St. Michael in Elsdorf-Berrendorf
Der Palmsonntag war für die Berrendorfer Pfarrgemeinde St. Michael 2011 ein ganz besonderer Tag. Zum ersten Mal konnte die katholische Gemeinschaft wieder einen Gottesdienst in ihrer Kirche feiern, ohne dabei ein großes Holzgerüst über den Köpfen zu haben. Kirchenschiff, Hochaltar und die beiden Seitenaltäre erstrahlen seither in neuem Glanz. Rund vier Jahre haben die gründliche Sanierung und Renovierung der Kirche gedauert, ab Januar 2011 musste die Gemeinde für drei Monate ins Pfarrheim ausweichen, weil das Gemäuer einen neuen Anstrich bekam und der Boden ausgebessert wurde. Jetzt ist St. Michael kaum wiederzuerkennen. Kürzlich wurden die beiden Seitenaltäre wieder eingebaut, deren goldene Verzierungen wie neu glänzen. Das gilt auch für den Hochaltar. Ein ganzer Tross von Handwerkern war in der Kirche beschäftigt, unter anderem Dachdecker, Glaser, Elektriker, Maler, Heizungsbauer und Schreiner.
Die Sanierung drohte zur unendlichen Geschichte zu werden. Sie hat so lange gedauert, weil die Ziegelgewölbe aus dem 16. Jahrhundert viel schwerer beschädigt waren als zunächst angenommen. Salze und Feuchtigkeit haben sie zermürbt. Schon vor zehn Jahren wurden erste Proben genommen. Es gab lange Diskussionen unter Experten, ob neun der zwölf Gewölbe abgebrochen werden müssen oder nicht. Glücklicherweise fand ein Bauingenieur eine Lösung, um die seltenen Gewölbe im Sinne des Denkmalschutzes zu erhalten. Das Mauerwerk wurde mit einer Chemikalie getränkt, die das Eindringen von Nässe verhindert, ein spezieller Putz lagert die Salze ein. Sensoren auf den Zugstangen zwischen den Bögen messen außerdem Dehnung oder Druck auf das Gemäuer und leiten die Daten fünf Jahre lang an einen Computer. Eine Art Thermodecke und eine Belüftung sorgen künftig für eine konstante Temperatur von 14 Grad.
Als das Gerüst entfernt wurde, staunte man, wie groß die Kirche ist. Viele kleine Kinder im Ort würden nur das Provisorium kennen. Nun aber konnte schon wieder die Erstkommunion gefeiert werden, begleitet von den volltönenden Klängen der Orgel, die ebenfalls überholt und neu gestimmt wurde. Jetzt stehen noch kleinere Arbeiten wie die Restauratierung einiger Kreuzwegstationen an. Die Kosten für die lange und komplizierte Sanierung der Kirche werden vom Erzbistum auf rund 5,5 Millionen Euro beziffert.
(ksta, 13.05.11)
An den angegebenen Koordinaten könnt ihr parken. Um an den Final zu gelangen, sind die passenden Informationen aus dem Text zu nehmen und die kleine Berechnung durchzuführen.
Viel Spaß!
Wieviele Jahre hat die Renovierung gedauert? = A
Aus welchem Jahrhundert stammen die Ziegelgewölbe? = B
Wieviele Gewölbe sollten abgebrochen werden? = C
Wieviele Jahre werden Daten gesammelt? = D
Wie hoch soll die Temperatur in Zukunft sein? = E
Wieviel, in Millionen Euro gerundet, hat die Sanierung gekostet? = F
A = ___ B = ___ C = ___ D = ___ E = ___ F = ___
Finale Koordinaten
N 50.55.A*B*C-(A+B+C)
E 006.35.D*E*F-(E-D)*(E+F)
Hier könnt ihr die Koordinaten überprüfen: GeoChecker.com.