Lourdesgrotte Traditional Cache
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Tannheim während des Zweiten Weltkriegs
Wenn auch Tannheim von direkten Kampfhandlungen weitgehend verschont blieb, so ging doch der Krieg auch an unserem Heimatort alles andere als spurlos vorüber: Bereits im Februar 1942 mussten erneut im Rahmen der Metallmobilmachung die Glocken abgegeben werden – 3 vom Kirchturm, 2 aus Arlach und jeweils eine aus Kronwinkel und Egelsee. Und am Vormittag des 7. August stürzte gar ein deutsches Flugzeug im Wald zwischen Haldau und dem Krimmel ab, wobei beide Insassen – zwei Brüder – ums Leben kamen. Am Ende des Jahres hatte die Gemeinde selbst bereits 23 Gefallene zu beklagen.
1944 stürzte nach einem Luftkampf über Mooshausen und Kronwinkel ein amerikanisches Flugzeug ab. Der Pilot wurde in aller Stille auf dem Tannheimer Friedhof beigesetzt und nach der Besetzung durch die Amerikaner exhumiert und auf einen Sammelfriedhof bei Ulm überführt. In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli wurde ab 1.45 Uhr das Illerkraftwerk bombardiert. Die durch die Detonation der Bomben verursachten Erschütterungen waren in weitem Umkreis zu spüren, und am nächsten Tag zeigten sich zwischen dem Illerwerk und Egelsee Bombentrichter mit bis zu 12 Metern Durchmesser. Menschen waren bei diesem Angriff nicht zu Schaden gekommen, doch waren in Egelsee an vielen Häusern sowie an der Kapelle die Dächer abgedeckt worden und teilweise Fenster zu Bruch gegangen.
Ab Herbst 1944 fanden allabendlich Bittgänge zur Lourdesgrotte statt, um die Muttergottes um Fürsprache für ein baldiges Kriegsende und Verschonung unseres Heimatortes anzuflehen. Zu Ostern 1945 war Tannheim mit rund 300 aus verschiedenen Städten Evakuierten sowie mit Truppen belegt, in den Schulräumen waren Waffenquartiere und im Keller des Schwesternhauses eine Militärküche eingerichtet worden. Als gegen Kriegsende die Gefahr eines Angriffs auf Tannheim immer größer wurde, befahl Pfarrer Hugo Farny (in Tannheim 1934-1961) das Dorf dem Schutz Mariens an und gelobte, bei Verschonung alljährlich eine Prozession zur Lourdesgrotte abzuhalten. Ende April 1945 war der gesamte heutige Landkreis Biberach von amerikanischen und französischen Truppen besetzt. Da Tannheim bis zum Kriegsende nicht zerstört wurde, feiern wir nun schon seit über sechzig Jahren das Skapulierfest im Juli als „Tannheimer Fest“ und erfüllen so das Gelöbnis aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Die Zahl der gefallenen Tannheimer stieg allerdings bis Kriegsende noch auf über 80 an, außerdem befanden sich 40 Tannheimer Männer in Gefangenschaft und über 30 wurden vermisst. Zum Gedenken wurde für jeden der Gefallenen vor dem Kriegerdenkmal ein Holzkreuz mit Namen, Geburts- und Sterbedatum sowie mit einer Fotografie errichtet.
Zum Abschluss noch eine Bitte, da es einige Kommentare zu dem Thema gegeben hat:
Lest bitte den Hint, um Verwüstungen zu vermeiden und um diesen heiligen Ort in gutem Zustand zurück zu lassen. Das mag nicht gerade die Spannung erhöhen, aber es führt einen an einen sehr besinnlichen Ort. Danke
Additional Hints
(Decrypt)
Qnaxr qre Zhggre Tbggrf
Fvr jveq jrvgre urysra
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