WEINHEIM 1668 "TORE, TÜRME UND PFORTEN TEIL 2" -
Die Preß gemacht
Eine Runde um die Weinheimer Stadtbefestigungen
STAGE 1:
Wir starten den zweiten Teil des Rundganges um die Weinheimer Stadtbefestigungen bei
N 49° 32.676, E 008° 40.283
Hier steht der “Alte Turm”, so wie er im Gutachten von 1504 zu den Weinheimer Stadtbefestigungen auch genannt wird.
Heute heißt er schlicht der “Blaue Hut”. Diesen Namen verdankt er seinem Schieferdach, das, als es noch neu war, einen blauen Schimmer hatte. Er gehört zu den ältesten Teilen der Stadtbefestigungen . Er hat einen halbkreisförmigen Grundriß, wobei die flache Seite, wie beim Hexenturm, zur Stadt hin gewandt ist. Ursprünglich besaß er ein Dach, das dem heutigen entsprach, aber wesentlich steiler war. Wie man sehen kann, wenn man davor steht, ist der Turm aus zweierlei Mauerwerk gebaut. Der obere Teil ist neuer und unterscheidet sich deutlich von der Basis. Der Eingang des Turmes war über den Wehrgang der Stadtmauer in ca. 9m Höhe zu erreichen. In der Vergangenheit wurde dieser Turm als Gefängnis genutzt. Im Inneren hatte er Stockwerke, die aus Holz waren und nicht durch Treppen verbunden wurden. Um von Stockwerk zu Stockwerk zu gelangen, musste man sich einer Leiter bedienen, die dann ins jeweils nächste Stockwerk nachgezogen wurde. Das Verließ war an der Basis des Turms und die Häftlinge wurden mit dem Seil hinuntergelassen, wo sie dann ihre Haftzeit verbüßen mussten. Am Turm ist eine Tafel angebracht; lest dort ab, wie tief unten das Verließ war. Diese Zahl ist A.
STAGE 2: N 49° 32. 7 (A/2) 0 , E 008° 40. (A/4) 1 (A/4)
Das Obertor ist das einzige erhaltene Stadttor Weinheims. Das Gebäude besitzt einen rechteckigen Grundriß, das Tor selbst ist spitzbogig. Früher war es höher, denn über dem Tor befanden sich noch drei Stockwerke. Als 1598 das Tor in das Schloß mit einbezogen wurde, beseitigte man das oberste Stockwerk und erneuete die anderen mit schwächeren Mauern und Fenstern. So bekam es dann im wesentlichen sein heutiges Aussehen. Das Tor ist nach Südwesten ausgerichtet und wenn man es durchschreitet, fällt einem vielleicht auf, daß die Strasse hier einen Knick nach Osten macht. Dadurch konnte ein Feind, der das Tor genommen hatte, nicht den Marktplatz beschießen und musste sich erst noch an den anderen Gebäuden, die hinter dem Tor lagen, vorbei seinen Weg in die Stadt erkämpfen. Auch das Nieder- und das Bronntor waren in dieser Weise angelegt. Im Laufe der Geschichte wurde das Obertor schon von so mancher geschichtsträchtigen Person durchschritten oder durchritten. Es waren dies unter anderem der spanische General Cordova, der kaiserliche Feldherr Tilly, der Marschall Ottavio Piccolomini, der französische Marschall Turenne und der schwedische König Gustav Adolf, die während des 30- jährigen Krieges in Weinheim weilten. Später kamen unter anderem noch der englische Feldherr John Churchill Marlborough, der Schriftsteller Honoré de Balzac und Zar Alexander hinzu. Viele dieser Personen prägten Weinheim bis in die heutige Zeit. Verlasse das Tor Richtung Südwesten, dann schau in die Richtung, aus der Du gekommen bist. Wieviele Balkone hat das Tor auf dieser Seite? Diese Zahl ist B.
STAGE 3: N 49° 32. 7 (A*9) , E 008.40. 1 (B+A*11)
Der Turm ohne Namen bildete die Südwestecke der Verteidigungsanlagen Weinheims. Er hatte einen runden Querschnitt und war mit Schießscharten versehen. Er rührt aus der Zeit, in der die Weinheimer Neustadt angelegt wurde. Der Bau kann nur grob auf das 13. oder frühe 14. Jahrhundert datiert werden. Er ist heute nicht mehr zu sehen, da er, beziehungsweise Teile von ihm, in die Kellerei der pfalzgräflichen Herrschaft mit einbezogen wurden, die als Aufbewahrungsort für die Naturalzinsen diente. An dieser Stelle erhebt sich heute der Schlossturm. An der Westseite ist ein Erker, der eine Jahreszahl zeigt. Die Quersumme der ersten zwei Ziffern ergibt die Zahl C.
STAGE 4: N 49° 32. A (C-A) (C-A+B) , E 008° 40. B (A-B) (C/3)
“Der Nuwe Thorn” oder auch der Rote Turm. Dieser Turm hebt sich architektonisch von den anderen Türmen Weinheims ab. Er ist gekennzeichnet durch einen Kranz von Spitzbögen, die seinen Bau am Anfang des 14. Jahrhunderts vermuten lassen. In seinem Inneren führt eine Wendeltreppe vier Stockwerke nach oben. Die einzelnen Räume haben als Gefängniszellen gedient. Sein Eingang lag früher in Höhe der Brustwehr, heute befindet er sich am Fuße des Turms, allerdings kann man den vermauerten Eingangsbogen noch in luftiger Höhe erkennen. In alten Darstellungen trägt der Turm ein hölzernes Zeltdach, heute hingegen bildet eine mehreckige Pyramide die Spitze. Angeblich ist der Turm nach Westen geneigt, was so mancher Delinquent zur Flucht mit dem Seil nutzte, indem er sich jenseits der Stadtmauer hinunterließ. An dieser Stelle wurde auf Befehl Napoleons ein Durchbruch in der Stadtmauer geschaffen, durch den heute die Rote Turmstrasse führt. Wieviele vergitterte Fenster sind über der Eingangstüre zu sehen? Diese Zahl ist D
STAGE 5: N 49° 3 B. (C-B)(A+D-C)(C-D+B) , E 008° 40. B C A
In den Jahren 1664 und 1665, es waren wieder einmal reichlich unsichere Zeiten, da die relative Nähe zu Frankreich die Kurpfalz immer wieder zum Kriegsschauplatz werden ließ, hatte eine kleine Garnison von ca. 50 Soldaten in Weinheim ihr Lager aufgeschlagen. Um die Stadt sinnvoll verteidigen zu können forderten sie, daß die Stadt Weinheim die 1645 geschossene Preß (Bresche) in der Stadtmauer wieder schließen sollte, was letztendlich die Summe von 500 Gulden kostete und 1668 vollendet war. An dieser Stelle ist an einem Haus eine Tafel mit Inschrift eingelassen, auf der die Namen der Männer verewigt sind, die diese Maßnahme veranlasst hatten. Die Anzahl der Buchstaben des gemeinsamen Vornamens der Männer, die hier aufgelistet sind, ergeben die Zahl E.
Finale: N 49° 3 (E/2). (A/B) (D-B) (A-E) , E 008° 4 (C+B-D-A).(E-D) (A-E) (C-A)
Die Erstausstattung besteht aus einem Logbuch, der FTF- Urkunde und einem Stift. Im Logbuch stehen die Bonuszeichen für den Bonus der Serie.
Bis ans Finale mit Kinderwagen zu machen.