Bei unseren Spaziergängen kommen wir oft hier an dieser
Wallhecke vorbei. Der Weg heißt Landwehr Weg, das war
schon immer so. Eine Erklärung habe ich dafür leider
auch nicht. Wenn jemand etwas weiß lasse ich die Infos
noch in die Beschreibung eingehen.
Nun zum Cache: Ihr müsst mal in der Wallhecke
umherlaufen. Ich würde dann bei einer Eiche halt machen
und mich mal umsehen.
Bitte die Dose wieder so verklemmen wie ihr es
vorgefunden habt.
Viel Spass beim Suchen
Das 13. und 14. Jahrhundert war nach dem Verfall der
kaiserlichen Zentralgewalt durch Raub- und Fehdezüge
gekennzeichnet. Jeder kämpfte gegen jeden. Das Raubrittertum war an
der Tagesordnung. Aus diesem Grunde suchten nicht nur Edelherren,
geistliche Herren und Städte, sondern auch das Landvolk sich zu
schützen. Daher entstanden überall auf dem Land zum Schutz der
Bauern entsprechende Landwehren. An der Außenseite und zwischen den
Wällen waren Wassergräben. Besonders tief waren sie an der
Außenseite. Die Verteidigungskraft lag haupt- sächlich in der
Bepflanzung der Wälle, die dann letztendlich so dicht wurden, dass
weder Mensch noch Tier durchdringen konnte. Als Bewuchs wählte man
Eiche, Esche, Hainbuche, Pappel, Weide oder Haselnuss. In ca. 1 m
Höhe wurden die Stämme gekappt, so dass die vielen neuen Triebe
nach unten gebogen werden konnten, um ihrerseits wieder Wurzeln zu
schlagen. Alles wurde dann zusätzlich noch miteinander verflochten
und dazwischen dorniges Unterholz wie Brombeeren, Weiß- und
Schwarzdorn oder Heckenrosen gepflanzt. Die Schwachpunkte waren
natürlich die Straßen- und Wegedurchgänge, die mit Schlagbaum oder
Heck gesichert wurden, aber immer wieder Gefahrenpunkte
darstellten. Die Bedienung des Schlagbaums übernahm ein in der Nähe
wohnender Bauer oder Kötter.
Quelle: Spurensuche im Münsterland 8
Danke an Eusebius für diese Info