Oberförster Dannenberg war gerade mit seinem
Dienstpferd im Revier unterwegs und hatte seinen Arbeitern auf der
Waldwiese bei den angegebenen Koordinaten einen Besuch beim Heu
machen abgestattet. Das Heu sollte für den Winter eingelagert
werden, um an die Wildtiere zu verfüttern und auch sein Dienstpferd
musste über den Winter versorgt werden.
Da Mittag schon lange durch war, suchte er sich einhundert Meter
entfernt unter einer kräftigen Kiefer ein schattiges Plätzchen, um
Vesper zu machen und sich für einen Moment vom anstrengenden Ritt
durch die Heide auszuruhen.
Der alte Große der von seinem Versteck aus mitbekommen hatte, dass
auf der Wiese Leute bei der Arbeit waren, ging zu den ihm bekannten
Arbeitern und erkundigte sich nach diesem und jenem, um zu erfahren
was in den letzten Jahren so alles passiert war.
Einer der Arbeiter gab ihm aber zu verstehen, dass der Oberförster
in Richtung Nordnordwest ganz in der Nähe saß und Pause machte. Das
kam dem Alten Große gar recht und ging spornstreichs zum
Oberförster. Als dieser ihn nach Name und Begehr fragte, antwortete
er dreist, er sei der Große aus Drehne und wollte sich nur
vorstellen, dass er aus dem Gefängnis zurück sei. Die
Wildschießerei ginge also nun wieder los. Da fuhr der Oberförster
aus der Haut und drohte dem Alten ihn sofort wieder zurück ins
Kittchen zu bringen. Wutentbrannt schwang sich der Oberförster auf
sein Pferd und verschwand. In der Eile ließ er sein Notizbuch der
Kiefer liegen.