In der Zeit von 1808 bis
1828 wurde die Kinzig durch Johann Gottfried Tulla begradigt.
Allerdings nahm die Regulierung der Kinzig nur wenig von Ihrem
Schrecken. Jedes der vielen Hochwasser im 19. Jahrhundert wurde zu
Kraftprobe für die Kinzigdämme entlang der Gottswaldgemeinden. 1849
brachen die Wassermassen linksseitig Dämme und setzten Waltersweier
und Weier unter Wasser, 1851 rissen sie die Ernte der ganzen Region
mit sich, der Einfluss des Mühlbach- Flosskanals in die Kinzig
bildete eine Schwachstelle: 1862 stand das ganze Dorf Griesheim
"halbleibs tief im Wasser, welches in die meisten Häuser eindrang,
Nahrungsmittel aus den Kellern schwemmte und manche kleineren
leicht gebauten Häusern aus den Fugen hob".
1877 brach der Damm
erneut an dieser Stelle und zerstörte die Strasse von Bühl nach
Griesheim. Vor allem Griesheim litt schwer unter der Wasserflut.
1882 ergoss sich die Kinzig abermals über alle Gottswaldgemeinden.
Die immer wieder vorgenommenen Erhöhungen und Verstärkungen der
Dämme schwächten die Gefahr zwar allmählich ab, ohne sie bis heute
letztlich nehmen zu können.
Das Leben an der wilden
Kinzig brachte früher aber auch Vorteile. Natürlich hat man als
Kind dort gebadet, aber noch wichtiger war wohl für die Hausfrauen,
dass sie in den wärmeren Monaten dort ihre Wäsche im Fluss waschen
konnten.
Das Großherzogliche
Oberamt Offenburg genehmigte am 14. Juli 1862 der Gemeinde
Waltersweier „auf der äußersten Seite des Dammes an der von
der Gemeinde gewünschten Stelle“ unter Auflagen die Anlage
eines Waschplatzes „ganz auf Kosten der
Bittsteller“.
Das Hochwasser von 1919
zerstörte den alten Waschplatz und er wurde 1927, Arbeitslosigkeit
auch damals, mit Notstandsarbeitern in 25 Metern Länge neu
angelegt. Dabei hatte die Gemeinde einen Kostenanteil von 490
Reichsmark selbst zu tragen.
Auf dem
„Schaltkarch“ (eine Art Schubkarre) wurden der Tisch,
die Wäsche, das Waschbrett und die Gießkanne zum Fluss befördert.
Kam jemand mit dem Gespann, so wurden auch Pferde, Kühe und der
Wagen unterhalb des Waschplatzes in der Kinzig gereinigt. Während
die Mütter oder deren Mägde mit Kernseife am Flussufer bürsteten
und schrubbten, mussten die Kinder die auf der Wiese in der Sonne
bleichenden Wäschestücke feucht halten.
Hatte die Kinzig sehr
wenig Wasser, so ist man auch direkt ins Flussbett gestanden, um
seine Wäsche einzuweichen. Auf dem Tisch wurde dann eingeseift. Zum
Ausspülen der Seife ist der Fluss gelegentlich bei niederem
Wasserstand mit der Hacke noch vertieft worden.
Quelle: Kristian-Heinrich Schüssler -
Waltersweier

Erst mit Aufkommen der
Waschmaschinen hatte der Waschplatz an der Kinzig endgültig
ausgedient.
Die Überreste der
sogenannten „Waltersweirer Wäsche“ sind noch heute am
Ufer der Kinzig zu entdecken und genau dahin führt euch die Suche
nach dieser Dose.
Bei diesem Cache handelt
es sich um einen wasserdicht verschlossenen Behälter, der, aufgrund
der hin und wieder auftretenden Überflutung, gesichert ist. Den
Behälter bitte nicht entfernen, sondern nur öffnen. Nach dem Heben
des Caches solltet ihr darauf achten, dass der Behälter wieder
richtig verschlossen ist.
Da ihr euch beim Heben
des Caches in unmittelbarer Nähe der Kinzig befindet, denkt daran,
dass die Steine feucht und glitschig sein
können.
Falls die Kinzig nicht in
ihrem Flussbett fließt, ist dieser Cache nicht machbar. Denkt
daran, falls ihr auf dem Kinzigdamm steht und nur Wasser vor euch
seht.
Zum Loggen solltet ihr
einen Stift mitbringen und natürlich gilt wie immer, dass ihr
diesen Cache auf eigene Verantwortung
angeht.