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Herdengelhöhle

A cache by HerrFessor Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 05/01/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Geocaching kann gefährlich sein! Du trägst alle Risiken die aus der Suche nach einem Geocache enstehen.
Groundspeak, Inc. und der Owner dieses Caches können bei Schäden nicht belangt werden!

Bitte respektiere die Natur und nimm deinen Müll oder am Weg gefundenen mit und entsorge ihn artgerecht.


Der Cache ist von 1. Oktober bis 30. April deaktiviert, da die Höhle zu dieser Zeit wegen der Fledermäuse nicht betreten werden darf! Bitte respektiere das!
Logs werden in dieser Zeit NICHT angenommen!!!

Der Ötscher ist ein 1893 Meter hoher Berg und zählt zu den nördlichen Kalkalpen im südwestlichen Niederösterreich.
Die nördlichen Kalkalpen ziehen sich von Voralberg über Tirol, Salzburg, die nördliche Steiermark und Oberösterreich bis nach Niederösterreich, wo sie bis ans Wiener Becken heranreichen. Die Ausläufer bilden den Wienerwald, wodurch Wien auch einen Anteil an den nördlichen Kalkalpen hat.

Die Nördlichen Kalkalpen bestehen aus Kalk- und Dolomitgestein, sowie in den tieferen Lagen auch aus sandigen, mergeligen und schiefrigen Gesteinen. Dies ist bedingt durch die Entstehungsgeschichte der Alpen bis ins Paläogen (bis ca. 24 Millionen Jahre). Die nördlichen Kalkalpen bilden ein sogenanntes Deckengebirge, da sie vor etwa 100 Millionen Jahren bis 30 Millionen Jahren über die Zentralalpen auf die nördlich gelegene Molassezone und Flyschzone gehoben wurden. Heute dominieren vor allem die Kalke der Triaszeit, da die geologisch gesehen jüngeren Schichten abgetragen bzw. erodiert wurden.

Die Kalk- und Dolomitgesteine stammen aus der Trias durch Ablagerungen von Krustenfragmenten und anderen kalkhaltigen Fragmenten (z.B. von Schwämmen und Radiolaria) auf dem breiten Schelf des Tethys-Ozeans, welcher einen Weltumspannender Ozean mit zahlreichen Buchten darstellte.

Hier befinden wir uns an der Grenze zwischen den Lunzer und den Opponitzer Schichten. Die Lunzer Schichten stammen aus der Trias und Jura und die dominierenden Sedimente sind Quarzsandstein und Mergel.

In der Obertrias sank der Meeresspiegel und die Küsten wurden meerwärts geschoben, sodass es verstärkt zu Sedimentablagerungen kam (Lunzer Ereignis). Aus dieser Zeit stammen auch die Kohlen aus Lunz, allerdings sind diese Schichten nicht sehr mächtig. Der Bergbau wurde hier daher schon in den 50er Jahren eingestellt, da die Kohlen auch sehr weich sind und daher schnell verschwinden.

Die Lunzer Schichten sind nicht kalkig, sondern moorig und feucht. (Seit 20 Jahren gibt es ein "Narzissenprogramm", da diese Pflanzen sehr häufig sind)

Die Opponitz-Formation weist nicht nur geschichteten Kalk auf sondern meist auch mächtige Rauwackenhorizonte, die Gips und Anhydrit führen. Die Opponitzer Kalke bilden im Gegensatz zu den Lunzer Schichten meist steile, felsige Landschaften aus und überlagern die Lunzer Schichten.
Hier finden sich auch viele Meeresfossilien - die sogenannte "Lunzer Flora und Fauna". Dies sind Überreste aus der marinen Zeit dieses Gebiets. Es finden sich zahlreiche Ammoniten, aber auch Plesiosauria und andere marine Lebewesen aus der Trias und Jura.

Diese Höhle ist nach einem Bauern benannt und liegt in 780m Höhe im Opponitzer Kalk. Kalk ist "höhlenfreundlich", da er gelöst werden kann und Hohlräume entstehen.

Bei der Ablagerung von Algen (daher Algenkalk) im Meer, herrschen am Meeresgrund sauerstoffarme Gegebenheiten. Dadurch werden die Algen nicht vollständig zersetzt, sondern bilden im Laufen der Zeit Sedimentschichten aus, welche im Lauf der Jahrmillionen immer mächtiger werden. Dadurch sind die unteren Schichten immer größeren Drücken und Temperaturen ausgesetzt, wodurch die Biomasse aufgespalten und schließlich in Erdöl umgewandelt wird. Allerdings ist das gebundene Erdöl in den Opponitzer Kalken nicht für die Erdölgewinnung geeignet, da der Energieaufwand größer wäre, als die Energie, die das Erdöl liefern würde.

Erforschung der Höhle: Es war lange nicht bekannt, dass hier Fossilien sind, bis ein Student eine Dissertation geschrieben hat (hat zwei Quadranten aufgegraben).
Ab einer Tiefe von 1,5m hat er die ersten Fossilien entdeckt, allerdings waren das nur kleine Splitter. Ab einer Tiefe von 1,8 m war eine tatsächliche Fundsituation, durch welche die Höhle berühmt geworden ist. Ab 1983 hat die Universität Wien Grabungen durchgeführt (unter Prof. Rabeder) und eine Tiefe von 8,6m freigelegt.

Weiter oben finden sich auch Fossilien von Murmeltieren aus jüngerer Zeit (~ 25 000 Jahre) und haben nichts mit der tatsächlichen Höhlenbären-Fundsituation zu tun. (Murmeltiere graben ihre Bauten auch in Höhlen, wenn es draußen zu kalt ist.)

aus Frank, C; Rabeder, G: Herdengelhöhle taxa and datings.

Die Schichtung zeigt deutlich, dass sich eine Sinterschicht zwischen den Fossilien befindet. Diese wurde auf ein Alter von 110 000 Jahren datiert. Das bedeutet in diesem Zeitraum gab es keine Höhlenbären, da sich sonst die Sinterschicht nicht hätte bilden können - Sie stellt sozusagen eine Zäsur in der Fundsituation dar.

Die Fossilien wurden danach mit der C14-Methode datiert (Verhältnis zwischen 12C:14C). Dadurch ergab sich eine Zeitspanne von 110 000 - 35 000 Jahre für das erste Knochenlager (jüngeres) und eine Zeitspanne von 135 000 - 110 000 Jahre für das zweite Knochenlager (ältere) - dazwischen liegt die Sinterschicht. (Allerdings sind diese Daten mit Messfehlern belastet und sind Richtwerte.)

Die Beifauna stellen Höhlenlöwe, Höhlenwolf und Murmeltier dar.

Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, beantworte folgende Fragen und schick mir deine Ergebnisse über mein Profil oder direkt an HerrFessor@gmail.com:

1. Mit welcher Methode kann man Fossilien datieren?

2. Betrete die Höhle und finde heraus wieviele Ein-/Ausgänge sie hat. Wie könnten sie entstanden sein?

3. Nimm dir am Höhleneingang zwei kleine Stücke des Gesteins, schlage sie aneinander und rieche daran. Wonach riecht das und wie glaubst du ist dieser Geruch entstanden?

Ich freue mich natürlich auch über ein Foto von dir bei der Höhle.

Du darfst den Cache sofort loggen und musst nicht auf meine Antwort warten. Sollten die Fragen nicht richtig beantwortet worden sein, nehme ich mit dir Kontakt auf.

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