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Naturschutzgebiet Sulzgrube EarthCache

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TeufelGizmo: Nach so vielen Jahren ist nun die Zeit gekommen, Platz zu machen für andere oder für neue Ideen.
Danke an alle Besucher dieses EarthCaches.
[}:)] TeufelGizmo

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Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

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Geocache Description:


Die Sulzgrube ist eines der ältesten Naturschutzgebiete im Kanton Basel-Landschaft. Sie liegt unterhalb vom Sulzkopf im Bann der Gemeinde Muttenz und verfügt über einen grossen Artenreichtum.

Nach der Stillegung des Steinbruchs im Jahre 1918 konnte sich hier ungestört ein wertvolles Lebensraum-Mosaik entwickeln, welches von den stellenweise noch sehr offenen Schutthalden über den lichten Föhren-Pionierwald bis hin zum dichten Gebüsch und geschlossenen Buchenwald reicht. Die Sulzgrube ist Lebensraum für unzählige Tierarten und über 200 verschiedene Pflanzenarten - viele davon sind bei uns selten oder in ihrem Bestand gefährdet. Damit die Sulzgrube nicht verbuscht und die wertvollen offenen Flächen vom Wald verdrängt werden, müssen diese regelmässig gemäht und ausgeholzt werden.

Die Landschaft im Blickfeld


Der Sulzkopf ist für seine Aussicht berühmt. Der Blick schweift über Muttenz und Basel bis weit in die Rheinebene hinein - und vom Blauen im Schwarzwald bis hin zu den fernen Vogesen. Der einmalige Ausblick inspirierte im Verlaufe der Jahrhunderte viele Maler und Fotografen. So ist eine eindrückliche Bilderreihe entstanden, welche die grossen Veränderungen in der Landschaft zeigt. Der Siedlungsraum hat sich stark ausgeweitet und die traditionelle und vielfältige Kulturlandschaft verdrängt. Umso wertvoller sind die Reste der noch verbliebenen naturnahen Lebensräume geworden: die Sulzgrube und die beiden von hier aus sichtbaren Muttenzer Naturschutzgebiete am Wartenberg und in der Rütihard-Rothallen.

Der Steinbruch: Stufe um Stufe


Der Steinbruch wurde im Jahre 1787 eröffnet. Über ein Jahrhundert lang wurden hier die Kalke des Hauptrogensteins abgebaut. Stufe um Stufe. So entstand die charakteristische treppenartige Terrassenlandschaft. Die massiven Kalke aus der Sulzgrube waren früher begehrte Bausteine. Viele Bauten in Basel sind damit erstellt worden. Mit der aufkommenden Betonbauweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand jedoch der bewährte Baustoff keine Verwendung mehr. Deshalb wurde die Sulzgrube im Jahre 1918 stillgelegt. Rasch wurde dieser vom Menschen nicht mit direkter Absicht geschaffene neue Lebensraum von der Natur zurückerobert - und reichhaltiger ausgestattet als zuvor!

Die Geologie unter der Lupe


Die Felswände des Steinbruchs erzählen Geschichte. Der Sulzkopf liegt am Nordrand des Gempenplateaus im Tafeljura. Die flachen Sediment-Tafeln aus Mergeln und Kalken sind bei der Absenkung des Rheingrabens mosaikartig in mehrere Schollen zerbrochen. Dabei enstanden tiefe Gräben und herausragende Horste, die durch die Erosion weiter zu Bergen und Tälern herausmodelliert wurden. Die Scholle des Sulzkopfes ist leicht nach Westen gekippt. Sie besteht aus den gut gebankten (geschichteten), weiss-beigen Kalken des Hauptrogensteins, welcher vor etwa 170 Millionen Jahren im seichten, warmen Jura-Meer abgelagert worden ist. Unter der Lupe betrachtet erkennt man schön gerundete, schalig aufgebaute Kalkkügelchen (Ooide), die durch Kalkablagerungen an winzigen Kalkschalenteilchen gebildet wurden. Die Ooide wurden früher für versteinerte Fischeier (Rogen) gehalten, was dem Gestein seinen Namen eintrug.
Geologische Karte Tafeljura südöstlich von Basel

Die Schutthalden: Bewegtes Gestein


Es ist erstaunlich, wie über Jahrzehnte hinweg die Schutthalden an den Terrassenböschungen offen geblieben und nur stellenweise mit Gebüschen bewachsen sind. Das liegt vor allem an der Steilheit der Böschungen und dem sehr beweglichen Gehängeschutt aus zerbrochenen, kantigen Kalksteinen. Die auftretenden Zug- und Scherkräfte beanspruchen das Wurzelwerk der Pflanzen sehr stark, was viele Arten nicht ertragen. Durch die Rutschvorgänge werden immer wieder frische offene Flächen geschaffen, welche zuerst von Pionierpflanzen, Moosen und Farnen besiedelt werden - mit der Zeit gesellen sich auch andere Arten dazu. Besonders häufig ist der Ruprechtsfarn, eine zierliche und leicht zu erkennende Farnart. An manchen Stellen kann man bereits Orchideen bewundern. Und vielleicht erhaschen Sie eine flinke Mauereidechse, die sich gerade auf einem warmen Stein ausruht.

Der Earthcache


Wie bei Earthcaches üblich muss für die Logfreigabe eine kleine Aufgabe gelöst werden und natürlich hoffe ich, dass Ihr Eure Logs mit Fotos von Euch und/oder Eurem GPS entweder vor dem Einblick in die Geologie oder vor der schönen Aussicht bereichert.

Hier nun die Aufgabe:
Bei den Koordinaten N47°30.161 E007°39.678 findet Ihr ein Schild und im Umkreis von ca. 10m um dieses Schild herum einen Einblick in die Geologie des Sulzkopfes (bitte passt auf Eure Kinder und Euch selbst auf, denn dort wo es tief runter geht, kann man auch tief fallen).

Bitte schickt mir eine Mail und nennt mir darin die Namen der Gesteinsschichten des Sulzkopfes und im Umkreis des Sulzkopfes.

Du kannst sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt.

Vergesst bitte nicht, Euren GC-Namen anzugeben und setzt den Haken bei "I want to send my email address along with this message", damit ich Euch bei Rückfragen kontaktieren kann.

Der Weg zum Sulzkopf


Ab Muttenz-Dorf gibt es einen beschriebenen Wanderweg der in ca. 30 Min. bis zur Sulzgrube und durch die Grube zum Aussichtspunkt Sulzkopf (und somit zum Final) führt.
Ausserdem gibt es auch einen Weg mit dem Auto. Parken kann man bei N47°30.082 E007°39.726

Was gibt es noch im Umkreis?


Wenn man einmal den Aufstieg geschafft hat, lohnt es sich auf jeden Fall, den Tradi Sulzchopf (GC205AW) mitzunehmen.
Und wer vom Wandern nicht genug hat, für den empfiehlt sich ein Besuch des Partner-Earthcache in Sichtweite: Muttenzer Rebberg (GC2TK23)

Ich wünsche Euch einen schönen Ausflug zum Sulzkopf!

Additional Hints (No hints available.)