Auf über 450 m erhebt sich das
Naturschutzgebiet „Struffelt“ am Rande des
Eifeldörfchens Rott, welches zur Gemeinde Roetgen gehört. Der
Struffelt ist Teil des nördlichsten Ausläufers des Hohen Venns und
überragt seine Umgebung um fast 100 Meter. Dies führt dazu, dass
die von Westen heranziehenden Wolken sich hier vermehrt abregnen
und dem Gebiet hohe Niederschlagsmengen bescheren (s. Abbildung
„NiederschlagskarteHohesVenn“, © Landesvermessungsamt
NRW). Der Struffelt ist schon in historischen Karten als
baumarmes Heidegebiet inmitten bewaldeter Umgebung gekennzeichnet -
was insbesondere der für das Hohe Venn charakteristischen
Bodenbeschaffenheit geschuldet ist (s. Abbildung „Struffeltheide“, © der
Owner des Caches).
Das Hohe Venn ist eine schildförmig
gewölbte Hochfläche an der Grenze zwischen Deutschland und Belgien.
Große Flächen sind als Hochmoor ausgebildet, wovon sich auch der
Name ableitet: Venn, Fenn (niederl. Veen) für Moor. Mit 694 m über
NN ist Botrange die höchste Erhebung im Hohen Venn und gleichzeitig
der höchste Punkt in Belgien.
Geologisch gehört das Hohe Venn zum
linksrheinischen Teil des Rheinischen Schiefergebirges, wie auch
die angrenzenden Ardennen und die Eifel sowie der südlich der Mosel
gelegene Hunsrück. Das Hohe Venn wird häufig nicht als
eigenständiger Naturraum angesehen, sondern dem westlichen Teil der
Eifel und dem östlichen Teil der Ardennen zugerechnet. Während man
fast überall in der Eifel auf dem Boden eines urzeitlichen Meeres
(Devonmeer) steht, besteht der von Südwest nach Nordost streichende
flache Höhenrücken (s.Abbildung
„HohesVenn“, © Verein Naturpark Nordeifel im
Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel) im Zentrum
aus erdgeschichtlich noch älterem Gestein (dünnblättrigem Schiefer), das zu einem
fast wasserundurchlässigen, kalkfreien Boden verwittert. Die
Verwitterungsprodukte füllen flache Senken aus und bilden den
Untergrund für Moore, die sich infolge einer positiven Wasserbilanz
(geringerer Abfluss als Niederschlag) und der tiefen
Jahresmitteltemperaturen nach der letzten Eiszeit gebildet haben.
Auch der Struffelt bot aufgrund des nahezu wasserundurchlässigen
Verwitterungsgesteins sowie des Klimas für die Entstehung eines
sogenannten Übergangs- bzw. Hochmoores die entsprechenden
Voraussetzungen. Die typische Pflanzenwelt der Heiden und Hochmoore
des Hohen Venns, und damit auch die des Struffelt, ist somit das
Ergebnis der hier vorherrschenden Boden-, hohen Niederschlags- und
niedrigen Temperaturverhältnisse. 1989 wurden die
Untersuchungen für die Unterschutzstellung des 56 ha großen
Struffelt durchgeführt. 175 verschiedene Pflanzenarten, 54 Vogel-,
156 Falter- und 108 Käferarten wurden hier
entdeckt.
Neben den geologisch/klimatischen
Bedingungen ist aber auch der Mensch am heutigen Aussehen des
Struffelt nicht ganz unschuldig - dazu enthüllt die Hinweistafel
u.a. interessante Informationen über die Bewirtschaftung des
Struffelt im Mittelalter.
Quellenangaben
- Schwieren-Höger, U. (1999): Unterwegs in
der nördlichen Eifel. 2. Auflage von 2003, Grenz-Echo Verlag,
Eupen
- Pippke, W., Leinberger, I. (1997): Die
Eifel – Geschichte und Kultur des alten Vulkanlandes zwischen
Aachen und Trier. DuMont Verlag Köln
- Wikipedia
- www.naturpark-hohesvenn-eifel.de
Empfehlenswert ist
eine Wanderung durch den Struffelt, am besten direkt von den Cache
Koordinaten aus. Wenn Ihr dem Bohlenweg folgt, erreicht Ihr nach
einigen Metern rechter Hand einen kleinen Moorsee (bestens geeignet
für Aufgabe 4!). An der nächsten Weggabelung dann links halten, dem
Bohlenweg bis zu seinem Ende folgen und den anschließenden Weg bis
zur nächsten Wegkreuzung gehen. Wenn Ihr dann links abbiegt
und immer geradeaus wandert, erreicht Ihr wieder den Ausgangspunkt
(s. unten). Mit Muße dauert diese Runde ca. 60 – 90
Minuten.
So gelangt Ihr zum Struffelt:
Von Roetgen aus kommend befindet sich vor dem Ortseingang von Rott
auf der linken Seite ein Wanderparkplatz (N 50° 40.584, E006°
12.234). Auf der anderen Straßenseite führt
ein Forstweg stetig bergan auf die Höhe des Struffelt (Hinweis
„NSG Struffelt“). Ihr geht bis zur nächsten Wegkreuzung
und wendet Euch nach rechts, bis ihr die Cache Koordinaten und den
Holzplankenweg (für Rollstuhlfahrer leider nicht geeignet)
erreicht.
| Um
den Cache als „gefunden“ zu loggen, sind folgende
Fragen per Mail an mich via Geocaching.com zu beantworten
(Hinweistafel hilft):
1. Wie kann die
Beschaffenheit des Oberbodens auf dem Struffelt charakterisiert
werden?
2. An vegetationsfreien
Stellen, häufiger anzutreffen entlang des Bohlenweges, wird
der nahezu wasserundurchlässige Untergrundboden sichtbar.
Wie sieht der Boden aus? Bitte beschreibe die
sichtbaren Bestandteile sowie ihre Farbgebung so genau wie
möglich.
3. Im Hohen Venn sind
die ältesten Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges zu finden.
Aus welchem erdgeschichtlichen Zeitalter stammt das Gestein, das
unter dem Oberboden des Struffelt liegt?
4. Freiwillig: ein Bild
von Euch vor dem Hintergrund des Struffelt dem Log
beifügen
|
Ihr könnt sofort
loggen, wenn etwas nicht in Ordnung ist, werde ich mich
melden.
Abschließend noch
eine wichtige Anmerkung: Ihr befindet Euch in einem Naturschutzgebiet.
Das bedeutet, dass Ihr bitte keinesfalls die Wege verlasst und Eure
Hunde grundsätzlich angeleint lasst!! Vielen Dank und viel
Spaß!