
Der Zaun zu den Gleisen muss natürlich nicht überwunden
werden.
Die aktiven Gleise müssen und dürfen natürlich auch nicht betreten
werden.
Die Suche sollte unter der Brücke, bzw. seitlich erfolgreicher sein

Achtet auf Doggels !!
Tja, was hat der Graf mit der
Eisenbahn zu tun???
Natürlich absolut nichts. Zu seiner Zeit um 1225 gab es grad mal
halbrunde Räder auf buckligen Wegen.
Motorisierung: NULL !!!
Heute könnte der Graf von seiner Burg einen Blick auf die noch
betriebene Bahntrasse werfen, die von Hamm bis nach
Lippborg-Heinstrop führt. Personenfahrten sind aber eher die
Ausnahme und werden von den Museumseisenbahnfreunden
durchgeführt.
Mehrmals täglich findet allerdings Güterverkehr zum DuPont Werk und
zum Kohlekraftwerk "Westfalen" in Hamm-Uentrop statt.
Streckengeschichte RLG-MEH
Mit der Verabschiedung des
Gesetzes über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen vom 28. Juli
1892 ermöglichte der Preußische Staat eine großzügige Entwicklung
der Kleinbahnen. Damit begann in den Landkreisen Soest und Hamm
eine rege Bautätigkeit an meterspurigen Bahnen. So kam es am 1.
April 1904 auch zur Inbetriebnahme des Schienenweges
Hamm-Lippborg-Oestinghausen, von dem Sie heute den schönsten Teil
befahren. Zweck der Strecke war es, die landwirtschaftlichen Güter
aus der von der Strecke berührten Region abzuführen und
Industriebetriebe zu bedienen. Da der Transport von Massengütern im
schmalspurigen Betrieb erhebliche Nachteile hatte, wie z. B. das
Umladen an den Übergabebahnhöfen zur Staatsbahn, faßte man
frühzeitig den Plan eines Umbaues der Strecke auf Normalspur. Bis
1927 wurde der erste Streckenteil bis Uentrop umgebaut, im Jahre
1940 wurde die Umspurung der Strecke bis Lippborg-Heintrop
abgeschlossen, wie sie im heutigen Zustand noch vorhanden ist. In
den ersten Nachkriegsjahren erlebte der Personenverkehr durch
Hamsterfahrten etc. einen kurzzeitigen Aufschwung. Die immer
stärker werdende Konkurrenz des Automobils zwang die RLE
(Ruhr-Lippe Eisenbahnen, wie sie sich nun nannten) bereits zu
Beginn der 50er Jahre zu erheblichen Rationalisierungsmaßnahmen.
Der Betrieb auf der Strecke Hamm RLE-Soest war in Lippborg ohnehin
durch den Spurwechsel und die damit verbundenen Behinderungen im
Personen- und Güterverkehr stark beeinträchtigt.
Übergangsmöglichkeiten für Waggons standen nicht zur Verfügung.
Zusätzlich hatte diese Strecke weitere Nachteile durch die
schnellere und kürzere Verbindung der Staatsbahn Hamm-Soest. 1951
befuhren zwei Zugpaare die Strecke Hamm-Lippborg. Ab Mai 1952
übernahmen überwiegend Triebwagen die Abwicklung des
Personenverkehrs. Zum Oktober 1953 wurde der Schmalspurteil
Lippborg-Soest eingestellt. Bis zum 27. September 1964 konnte
Lippborg jedoch noch auf der Schiene mit planmäßigen Triebwagen
erreicht werden. Zu diesem Zeitpunkt endete der schienengebundene
Personenverkehr der RLE. Zwei bedeutende Industrieansiedlungen
haben der Strecke im Güterverkehr eine erhebliche Bedeutung zuteil
werden lassen. Anfang der 60er Jahre begann man in Schmehausen mit
dem Bau des Kohlekraftwerkes Westfalen, das auch heute noch
planmäßig durch die RLE bedient wird .Am 27. 7. 1970 erhielt die
RLE einen etwa 2,2 km langen neuen Gleisanschluss zum Chemiewerk Du
Pont in Uentrop, der kurz vor der Kanalbrücke in Haaren abzweigt,
welcher sich ebenfalls weiterhin in einer guten Auslastung
präsentiert. Während die Strecke bis Schmehausen heute werktäglich
mehrfach befahren wird, war der Verkehr auf dem 5,2 km langen
Reststück nach Lippborg-Heintrop eher beschaulich. Die Bedienung
dieses Bahnhofes mit Gütern an die dortige Bäuerliche Bezugs- und
Absatzgenossenschaft musste im Jahre 1989 eingestellt werden. Die
drohende Stilllegung, auch wegen des schlechten Oberbauzustandes,
konnte durch den Erwerb dieses Streckenteils von der
Museumseisenbahn Hamm verhindert werden. Bis zum Jahre 2008 wurde
dieser Gleiskörper einschl. der dort vorhandenen Weichen bis auf
wenige kurze Abschnitte, welche noch in den 1970er Jahren in
Angriff genommen wurden (ca.100 m) vollständig saniert. Es gehört
zu dem landschaftlich schönsten Teil des Schienenweges
Hamm-Lippborg. Mit dem Austausch von ca. 6.000 Schwellen und 12.000
t Schotter und 3 neuen Weichen ist der künftige Betrieb gesichert.
Der Endbahnhof Lippborg-Heintrop erhielt durch den Neu-Aufbau eines
Bahnsteiges, einer entsprechenden Beleuchtung und durch Sanierung
des Umfeldes des Güterschuppens das Flair einer Nebenbahn der
1950er Jahre.
Quelle:"http://www.museumseisenbahn-hamm.de/streckengeschichte.html"
vom 23.05.11