Diese Serie soll sich mit dem wunderschönen Reuthener Landschaftspark befassen, welcher dem Pückler - Park in nichts nachsteht.
Zur Geschichte
Die Anfänge des Parks gehen auf die Anlage eines Nonnenklosters aus dem 16. Jahrhundert zurück.
1873 - Hermann Killisch von Horn erwirbt das Rittergut und beschließt den Park erheblich zu erweitern. Wie Pückler, welcher sein großes Vorbild zu sein scheint, sammelt Hermann Killisch von Horn auf seinen Reisen Erfahrungen und Ideen für die Gestaltung eines Lanschaftsparkes. Ihm gefällt der Gedanke, die Landschaft nicht nur zu bewundern, sondern sie nach eigenen Vorstellungen zu formen.
Bereits 1854 - beauftragte Killisch von Horn den Gartengestalter Wilhelm Perring seinen Privatpark, den heutigen Bürgerpark in Berlin-Pankow, im Stil der italienischen Renaissance anzulegen.
Aber der sogenannte englische Garten hatte es Killisch von Horn besonders angetan. Er betrachtete Landschaftsgärtnerei als eine Kunst und wünscht sich eine freie Landschaft, wobei die Natur in den Vordergrund gerückt, die Hand des Gärtners hingegen eine untergeordnete Rolle spielt.
Wie der Mensch, so ist ein Park, jeder in seiner Art einmalig und er verändert sich ständig.
Ein wesentlicher Gestaltungsaspekt im Reuthener Landschaftspark ist die Raumfolge. Auch wurden einige Skulpturen, die das Naturleben sowie Begebenheiten der Menschheitsgeschichte veranschaulichen sollen, aufgestellt.


Das Mausoleum wurde im Auftrag des damaligen Rittergutbesitzers Hermann Killisch von Horn in der Zeit von 1883 - 1887 erbaut. Zu seiner eigendlich gedachten Funktion als Toten- oder Trauerhalle wurde es jedoch später nie benutzt. Den Zweiten Weltkrieg überstand dieser prächtige Bau in großen Teilen unversehrt, die nachfolgende Zeit leider nicht. Es war ein sakraler Rechteckbau von unglaublicher Schönheit, der dem gesamten Areal mit den anderen Gebäuden und vor allem den Park die Krone aufsetzte.
Die Stufen des eigendlich als Familiengruft der Berliner Familie Killisch von Horn gedachten Mausoleums hinauf waren aus Granit gefertigt. An beiden Seiten vor den tiefroten Marmorsäulen, die mit 10-Spännern einzeln aus Italien angeliefert wurden und nur von drei Männern umfasst werden konnten, standen Feuerschalen auf Sandsteinsäulen. Auf der Eingangsebene befanden sich zwei vermeintliche Bänke, die aber für Kränze und Gebinde gedacht waren. Die massive Eichentür maß vier Meter Höhe und war allein schon ein Kunstwerk. Das Dachgeschoss wurde von zwölf Säulen gestützt und bot einen halbrunden Säulengang. Auf dem begehbaren Dach befand sich eine Kupferkuppel auf einem Sandsteinkranz mit Bullaugen. Über allem leuchtete ein Kreuz. Der Keller bestand aus drei Gewölben, wo eigendlich die Familienmitglieder beigesetzt werden sollten. Wie massiv und gut das Haus gebaut war, zeigt die nötige Anstrengung bei der Zerstörung 1968, die auf Druck der Kreis- und Bezirksleitung schließlich zähneknirschend vom Gemeinderat beschlossen werden mußte. Denn der Bau war keineswegs baufäällig, wie vorgegeben. Insgesamt waren drei Sprengungen nötig. Den Marmor und die Granittreppen holten sich vor allem der Steinmetz für Grabsteine. Die Klinker, die sich viele für weitere Baumaßnahmen erhofften, waren jedoch so gut gemauert, dass nur sehr wenige genutzt werden konnten.
Weitere Cache´s dieser Serie sind:
Der Reuthener Park - Bonus
Der Reuthener Park - Die schlafende Nymphe
Der Reuthener Park - Der Pavillon
Der Reuthener Park - Der Apostelstein
Wir hoffen, dass euch dieser Park genauso verzaubert wie uns.
Hinweis für "Der Reuthener Park - Bonus" im Cache!
Quelle: http://www.reuthen.de/index.htm
Die Lausitzer Wölfe