Cache am Altrhein auf den
Spuren Knaudenheims
PARKEN
Ihr könnt bei dem Denkmal ganz in der Nähe es Caches parken.
CACHE
Vom Denkmal aus sind es wenige Meter Fußweg zum Cache. Geht in
Richtung des Altrheinufers und folgt dann nach rechts dem alten,
überwachsenen Anglerweg. Nach wenigen Metern kommt Ihr zu einem
großen Baum. Der Boden ist hier ganz und gar mit Efeu überwachsen.
An dieser schönen Stelle solltet Ihr fündig werden.
HISTORIE
Am Denkmal war ehemals die Dorfmitte des Fischerdörfchens
Knaudenheim. Das Denkmal wurde 1858 errichtet, nachdem genau
hundert Jahre vorher das gesamte Dorf von seinen Einwohnern
aufgegeben wurde:
So wurde am 24. Juli 1758 um 9 Uhr Knaudenheim durch einen
Rheindammbruch vollständig überschwemmt. Der Knaudenheimer
Einwohner Hans Peter Siegel meldete die Überschwemmung des Ortes
nachmittags in der Fürstbischöflich-Speyerischen Residenz in
Bruchsal. Bei der daraufhin erfolgten Beratung wurde beschlossen,
das unter Wasser stehende Dorf auf den Sandbuckel am "Krummen Rain"
zu verlegen. Dieser Beschluss wurd nach einer Vor-Ort-Besichtigung
durch den Landesherrn, Fürstbischof von Hutten, bestätigt.
Dieses war das Ende des fast tausendjährigen Ortes an dieser
Stelle am Rhein. Alle Einwohner packten ihr Hab und Gut, rissen die
Häuser und Kirche ab, um an einer neuen Stelle ein neues modernes
Dorf aufzubauen. Nach der Umverlegung wurde es auch gleich
umbenannt: In Neu-Knaudenheim, das heutige Huttenheim - der Ort ist
etwa 3km von hier entfernt.
Aber auch das waren noch nicht alle Namen die der Ort ehemals
hatte, die Bezeichnung des Dörchens wechselte tatsächlich
regelmäßig:
- 784 erscheint es als Huitenheim im Lorscher Codex
- 1220 als Cnutenheim
- 1301 heißt es Knutenheim
- 1309 ist es als Knütenheim bezeichnet
- 1323 erscheint der Name Knutenheim
- 1341 erscheint das Dorf unter dem Namen Kneutenheim
- 1396 ändert sich die Schreibweise in Knaudenheym
- 1431 hat Papst Eugen IV. unser Dorf Knudenheym geschrieben
- 1467 erscheint es in den Akten als Knudenheim
- 1507 erscheint es in den Gültbriefen als
Knaudenheim.
Knaudenheim bedeutet Heim des Knudo. Der Name Knud kehrt in dem
Dorfnamen Knielingen wieder, das im Jahre 786 mit Cnutlinga,
bezeichnet wird. Der Name Knaudenheim bekundet also die Entstehung
des Dorfes in der frühgermanischen Zeit.
Über Logs mit oder ohne Foto freuen wir uns immer.
Konstruktive Kritik ist natürlich auch willkommen.
Und jetzt viel Spaß mit diesem
Cache!