
Während der Saale-Kaltzeit vor über 130.000 Jahren schoben
Gletscher Hügelketten auf und hinterließen beim Abschmelzen Moränen
aus Sand und Geröll. Schmelzwasser bahnte sich in mächtigen Strömen
seinen Weg, Eider, Treene und Sorge entstanden als tiefe, breite
Flussläufe. In der folgenden Warmzeit drang die Nordsee weit ins
Landesinnere vor. Nährstoffreiche Sedimente lagerten sich ab, der
Grundwasserspiegel stieg. So konnten Pflanzen gedeihen. In den
nassen Niederungen bildeten sich Moore. Während der letzten
Eiszeit, der Weichselkaltzeit ( vor ca. 115.000 bis 11.700 Jahren
), war die Region nicht mehr von Eis bedeckt. Kälte und Wind sorgen
jedoch für einen Wandel in der Vegetation, Schmelzwasser
verbreiterte die Täler von Eider und Treene und riss die
Ablagerungen der Saale-Kaltzeit mit sich. Nur im unteren Bereich
der Flüsse bleiben Moränenreste stehen – die für die Region
typischen „Holme“. Weil die Entstehungsgeschichte der
Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge auch heute noch besonders gut zu
erkennen ist, schätzen Geologen das Gebiet als besonders wertvoll
ein. So befinden sich hier gleich sieben Geotope, die als
unersetzliche „Zeitzeugen“ dem Landesnaturschutzgesetz
unterliegen.

Mäander – Ihre Entstehung
Das Wort Mäander stammt vom griechischen Namen Maiandros für die
Flüsse Menderes (Großer Mäander und Kleiner Mäander) in der
westlichen Türkei.
Mäander ist die Bezeichnung für den Schlängelverlauf eines Flusses,
der sich in Abschnitten mit geringem Sohlgefälle und gleichzeitig
transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine) bildet.
Wasser fließt in der Natur nicht geradeaus, es fließt in Mäandern.
Egal, ob es ein großer Strom, ein Bach oder ein zufälliges Rinnsal
nach dem Regen ist, immer fließt das Wasser in den typischen Bögen,
Schleifen und Schlingen. Je geringer das Gefälle und damit die
Fließgeschwindigkeit sind, um so ausgeprägter ist die Tendenz eines
Gewässers zum Mäandrieren. Daneben spielt natürlich auch die
Bodenbeschaffenheit eine Rolle.
Mäanderbildung
Eine leichte Unregelmäßigkeit im Untergrund, ein Steinchen oder
eine Pflanze, reichen aus, um das Wasser asymmetrisch zum einen
Ufer hin fließen zu lassen. Dort prallt es dann ab und wird wieder
diagonal über die Breite des Flusses oder Rinnsals hinweg ans
andere Ufer getrieben. Auf diese Weise fließt die Hauptströmung
eines Gewässers auch in einem geraden Fluss- oder Bachbett bereits
in kleinen Mäandern.
An der Stelle, an der die Strömung auf das Ufer prallt, wird durch
das Wasser Material, Sand, Steine, Lehm oder allgemein Boden
abgetragen. Der Fluß nimmt dieses Material mit und lagert es weiter
stromabwärts auf der gegenüberliegenden Seite des sogenannten
Prallhangs ab. Gegenüber dem Prallhang fließt die Strömung im
Extremfall sogar auch mal entgegen der allgemeinen Fließrichtung.
Dort wird Material, das der Fluß mit sich geführt hat,
abgelagert.
Durch das Zusammenspiel dieser beiden Prozesse verlagert sich das
Flussbett nach und nach in Richtung des Prallhangs, während auf der
gegenüberliegenden Seite ein neues Ufer entsteht. Waren zuerst nur
kleine Unregelmäßigkeiten im Strömungsverlauf zu sehen, so
verstärken sich diese nach und nach selbst, bis das Fluss- oder
Bachbett selbst die Mäanderform annimmt. Dabei bilden sich immer
ausgeprägtere Mäander, denn an der Außenseite fließt das Wasser
schneller und nimmt ständig Material mit, während es an der
Innenseite langsamer fließt und deshalb ständig Material
ablagert.

Uferbeschaffenheit
Die Aussenseite und die Innenseite der Mäander haben
unterschiedliche Ufer. Während der Prallhang an der Aussenseite oft
ein Steilufer ist, das immer leicht unterspült wird und dann
entsprechend abbricht, ist der gegenüberliegende Gleithang flach,
da das abgelagerte Material in der dort nur leichten Strömung
flache Sandbänke bildet.
Altarmbildung
Ein natürlicher Fluss- oder Bachlauf ist also in ständiger
Veränderung begriffen, die Mäander breiten sich immer weiter aus,
wodurch die Gesamtlänge des Flusses oder Baches immer mehr zunimmt.
Gleichzeitig kommen sich die einzelnen Mäanderschlingen während
dieses Prozesses immer näher. Gelegentlich kommt es dann vor, dass
die Strömung das an einer solchen Stelle nur noch schmale Ufer
durchbricht und eine ganze Mäanderschleife damit abgekürzt wird.
Aus der Schleife wird dann ein stehendes Gewässer, ein sogenannter
Altarm oder Altwasser.

Jahrhunderte lang kämpften die Menschen gegen den Einfluss der
Gezeiten auf den Pegel der Eider und ihrer Nebenflüsse Treene und
Sorge. Dieser Prozess war erst mit dem Bau des Eidersperrwerks an
der Mündung der Eider in die Nordsee bei Tönning 1973
abgeschlossen.
Seitdem sind aus häufig über die Ufer tretenden Strömen stille
Gewässer geworden – ihre Mäander erinnern an bewegtere
Zeiten.
Um diesen Earthcache zu loggen, müsst Ihr folgende Fragen
beantworten :
1) Auf welcher Seite eines mäandrierenden Flusses ist die
Strömungsgeschwindigkeit höher ?
A = Gleithang B = Prallhang
2) a) Wie weit ist es ca. vom Standort des Mäander-Start-Fotos zum
Standort des Mäander-Ziel-Fotos, wenn man mit dem Boot unterwegs
ist ?
b) Wie weit im Vergleich dazu ist ca. die Luftlinienentfernung
zwischen den Standorten ? (Angaben jeweils in m )
3) Welcher mit Wegzeichen markierte Fußweg verläuft genau bei den
Startkoordinaten und ermöglicht das „Erlaufen“ oder
„Erradeln“ der Mäanderschleifen ? ( Hinweistafel vor
Ort )
Optional macht bitte ein Foto, das Euch und/oder Euer GPS am
Standort des Start-Fotos zeigt und fügt es, wenn Ihr möchtet, Eurem
Log bei.
Schickt eine Mail mit euren Antworten und der Angabe des Earthcache-Namens an Lothorol@mail.de
Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung.
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen.
Falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr braucht nicht unsere Logfreigabe abwarten!
Logs ohne gleichzeitige Antwortmail werden kommentarlos gelöscht.
Wer mit anderen Cachern zusammen vor Ort unterwegs war, sendet bitte selbst seine Lösungmail unter Angabe seines Nickname. Bitte keine Sammelantworten für mehrere Cacher!
Ansonsten wird der Earthcache als nicht selbst gelöst angesehen und der Log gelöscht.
Dafür bitten wir um euer Verständnis.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Erkunden des Eider-Mäanders !

The landscape between the rivers Eider, Treene and Sorge emerged in
the last two ice ages. By the environment of this area the rivers
have formed meander. Using the example of a pronounced meander of
the Eider you will visit, we want to make you aware of this
geological feature in Schleswig-Holstein.
During the Saale ice age about 130,000 years ago, the glaciers
pushed back hills and during the melting left behind moraines of
sand and rubble. Meltwater pushed his path in mighty rivers, Eider,
Treene and Sorge emerged as deep, wide rivers. In the warm period
which followed the North Sea penetrated deep into this area.
Nutrient-rich sediments deposited, the water table rised and plants
were able to grow. In the wet lowlands was formed moor. During the
last ice age, the Weichsel glacial period (c. 115000-11700 years
ago), the region was not covered by ice. Coldness and wind provided
the change of the vegetation, melt water widened the valleys of
Eider, Treene and Sorge. The deposits of the Saale ice age were
carried away. Because the legislative history of the rivers Eider
Treene and Sorge is evident still very good also today, geologists
estimate the area as particularly valuable. In this area there are
seven geological sites. They are tremendous “witnesses”
and subject to the provincial nature conservation law.
Meander - their origin
The word meander comes from the Greek name for the Maiandros,
Menderes rivers (Big and Small Meander) in western Turkey. Meander
is the name for the loops of a river, that is formed in sections
with low bed slope and sediment transported at the same time (sand,
gravel, stones). In nature water flows not straight, it flows into
meanders. Whether it is a great river, a brook or a random trickle
after the rain, the water always keep flowing into the typical
arches and loops. If the slope and the flow rate is low, the
tendency for meandering is bigger. In addition of course the soil
also plays its role.
Formation of Meander
A slight irregularity in the ground, a stone or a plant, are
sufficient to allow the water to flow asymmetrically out to one
bank. There it bounces off and is driven again diagonally across
the width of the river to the other side. So the main flow also of
a straight river or stream bed, even flows in small meanders.
Through the interaction of this processes, the river bed moved
gradually toward the baffle slope, while built on the opposite side
of a new bank. First only small irregularities in the flow could be
seen. They are aggravated by and by itself, so the river or stream
bed takes the shape of meander. More pronounced meander are formed,
because on the outside the water flows more quickly. It flows
slowly on the inside and there is deposited material
continuously.
Bank condition
The outside and the inside of the meanders have different banks.
The slope on the outside is often a steep bank. . It is undermined
always easy and aborts. The opposite slip face is flat. Flat
sandbanks arise in the light current.
For centuries the people fought against the influence of tides in
the near of the Eider and its tributaries Treene and Sorge. This
process was completed with the construction of the Eider barrage at
the mouth of the Eider in the North Sea near Tönning 1973.
Since then these flowing waters, which often burst its banks,
become quiet - its meandering recall turbulent times.
To log this earthcache, you have to answer the following questions
:
1) On which side of a meandering river, the flow rate is higher? A
= Gleithang B = Prallhang
2) a) How far is it about the location of the meander-start photo
to the location of the meander-finish photo when you travel by boat
?
b) How far in comparison is about the straight-line distance
between the photo locations? (indicate in m)
3) Which, marked with signposts, footpath runs exactly at the start
coordinates and provides the walking or cycling of the meander
loops? (signpost present)
Optionally, please take a photo that shows you and / or your GPS at
the location of the start coordinates and add it, if you wish, to
your log.
Please send us your answers, indicating the Earth cache name, by
mail. Logs without prior approval will be deleted. We apologize for
any inconvenience.
We hope you enjoy your trip to the Eider-Meander !
Quellen/Sources :
http://de.wikipedia.org/wiki/Flusslandschaft_Eider-Treene-Sorge
http://www.wasser-und-abwasser.de