmauer. Viel Not und Elend hatten seine Bewohner im Laufe der Jahrhunderte über sich ergehen lassen müssen. Bruder- und Grafenkriege, die Geißeln des Thüringer Landes, die manche Dörfer zu Wüstungen machten, konnten ihnen aber nichts anhaben. Auch wenn sie zwischenzeitlich Unterschlupf in benachbarten Dörfern suchten und von dort aus ihr Land weiter bewirtschafteten, so kehrten die Markersdorfer immer wieder in ihren Ort zurück und bewirtschafteten den kargen Boden. Auch ihre Kirche bauten Sie nach jeder Zerstörung wieder auf. Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, als im Land keine Ordnung mehr herrschte und das Niederbrennen ganzer Dörfer an der Tagesordnung war, keimte auch in dem sonst so friedlichen Ort eine Unruhe auf. “Hexenwahn und Zauberunwesen vergifteten die Seelen. Sekten bildeten sich, deren Anhänger die wenigen treu gebliebenen Christen verspotteten und verfolgten.” Der alte Pfarrer war inzwischen des ewigen Kampfes müde geworden. Zwar sammelten sich sonntags noch die wenigen treuen Christen in der Kirche. Die meisten aber blieben gleichgültig und gingen stumpfsinnig ihren Geschäften nach. Allerdings bildete sich unter der Führung einer ehemaligen Pfarrersmagd eine Gruppe, die in heimlichen Sitzungen gotteslästerliche Reden hielten und darüber sinnten, wie sie den treuen Christen im Dorf Schaden zufügen könnten. Zu Pfingsten wollte der Pfarrer noch einmal eindringlich in das Gewissen der Leute reden und sie zum friedlichen Miteinanderleben auffordern. Als wenn sich alle besonnen hätten, war die Kirche an diesem Tage voll, auch die Abtrünnigen hatten den Weg in das Gotteshaus gefunden. Als die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war und der Pfarrer in seiner Predigt an das Gewissen Aller appellierte, drangen von draußen schreckliche Laute ein. Einige Bewohner erhoben sich und wollten nachsehen, woher die Schreie kamen. Als sie an das Tor kamen, wurden sie von Unbekannten mit drohenden Spießen und Speeren zurückgedrängt. An allen Seiten der Kirche war Feuer gelegt worden und alle Bewohner wurden daran gehindert, diesen schrecklichen Ort zu verlassen. Keine Chronik erzählt die furchtbaren Szenen, die sich hier abgespielt haben. Niemand weiß, wer die Räuber und Mörder waren. Markersdorf ist vom Erdboden verschwunden. Nur eine hohe Mauer der Kirche ist Zeuge jener Tage. Die Bewohner der umliegenden Dörfer erzählten sich aber noch lange Jahre heimlich in ihren Spinnstuben von Markersdorf und seinem Pfarrer.
Um an den Cache zu gelangen, muss man eventuell ein kurzes Stück bestellte Ackerfläche überqueren. Bitte achtet darauf, nicht alles wahllos nieder zu trampeln und lieber den Übergang etwas links von der Mauer zu wählen, der zwei verschieden bestellte Ackerflächen voneinander trennt. Man kann den Cache aus vielen Richtungen gut erwandern. Wer lieber fährt, sollte aber über ein etwas robusteres Fahrzeug verfügen, da das letzte Stück über Feldwege führt.
Viel Spaß bei der Suche wünscht Euch DURST