Mordschlucht
Dieser
kleine Tradi soll euch einfach nur in unsere schönen
erzgebirgischen Wälder führen.
Stellt euer
Cachermobil (sofern es motorisiert ist) im Dorf ab und lauft 15
Minuten bis zum Cache. Dort könnt ihr euch auf die Bänke setzen und
einfach nur dem Wald
lauschen. Zuweilen sieht man Eichhörnchen, Hasen, man hört Rehböcke
und
Milane. Mit sehr viel Glück könnt ihr auf eurem Spaziergang
einen
Schwarzstorch erblicken, der in den Nachbarwäldern sein Nest
hat.
Deshalb
auch die Bitte: Macht keinen Drive-In oder Nachtcache daraus... Der
Wald wird es
danken!
Die Mordschlucht
hat ihren Namen von einem Mordfall in den 30er Jahren. Damals hat
ein junger Mann aus Reukersdorf seine Freundin ermordet. Sie war
schwanger und er traute sich nicht, es seinen Eltern zu sagen. Auf
dem Weg von Hallbach nach Reukersdorf kam es im Wald wohl zu
Streit, in dessen Folge der Mord geschah. Der junge Mann vergrub
die Tote kurz unterhalb des Fleckchens, an dem der Cache liegt. Ein
paar Tage später wurde die Tote dennoch gefunden und der junge Mann
zur Todesstrafe verurteilt. Genaues ist leider nicht mehr bekannt,
aber scheinbar wurde die Todesstrafe nicht vollstreckt, sondern zu
Zwangsarbeit umgewandelt. Was nach der Kriegszeit mit ihm geschah,
ist nicht mehr bekannt. Nur der Name "Mordschlucht" erinnert noch
an das Geschehen. Dieser Weg ist einer von 3 Verbindungswegen in
das Nachbardorf Hutha.
Die beiden anderen Verbindungswege
sind die „Alte Kohlenstraße“ und die „Neue
Kohlenstraße“. Die alte Kohlenstraße diente im Mittelalter
als Weg der frondienstpflichtigen Bauern, die ausgehend vom
Kohlplatz in Blumenau über die Kohlaubrücke, Reukersdorf, Hutha,
Drachenwald, Haselbach, Mittelsaida und Großhartmannsdorf die
Holzkohle zu den Schmelzhütten in Freiberg bringen mussten. Diese
Wege
waren bis Anfang des 19. Jahrhunderts aktiv, bis die
„Kohlfuhrdienstpflicht“
durch eine Geldabgabe ersetzt wurde. 1833 wurde die Köhlerei in
Blumenau aufgelöst.
Erstausrüstung: FTF-Urkunde, WolfCoin, Logbuch und Bleistift