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Die bewegte Geschichte des Struffelt EarthCache

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Hidden : 5/20/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Auf über 450 m erhebt sich das Naturschutzgebiet „Struffelt“ am Rande des Eifeldörfchens Rott, welches zur Gemeinde Roetgen gehört. Der Struffelt ist Teil des nördlichsten Ausläufers des Hohen Venns und überragt seine Umgebung um fast 100 Meter. Dies führt dazu, dass die von Westen heranziehenden Wolken sich hier vermehrt abregnen und dem Gebiet hohe Niederschlagsmengen bescheren (s. Abbildung „NiederschlagskarteHohesVenn“, © Landesvermessungsamt NRW). Der Struffelt ist schon in historischen Karten als baumarmes Heidegebiet inmitten bewaldeter Umgebung gekennzeichnet - was insbesondere der für das Hohe Venn charakteristischen Bodenbeschaffenheit geschuldet ist (s. Abbildung „Struffeltheide“, © der Owner des Caches).

Das Hohe Venn ist eine schildförmig gewölbte Hochfläche an der Grenze zwischen Deutschland und Belgien. Große Flächen sind als Hochmoor ausgebildet, wovon sich auch der Name ableitet: Venn, Fenn (niederl. Veen) für Moor. Mit 694 m über NN ist Botrange die höchste Erhebung im Hohen Venn und gleichzeitig der höchste Punkt in Belgien.

Geologisch gehört das Hohe Venn zum linksrheinischen Teil des Rheinischen Schiefergebirges, wie auch die angrenzenden Ardennen und die Eifel sowie der südlich der Mosel gelegene Hunsrück. Das Hohe Venn wird häufig nicht als eigenständiger Naturraum angesehen, sondern dem westlichen Teil der Eifel und dem östlichen Teil der Ardennen zugerechnet. Während man fast überall in der Eifel auf dem Boden eines urzeitlichen Meeres (Devonmeer) steht, besteht der von Südwest nach Nordost streichende flache Höhenrücken (s.Abbildung „HohesVenn“, © Verein Naturpark Nordeifel im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel) im Zentrum aus erdgeschichtlich noch älterem  Gestein (dünnblättrigem Schiefer), das zu einem fast wasserundurchlässigen, kalkfreien Boden verwittert. Die Verwitterungsprodukte füllen flache Senken aus und bilden den Untergrund für Moore, die sich infolge einer positiven Wasserbilanz (geringerer Abfluss als Niederschlag) und der tiefen Jahresmitteltemperaturen nach der letzten Eiszeit gebildet haben. Auch der Struffelt bot aufgrund des nahezu wasserundurchlässigen Verwitterungsgesteins sowie des Klimas für die Entstehung eines sogenannten Übergangs- bzw. Hochmoores die entsprechenden Voraussetzungen. Die typische Pflanzenwelt der Heiden und Hochmoore des Hohen Venns, und damit auch die des Struffelt, ist somit das Ergebnis der hier vorherrschenden Boden-, hohen Niederschlags- und niedrigen Temperaturverhältnisse. 1989 wurden die Untersuchungen für die Unterschutzstellung des 56 ha großen Struffelt durchgeführt. 175 verschiedene Pflanzenarten, 54 Vogel-, 156 Falter- und 108 Käferarten wurden hier entdeckt. 

Neben den geologisch/klimatischen Bedingungen ist aber auch der Mensch am heutigen Aussehen des Struffelt nicht ganz unschuldig - dazu enthüllt die Hinweistafel u.a. interessante Informationen über die Bewirtschaftung des Struffelt im Mittelalter. 

Quellenangaben

  • Schwieren-Höger, U. (1999): Unterwegs in der nördlichen Eifel. 2. Auflage von 2003, Grenz-Echo Verlag, Eupen
  • Pippke, W., Leinberger, I. (1997): Die Eifel – Geschichte und Kultur des alten Vulkanlandes zwischen Aachen und Trier. DuMont Verlag Köln
  • Wikipedia
  • www.naturpark-hohesvenn-eifel.de

Empfehlenswert ist eine Wanderung durch den Struffelt, am besten direkt von den Cache Koordinaten aus. Wenn Ihr dem Bohlenweg folgt, erreicht Ihr nach einigen Metern rechter Hand einen kleinen Moorsee (bestens geeignet für Aufgabe 4!). An der nächsten Weggabelung dann links halten, dem Bohlenweg bis zu seinem Ende folgen und den anschließenden Weg bis zur nächsten  Wegkreuzung gehen. Wenn Ihr dann links abbiegt und immer geradeaus wandert, erreicht Ihr wieder den Ausgangspunkt (s. unten). Mit Muße dauert diese Runde ca. 60 – 90 Minuten.

So gelangt Ihr zum Struffelt:
Von Roetgen aus kommend befindet sich vor dem Ortseingang von Rott auf der linken Seite ein Wanderparkplatz (
N 50° 40.584, E006° 12.234). Auf der anderen Straßenseite führt ein Forstweg stetig bergan auf die Höhe des Struffelt (Hinweis „NSG Struffelt“). Ihr geht bis zur nächsten Wegkreuzung und wendet Euch nach rechts, bis ihr die Cache Koordinaten und den Holzplankenweg (für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet) erreicht.

Um den Cache als „gefunden“ zu loggen, sind folgende Fragen per Mail an mich via Geocaching.com zu beantworten (Hinweistafel hilft):

1. Wie kann die Beschaffenheit des Oberbodens auf dem Struffelt charakterisiert werden?

2. An vegetationsfreien Stellen, häufiger anzutreffen entlang des Bohlenweges, wird der nahezu wasserundurchlässige Untergrundboden sichtbar. Wie sieht der Boden aus?  Bitte beschreibe die sichtbaren Bestandteile sowie ihre Farbgebung so genau wie möglich.

3. Im Hohen Venn sind die ältesten Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges zu finden. Aus welchem erdgeschichtlichen Zeitalter stammt das Gestein, das unter dem Oberboden des Struffelt liegt?

4. Freiwillig: ein Bild von Euch vor dem Hintergrund des Struffelt dem Log beifügen

Ihr könnt sofort loggen, wenn etwas nicht in Ordnung ist, werde ich mich melden.

Abschließend noch eine wichtige Anmerkung: Ihr befindet Euch in einem Naturschutzgebiet. Das bedeutet, dass Ihr bitte keinesfalls die Wege verlasst und Eure Hunde grundsätzlich angeleint lasst!! Vielen Dank und viel Spaß!

 

Additional Hints (No hints available.)