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Technisches Denkmal "Vitriolöl-Hütte" Traditional Cache

This cache has been archived.

LasGeos: Schade...unser "Schneckel" wurde gemuggelt und ist wohl umgezogen.

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Hidden : 6/16/2011
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:



Technisches Denkmal "Vitriolöl-Hütte"

Über kaum einen Erwerbszweig unserer Vorfahren ist so wenig bekannt, wie über die Gewinnung des Vitriols und des Vitriolöls. Es sind so gut wie keine Gerätschaften erhalten geblieben, die zur Herstellung benutzt wurden. Auch gibt es nur wenige schriftliche Zeugnisse, die die technischen Abläufe belegen oder vom Leben und Wirken der Vitriolbrenner berichten. Dabei gehörte Bockau in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Orten der sächsischen Vitriolölherstellung. Über einen Zeitraum von etwa 80 Jahren wurde dieses Gewerbe in Bockau mit
Erfolg betrieben.

Aus den in umliegenden Bergwerken abgebauten kiesigen Erzen wie Pyrit, die Schwefelsalz (Vitriol) enthielten, wurde durch wochenlanges Erhitzen und "Kochen" in Steingutgefäßen konzentrierte Schwefelsäure, auch Vitriolöl genannt, gewonnen. Diese wurde zu medizinischen Zwecken eingesetzt und war wichtiger Ausgangsstoff für anorganische und organische Chemikalien.

In Bockau begann zwischen 1748 und 1750 die Produktion des Vitriolöls. Schnell breitete sich dieses Gewerbe aus und erfasste bald den gesamten Ort. 1762 wurden 7 Öfen genannt. 1778 waren es schon 35 und 1788 schwankt die Zahl der Brennöfen zwischen 40 und 46. 1775 gab es 15 Vitriolhütten und 1814 noch 13 Hütten.

Die Vitriolherstellung wurde nur von wenigen Bockauern im Hauptgewerbe betrieben. Aus heutiger Sicht ist es unvorstellbar, dass Bäcker, Müller, Fleischer oder Branntweinhersteller nebenbei noch in einer "Gifthütte" die Herstellung von Vitriolöl betrieben.

In den ersten 20 Jahren entwickelte sich die Herstellung des Vitriolöls sprunghaft. Ende des achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts war dann der Höhepunkt des Vitriolölgewerbes in Sachsen erreicht. Starke Konkurrenz und günstigere Bedingungen in Böhmen und Preußen bewirkten in den Folgejahren einen Rückgang in Sachsen. Nach und nach ging die Herstellung der rauchenden Schwefelsäure zurück und kam schließlich um 1830 zu Erliegen.

Einziger Zeuge des längst vergangenen Gewerkes der Vitriolgewinnung ist die Vitriolhütte am Auer Weg. Der Sachverständige Prof. Dr. Wagenbreth von der Bergakademie in Freiberg befürwortete 1991 den Erhalt der verfallenen Hütte, obwohl in ihr keinerlei technische Einrichtung mehr vorhanden war. Die Hütte wurde unter Denkmalschutz gestellt. Mit Landesmitteln und mit Hilfe der Gemeinde Bockau, Handwerkern, ABM-Kräften und Heimatfreunden gelang es, die Vitriolhütte zu rekonstruieren. Nach Agricolas Skizzen wurden ein Brennofen und einige größere Keramikgefäße nachgebaut. Zum Tag des Denkmals 1996 konnte die Vitriolhütte mit einer feierlichen Weihe der Öffentlichkeit übergeben werden. Bockau besitzt damit den einzigen in Deutschland erhaltenen Sachzeugen dieser Art, wodurch der einst für den Ort so bedeutungsvolle Erwerbszweig der Vitriolherstellung vor dem Vergessen bewahrt wird.

(Quelle: Schriftenreihe der Magister Georg Körner Gesellschaft - Band 6 - 2003 und Wikipedia)

 

Und nun zum Cache: Es müssen keine Steine bewegt werden, bitte lasst die Mauern in Ruhe. Achtet auf Muggels und beachtet das Spoilerbild.

Additional Hints (Decrypt)

Nz Tryäaqre xevrpug rf fvpu orfbaqref thg.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)