Vergessene Träume Multi-Cache
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Dies ist ein kurzer Multi mit nur einer Station und Final, die euch die interessante Geschichte des Wöllrieder Hofes näher bringen soll.
Der Gutshof Wöllried ist denkmalgeschützt
und um 1230 erstmals urkundlich erwähnt.
Wöllried lässt sich aus der mittelhochdeutschen
Bezeichnung "Welderied" (= ein Feld mit Ried und
Sumpfpflanzen) ableiten. Eine Ansiedlung muss
schon längere Zeit bestanden haben.Die ältesten Gebäude (heute „Burg“ genannt) auf
dem ehemals schlecht zugänglichen Gelände dienten
als Wohnungen für Leprakranke. In dieser isolierten
Umgebung mussten die von der Krankheit
Befallenen ihre restliche Lebenszeit verbringen.
Zu dieser Zeit ereignete sich in der Stadt Würzburg folgendes:
Das Geschwisterpaar Friedrich und Isolde, welches in schlechten Verhältnissen, in Armut und Dreck hausten, erkrankten eines Tages an der Krankheit, von der man nur hinter vorgehaltenen Hand tuschelte. "Aussatz" nannte man diese Krankheit und Aussätzige, die Menschen, die an ihr erkrankten. Doch bis zu diesem Zeitpunkt wussten die Geschwister nicht, dass auch sie bald zu den Aussätzigen gehören sollten.
Mina, die Mutter der Beiden versuchte noch lange die Krankheit der Kinder zu verbergen. Sie hüllte sie in Tücher und säuberte die Haut mit Wasser, welches sie aus dem Main heran schleppte. Doch all die Bemühungen halfen nichts und bald war die Krankheit soweit fort geschritten, dass die Mutter sich nicht mehr zu helfen wusste. Unter Tränen brachte sie ihre Kinder bei Nacht und Nebel vor die Tore der Stadt, zum Wöllrieder Hof. Außer ihre Kleider am Leib und ihre geheime Schachtel, in der sich all ihre Besitztümer befanden, konnten die Kinder nichts mitnehmen. Mit diesen Habseeligkeiten verbanden die Kinder ihre geheimen Träume von einem anderen, vielleicht besseren Leben.
"Keine Besitztümer": sagte die Frau an der Pforte schroff. Die Mutter flüsterte den Kinder zu, die Heiligtümer am Bach, der Grenze zum Wöllrieder Hof, zu verstecken. So oft wie möglich kamen Isolde und Friedrich an den Bach um ihre Schätze in die Hand zu nehmen und zu träumen. Doch eines Tages kam niemand mehr, kein Flüstern, kein aufgeregtes Kichern und die Träume wurden vergessen.
Liebe Cacher, lasst die Träume weiterleben, in dem ihr den Platz aufsucht, an dem die Kinder ihren Gedanken nachhingen.
1342 übernahm das Würzburger Bürgerspital
den Wöllrieder Hof. Ab diesem Zeitpunkt
wurden alle Lepraerkrankten in Würzburger
Siechenhäusern untergebracht. Nun liegt der Schatz der Kinder schon mehr als 600 Jahre an der Grenze zum Wöllrieder Hof.
Ihr müsst nicht ins Beet steigen und auch nicht die Holzmuggel befummeln (die sind schüchtern und mögen das nicht).
Additional Hints
(No hints available.)
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