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Thermalquellen Längenfeld EarthCache

This cache has been archived.

Blue Savina: Am Ort des Earthcaches beginnen mit dem Bau eines Steinschlagschutzwalls die Vorbereitungen zum Bau des Naturparkhauses, welches erst in ~2 Jahren fertig gestellt sein wird. Im Rahmen der Ausstellung des Naturparkhauses wird man sich zukünftig sicherlich besser als heute über die Thermalquellen informieren können. Vielleicht kann der EC dann ja in ähnlicher Form wieder erstellt werden.

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Hidden : 7/16/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:




Längenfeld ist nichterstseit dem Bau eines kommerziellen Thermalbades für seine Thermalquellen bekannt, sondern hat eine hunderte Jahre alte Thermalwasser-Geschichte vorzuweisen.

An diesem Ort kann man das aus über 1.800 m Tiefe austretende Schwefel-Heilwasser riechen, trinken oder auch mitnehmen (sofern der Wasserhahn nicht gerade abgestellt ist)
Im Zentrum einer Steinspirale steht ein riesigen Granatamphibolit, hier sprudelt das Thermalwasser.
Unweit der Spirale finden sich die Therme II und das alte Naturbadl.


Geschichte der Längenfelder Thermalquellen

Die wohltuende und heilende Wirkung der Längenfelder Thermal- und Heilquellen wurde schon sehr früh von den Bewohnern des Tales erkannt. Ein einfaches "Bauernbadl" wurde errichtet. Obwohl die Gäste hier nur wenig Bequemlichkeit und Komfort erwarten konnten, lockte das Naturbadl Besucher auch aus Regionen ausserhalb der Grenzen des Landes.

Im Jahre 1830 wurde das Thermalwasser erstmals wissenschaftlich untersucht. Professor Karpe schrieb:
"Bei Längenfeld im Ötztal quillt ein mit schwefeligem Wasserstoffgas geschwängertes Wasser, welches wohl das reinste unter den bisher bekannten Quellen sein dürfte."

Bis 1875 stand an der Schwefelquelle nur das Bauernbadl. Die Quelle trat unter einem Felsvorsprung hervor. Darauf stand eine kleine Kapelle. Zusätzlich gab es ein hölzernes Badgehäuse mit Wannenhaus und einigen Zimmern. In eingemauerten Kesseln ausserhalb der Hütte wurde das Wasser für die Wannen erwärmt.
Im November 1875 brannten alle Gebäude bis auf die Grundmauern ab.

Im Jahr 1893 erbauten Pioniere des Fremdenverkehrs in Längenfeld das Kurbad. Geplant wurde das Gebäude vom Berliner Architekten Wilhelm Walter im Stile eines deutschen Renaissancebaues.
Das Hotel wurde von heimischen Meistern dem ländlichen Bild angepasst und in den folgenden Jahren ständig erweitert und erneuert. Es etablierte sich ein Kurbetrieb, bei dem u.a. Sole- und Moorbäder, Kneipp-Behandlungen und Milchkuren angeboten wurden. Ein Entwässerungsprojekt liess die Quelle in den 1960er Jahren versiegen. Das Kurbad wurde 1976 geschlossen und schliesslich 1980 abgerissen. Die Bezeichnung Bad Längenfeld wurde aufgegeben.

1986 beschloss man nur wenige Jahre später, die Badetradition wieder zu beleben und die Quelle wieder zu erschliessen. Dies sollte ein schwieriges Unterfangen werden. Erste Probebohrungen von 20, 120 und 900 Meter blieben erfolglos.
Erst mit einer Bohrung auf über 1800 Meter Tiefe konnten die Quellen 1997 nach elf Jahren erschlossen werden, als man auf 68°C heisses Wasser stieß. Zunächst wurde das Schwefelwasser, welches als Heilwasser anerkannt wurde, in einem neuen Naturbadl mit zwei kleinen Becken am Ortsrand genutzt.
Seit der Eröffnung des Aqua Domes im Jahre 2004 werden 90 Prozent des Quellwassers heute direkt in das neue Thermalbad geleitet und dort fast allen Becken beigemischt.
Das (trockene) Naturbadl findet ihr in unmittelbarer Nähe dieses Earthcaches (siehe Additional Waypoints).



Geologisches zum Längenfelder Thermalwasser

Thermalquellen oder Thermen sind Quellen, welche signifikant wärmer sind als das Grundwasser, üblicherweise ab einer Temperatur von 20°C.
Die Ursache für die erhöhte Wassertemperatur ist das Vordringen des Wassers in tiefere Bereiche der Erdkruste. Das dortige Gestein hat eine höhere Temperatur und heizt das Wasser auf. Im Mittel nimmt die Erdtemperatur um etwa 3°C pro 100 Meter zu.
Das Längenfelder Thermalwasser rinnt von den Gletschern der Ötztaler und Stubaier Alpen auf ca. 3000 Meter Höhe durch das Gestein hinab. In einer Tiefe von mehr als 1800 Metern erwärmt es sich auf eine Basistemperatur von ca. 68°C, beim Austritt hat das Wasser immer noch eine Temperatur von bis zu 40°C.
Das Wasser der Quelle tritt selbsttätig zu Tage mit einer 
Schüttung von 3-5 l/s, es handelt sich um eine sogenannte artesische Quelle. Das Wasser muss also nicht an die Oberfläche gepumpt werden. Alleine der Druck unter dem das Wasser steht reicht aus, um die Höhendifferenz bis zur Erdoberfläche zu überwinden. Für diesen Druckaufbau ist eine deutlich höhere Lage des Einzugsgebietes, sowie eine wasserundurchlässige Schicht über der wasserführenden Gesteinsschicht nötig.
Eine Isotopenuntersuchung hat ergeben, dass das Wasser ca. 2500 bis 3000 Jahre durch verschiedene Gesteinsschichten hindurch fliesst. Charakteristische Arten im Ötztal sind Paragneis und Granitgneis, Hornblenden und Glimmerschiefer. Dabei reichert sich das Wasser auch mit Mineralstoffen an. Hauptsächlich sind dies hier Natrium, Calcium, Hydrogencarbonat, Chlorid und Sulfat. Im Wasser ist zudem Schwefelwasserstoff vorhanden, mehr als 1 mg/L davon sind im Thermalwasser gelöst.
Die Schwefelquelle entspringt einer Kluft einer in den Gneis eingebundenen Amphibolitlage. Amphibolit ist ein mittel- bis grobkörniges metamorphes Gestein, das hauptsächlich aus Hornblende und Plagioklas besteht. Auch Epidot, Biotit, Granat und Chlorit können enthalten sein. Der Amphibolitzug, welcher das Ötztal zwischen Längenfeld und Sölden überquert, ist von besonderer Mächtigkeit und Ausdehnung und zeichnet sich durch die Vielfalt seiner Gesteinsarten aus. Der freie Schwefelwasserstoff stammt aus Pyritvorkommen in Erzschlieren des Kristallins, er ist örtlich lithologisch eingebunden.



Loggen des Caches

Zum Loggen des Caches beantworte bitte folgende Fragen an der Steinspirale bzw. der Therme II (siehe Wegpunkte):

1.
Im Zentrum der Steinspirale steht ein riesiger Granatamphibolit, hier könnt ihr Thermalwasser entnehmen. Riecht oder schmeckt das Wasser! Beschreibt den Geruch bzw. Geschmack und überlegt, was dafür verantwortlich ist. Wenn der Wasserhahn gerade abgestellt ist: Welcher typische Thermalwasser-Geruch könnte auch hier vorkommen?
2. Wie viele Millionen Jahre ist der Granatamphibolit alt? 
3. Wie ist die genaue Endteufe (Tiefe) der Therme II in Metern?
4. Das Wasser kommt teilweise von Gletschern in ca. 3000m Höhe ü.NN. Messt eure Höhe ü.NN. mit dem GPS.
Ermittelt den Höhenunterschied, den das Wasser von den Gletschern bis zur Endteufe an der Therme zurückgelegt hat. (Ihr benötigt für die Berechnung den Wert aus Frage 3, sowie beide Werte aus dieser Fragestellung!)
5. Optional könnt ihr gerne ein Foto von euch oder eurem GPS an der Steinspirale oder dem alten Badl machen.


Schickt uns bitte die Antworten über die Kontaktfunktion auf geocaching.com (HIER). Ihr könnt danach direkt loggen. Wenn etwas nicht stimmt, melden wir uns bei euch.
Bitte in den Logs keine Hinweise auf die Antworten. Danke!





Längenfeld is well-known for its thermal waters for hundreds of years, not only since the opening of the new thermal spa.
At the cache site you can taste and smell the thermal water, that comes from a depth of more than 1800m.


To log this cache please answer the following questions at the spiral and the thermal spring II (see add. waypoints):

1. In the centre of the spiral you see a large amphibolite. Here you have access to the thermal water. Describe the taste or the smell of the water. What is responsible for this?
2. What is the age of the amphibolite?
3. What is the final depth of the borehole (Endteufe) of the thermal spring?
4. The thermal water comes from glaciers at an absolute altitude of about 3000m. What is the local absolute altitude at the cache site? With this value calculate the diference in altitude between the glaciers and the final depth of the borehole, that the water has to cover. (to calculate you need the absolute altitude of the glaciers, the cachesite and the final depth of the borehole)
5. Optional please take a foto of yourself or your GPSr at the spiral.

Additional Hints (No hints available.)