Bäume-Cache-Route Rübenau
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Bäume-Cache-Route Rübenau
Die erzgebirgische Kammregion mit den abseits liegenden Gemeinden wie beispielsweise Rübenau gilt aufgrund ihrer Randlage als strukturschwach und wirtschaftlich unterentwickelt. Neben kleinem Volkskunstgewerbe spielt lediglich der Fremdenverkehr in Rübenau eine größere Rolle. Er nimmt auf die landschaftliche Attraktivität der Region Bezug, welche zum Beispiel auch durch die besondere naturräumliche Ausstattung der Gemeinde repräsentiert wird. Früher identifizierten sich die in den Kammgemenden lebenden Menschen mit der heimischen Natur, die ihnen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bot. Diese Beziehung ist im Laufe der Zeit verloren gegangen und damit ein wesentliches Element der Heimatbezogenheit. Doch noch heute – trotz vieler Probleme – kann die erzgebirgische Kammnatur in ihrer vollen Schönheit erlebt werden. Dies bietet folgende Cache-Tour. Sie zeigt aber gleichzeitig die aktuellen Probleme des Naturschutzes hier auf dem Erzgebirgskamm auf.
Die rauen kammnahen Lagen des Erzgebirges beiderseits der Grenze dominiert ein hoher Baumanteil. Gerade in Nähe der Kammlagen finden sich noch Reste naturnaher montaner Fichtenwälder und Buchenwälder mit ursprünglichen Mooren. Eine Vielfalt von Baumarten wächst hier. Über Jahrhunderte hinweg wurde die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Erzgebirges von seinem natürlichen Reichtum bestimmt. Jahrhunderte holzzehrender Bergbaugeschichte haben das Landschaftsbild unverwechselbar geprägt. Waldnutzung und spätere Waldwirtschaft bestimmten und bestimmen zum Teil noch das Leben der Menschen im oberen Erzgebirge. Mit der Nutzung des Waldes und der anschließenden landwirtschaftlichen Nutzung der Offenbereiche entstand ihre erzgebirgische Heimat, eine reich strukturierte Kulturlandschaft.
Von Alters her haben Bäume den Menschen fasziniert. Bäume erzählen Kulturgeschichte und spiegeln gleichzeitig ökologische Bedingungen wider. So lässt sich über die einzelnen Baumarten erfahren, welche Lebensbedingung für den Erzgebirgskamm charakteristisch sind. Dem Einheimischen berichten Bäume etwas über seine Heimat, dem Gast über Umweltbedingungen seines Reisezieles. Doch welche Bäume wachsen eigentlich in Rübenau und woran erkenne ich sie?
Gehe auf Baum-Entdeckungstour in Rübenau! Die Route erfordert einiges botanisches Wissen. Günstig ist, ein Fernglas, Bandmaß und Kompass mitzunehmen. Die Route kann auch im Winterabsolviert werden, dann aber ist das Erkennen der Bäume sehr schwierig!
Wenn Du an der Station angekommen bist (die Koordinaten stimmen), löse zuerst die Frage für den Weg zur nächsten Station. Danach löse die Frage für den Zielcache (nicht vergessen!!!)
Achtung: Du bewegst Dich auf Privatgrundstücken, die Route verläuft Luftlinie! Für Probleme, die durch das Querfeldeinlaufen entstehen, bist Du selbst verantwortlich. Zuweilen kreuzt Du Weideflächen von Rindern oder Pferden. Vorsicht! Versuche im Zweifelsfall Umwege entlang von Wegen und Grundstücksgrenzen zu nutzen.
Den Zielcache findest Du unter den Koordinaten, die Du an den einzelnen Stationen ermittelst und nach folgendem Prinzip umwandelst…
HB°EH.ICB / BDE°DG.ADF`
Trage die entsprechende Zahl hier ein und Du erhälst die Koordinaten für den Zielcache:
° . `
H B ° E H . I C B `
° . `
B D E ° D G . A D F `
Start – Haus der Kammbegegnungen: 50°35.899` / E013°17.901` - Die Route beginnt in Rübenau, am Haus der Begegnungen. Hier wird ökologische Bildung vom Förderverein Natura Miriqudica e.V. im Rahmen von Erlebnisprogrammen in der Naturherberge vermittelt.
Frage für den Zielcache: Am Haus der Kammbegegnung stehen in der Mitte des Grundstückes große Bastard-Schwarzpappeln. Wieviele sind dies? Das Ergebnis ergibt A.
Frage für den Weg zur Station 1: Hier wurden kürzlich Bäume gepflanzt. Sie stehen in den Blumenbeeten. Um welche Baumart handelt es sich?
a) Ebereschen (Vogelbeere) - gehe zu 50°35.790` / E013°17.878`
b) Eiben – gehe zu 50°35.775` / E013°17.899`
Station 1 – „Rübenauer Dorfbach“: Rübenau am Erzgebirgskamm ist gekennzeichnet durch zahlreiche kleine Fließgewässer und Feuchtgebiete. Feuchtgebiete zählen zu den stark bedrohten Lebensräumen in Deutschland. An sie sind viele seltene Tierarten gebunden.
Frage für den Zielcache: Wieviele Bergulmen wachsen hier (an dieser Station!) am Bach? Das Ergebnis ergibt B.
Frage für den Weg zur Station 2: Hier am Bachufer wachsen feuchtigkeitsliebende Baumarten. Welche?
a) Schwarzerlen – gehe zu 50°35.644` / E013°18.011`
b) Salweidenweiden – gehe zu 50°35.664` / E013°17.993`
Station 2 – „Armenhäuser“: Die Streusiedlung Rübenau fasziniert durch ihre Größe – die Gemarkung soll mehr Fläche als die Altstadt von Dresden einnehmen. Entsprechen schöne Ausblicke gewährt eine Wanderung durch das Dorf.
Keine Frage für den Zielcache an dieser Stelle.
Frage für den Weg zur Station 3: Blicke nach Westen! Am Horizont entdeckst Du einen dichten Wald, den sogenannten „Kriegwald“. Welche Baumart dominiert hier?
a) Fichte – gehe zu 50°35.378` / E013°18.062`
b) Buche – gehe zu 50°35.401` / E013°18.062`
Station 3 – „Ruine“: Rübenau besitzt aktuell etwas über 900 Einwohner. In den 1930er Jahren waren es mehr als 3000. Viele junge Menschen ziehen weg, da die Region scheinbar wenig Perspektiven bietet. Aber Touristen und Interessenten für Ferienhäuser lockt Rübenau aufgrund seiner einzigartigen Natur an.
Frage für den Zielcache: An der Ostseite des ehemaligen Gartens stehen Fichten an der Grenze zur Wiese und davor im Garten Birken. Wieviele Birkenstämme zählst Du vor den Fichten? Das Ergebnis ergibt C.
Frage für den Weg zur Station 4: Am einstürzenden Haus wächst ein für diese Region ungewöhnlicher Strauch, der deutlich auf die ehemalige Nutzung als Garten hinweist. Welcher?
a) Jasmin – gehe zu 50°35.350` / E013°18.333`
b) Flieder – gehe zu 50°35.350` / E013°18.181`
Station 4 – „Berglöcher 1“: Früher besaßen die Menschen weniger Bewußtsein für die sachgerechte Entsorgung von Müll. Dadurch landete viel Abfall in der Natur und ist heute noch zu finden, wie auf dieser Cachetour.
Frage für den Zielcache: Hier bist Du an einem typischen Ebereschen-Standort (Waldsaum). Ebereschen bilden oft mehrere Stämme aus. Wieviele mehrstämmige alte Ebereschen wachsen hier um Dich herum (Achtung: Nicht mit den Weiden verwechseln und keine Ebereschenjungpflanzen zählen!)? Das Ergebnis ergibt D.
Frage für den Weg zur Station 5: Auf dem Weg zu dieser Station durchquertest Du zusammengebrochene Baumbestände. Welche Baumart herrschte vor?
a) Koreatannen – gehe zu 50°35.326` / E013°18.397`
b) Blaufichten – gehe zu 50°35.426` / E013°18.297`
Station 5 – „Berglöcher 2“: In den 1970er und 1980er Jahren erlitten die erzgebirgischen Wälder schwere Rauchschäden. Die natürlichen Wälder starben ab und man versuchte, rauchresistente Bäume anzupflanzen. Heute kehrt man Dank der verbesserten Luftqualität wieder zu einheimischen Arten zurück.
Keine Frage für den Zielcache an dieser Stelle.
Frage für den Weg zur Station 6: Eine solche rauchresistente Baumart bildet an dieser Stelle die Waldkante. Welche ist das?
a) Weymouthskiefer – gehe zu 50°35.389` / E013°18.461`
b) Weißtanne – gehe zu 50°35.333` / E013°18.715`
Station 6 – „Kammweg“: Rübenau kennzeichnet ein recht raues Klima. Viele Pflanzenarten müssen mit sehr schwierigen Wuchsbedingungen hier zurechtkommen. Gleichzeit haben sich aber Arten hier etabliert, die als sogenannte Eiszeitrelikte in anderen Gebieten nicht konkurrenzkräftig genug sind, um sich durchzusetzen (z.B. Arnika, Andromedaheide).
Frage für den Zielcache: Am Kammweg wachsen Straßenbäume. Wieviele Ahornbäume entdeckst Du auf der Südseite der Straße zwischen dem Funkmast im Norden und dem Hausgarten im Süden? Das Ergebnis ergibt E.
Frage für den Weg zur Station 7: Schau dich um, blicke nach Südost. Hier entdeckst Du am Horizont Wälder auf tschechischem Gebiet; blicke nach Nord, hier wachsen am Horizont deutsche Wälder. Welche sind struktur- und artenreicher (unterschiedliche Altersklassen, verschiedene Baumarten, Lücken, Felsen etc.)?
c) Deutsche Wälder – gehe zu 50°35.371` / E013°18.701`
d) Tschechische Wälder – gehe zu 50°35.341` / E013°18.761`
Station 7 – „Bergwiesen“: Eine Besonderheit Rübenaus sind die artenreichen Bergwiesen. Sie sind aus Wäldern, also dicht baumbestandenen Flächen, durch die menschliche Aktivität entstanden und können nur durch Pflege (ein- bis zweischürige Mahd) erhalten werden.
Frage für den Zielcache: Richtung Osten entdeckst Du eine Straße. An dieser stehen alte Straßenbäume und neu gepflanzte Bäume. Außerdem findest Du auf Deiner Seite eine einzelne Garage hinter der Weiden wachsen. Begib dich dorthin, zähle und addiere die Stämme der beiden Bäume, die tiefer als 1,20 Meter abzweigen, die Krone bilden und die Du nicht mehr mit einer Hand umfassen kannst. Das Ergebnis ergibt F.
Frage für den Weg zur Station 8: Du stehst an einem Hausgarten (südlich von Dir). An der Ecke zwischen Weg, Garteneinfahrt und Wiese außerhalb des Grundstücks auf der Wiese steht ein Strauch, aus dessen Früchte die Rübenauer sich gern Marmelade und Suppe kochen. Welcher ist das?
a) Holunder – gehe zu 50°35.421` / E013°18.934`
b) Schlehe – gehe zu 50°35.461` / E013°18.964`
Station 8 – „Landwirtschaft in Rübenau 1“: Du befindest Dich in Nähe eines kleinen Landwirtschaftsbetriebes (östlich von Dir). Intensive Landwirtschaft in Rübenau spielt keine große Rolle. Nur auf wenigen Flächen wird Ackerbau betrieben, die meisten Gebiete werden als Grünland genutzt. Leider wirkt sich die industrielle Landwirtschaft sehr negativ auf die Vielfalt der erzgebirgischen Wiesen aus.
Frage für den Zielcache: Von der Straße (mit den beiden Garagen) zum Bauernhof führt ein gepflasterter Weg in östliche Richtung. An diesem Weg stehen junge Straßenbäume. Wieviele Laubbäume außer Birken stehen auf der Südseite! des Weges zwischen der obersten und der untersten Straßenlampe? Das Ergebnis ergibt G.
Frage für den Weg zur Station 9: Blicke nach Osten auf die tschechischen Wälder. Große Bereiche werden von Laubbäumen gebildet. Welche Baumart ist dies?
a) Linde – gehe zu 50°35.575` / E013°19.054`
b) Birke – gehe zu 50°35.543` / E013°18.997`
Station 9 – „Landwirtschaft in Rübenau 2“: Frühe besaß fast jeder Einwohner Rübenaus Kleinvieh wie Kaninchen und Ziegen. Im Winter wurden sie mit Heu von der Bergweiden versorgt, man sammelte aber auch Laub der Blätter einheimischer Bäume als Winterfutter. Bäume lieferten deshalb auch eine Grundlage für die Ernährung der Menschen. Vielfalt war erwünscht.
Frage für den Zielcache: Aus dem Bachtälchen am Bauernhof hoch in Richtung Norden führt ein Weg, der nach wenigen Metern auf eine befestigte Straße mündet. Rechts an dieser Einmündung steht ein Haus, dessen Garten zum Weg durch relativ große Bäume (Eberesche, Ahorn, Birke und Kiefer) zum Weg begrenzt wird. Wieviele Bäume stehen hier an der Grundstücksgrenze vor Einmündung des Weges? Die Antwort ergibt H.
Frage für den Weg zur Station 10: Blicke von Deiner Position aus nach Nordosten ans Ende der Wiese. Dort beginnt Wald. Welche Bäume bilden den Waldrand hier?
c) Fichten – gehe zu 50°35.500` / E013°19.054`
d) Lärchen – gehe zu 50°35.575` / E013°19.154`
Station 10 – „Blick ins Natzschungtal“: Hier an dieser Stelle kannst Du wunderbar ins Natzschungtal blicken. Der Fluß gilt als das Gewässer mit der höchsten Fließgeschwindigkeit in Sachsen. Es ist sehr sauber, weshalb hier Saiblinge und Forellen zu finden sind.
Frage für den Zielcache: Nördlich von Dir entdeckst Du einen Jägerstand auf der Wiese. Unter diesem wachsen Nadelbäume (Fichten). Wieviele Fichtenwuchsstellen (Achtung: Zwillinge einzeln zählen) kannst Du entdecken? Die Antwort ergibt I.
Frage für den Weg zur Station 11: In der Wegbiegung zum Bauernhof, oberhalb eines verlandeten Teiches stehen wunderschöne, alte Bäume. Welche Baumart hast Du hier vor Dir?
a) Buchen – gehe zu 50°35.619` / E013°19.113`
b) Pappeln – gehe zu 50°35.679` / E013°19.173`
Station 11 – „Waldrand“: Nun bist Du nicht mehr weit vom Zielcache entfernt. Suche von hier aus den Zielcache mit den von Dir ermittelten Koordinaten. Dazu musst Du nicht klettern!
Additional Hints
(No hints available.)