
Auf ihrer Streife durch die Rochauer Heide berichtete der in Schöna stationierte Hilfsjäger Mucko seinem Begleiter, dem Gendarmen Bolle aus Torgau, wie hier auf dem Colpiener Revier am AB.CD.EFGH noch ein Auerhahn erlegt werden konnte. Die Auerhahnjagd war zu kursächsischen Zeiten Privileg der sächsischen Könige sowie höchsten Fürsten und ausschließlich ihnen vorbehalten. Da Gendarm Bolle kaum glauben mochte, dass es in der Rochauer Heide noch immer Auerhähne gab, konnte Mucko ihm an der angegebenen Position einen alten Zeitungsausschnitt als Beleg seiner Aussage vorlegen. Diesen holte er aus einem Versteck an am Fuße einer großen Kiefer.
In der Rochauer Heide gab es zu jener Zeit tatsächlich noch einen Balzplatz an dem sich mitunter noch 10 Auerhähne einfanden. Der Bestand für die 1880er Jahre wurde noch mit 15 bis 30 Auerhühnern angegeben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es heut, im Jahre 2011, noch Auerwild in der Rochauer Heide gibt. Da diese Tiere aber sehr scheu sind, ist es nicht ganz auszuschließen auch wenn die letzte Beobachteung vom 14.10.1998 schon bald wieder dreizehn Jahre zurückliegt.
Und als Mucko und Bolle AGH Meter in westlicher Richtung gegangen waren, sahen sie bei 51°49,BCD’N 013°29,[A+E]GH‘E tatsächlich einen balzenden Auerhahn, doch auf einmal krachte ein Schuss. Bergt das Geschoss, doch werdet nicht selber Opfer des Wilderers, denn der Schuss des Wilderers hatte genau getroffen.
