s war einmal ein junger Prinz mit Namen Adrian, der lebte in einem kleinen Land. Die Bürger des Landes waren zwar nicht gerade bettelarm, aber auch nicht sonderlich reich. Der König war’s zufrieden und ließ jeden nach seiner Fasson leben. Der Prinz aber war unglücklich, er wollte gern mehr erreichen für sich und sein Land. Also versammelte er seine Freunde Christian, Maximilian, Anton und Ferdinand um sich und beriet sich mit ihnen, was zu tun sei.
Christian hatte von einem Schatz erfahren, den ein alter Zauberer in einer Höhle im dunklen Wald hortete. Da es dem Prinzen um eine gute Sache zu tun sei, und der Zauberer nichts mit dem Schatz anzufangen wisse als ihn tagein, tagaus anzusehen und mit den Händen zu streicheln, könnten sie doch zu ihm reiten und ihn fragen, ob er ihnen etwas davon abgeben wolle, um damit ihr Land voranzubringen.
Rasch stimmten die anderen in diesen Vorschlag ein. Am nächsten Mittag trafen Sie sich wieder und ritten so schnell sie konnten der Sonne davon. Damit beginnt die Geschichte um den Schatz.
Nach wenigen Tagesritten erreichten die Fünf die Höhle des Zauberers und brachten ihr Anliegen vor. Der Alte aber ward zornig ob der jungen, gutgekleideten Herren und ihres unverschämten Begehrs. Zwei seiner langen dürren Finger erhoben, beugte er sich langsam zum Prinzen vor, formte gehässig grinsend mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis vor dessen Nase und sagte: »Schau her, kleiner Adelsmann, genau so viel bekommst Du!«
Traurig zogen die Freunde wieder von dannen. Doch kaum war die Höhle außer Sicht, da packte den Prinzen der Zorn. Er sprang von seinem Pferd und sagte, lieber wolle er zum Dieb werden, als mit leeren Händen heimzukehren. Der geizige Alte verdiene seinen Schatz nicht. Grimmig stimmten die anderen ihm zu. Sie versteckten sich in der Nähe und warteten, bis der Zauberer seine Höhle verließ. Dann schlichen sie sich hinein und stahlen den Schatz.
Der Zauberer aber kam ihnen auf die Schliche und verfluchte den Prinzen: Solange er den Schatz besitze, solle er niemals glücklich werden und niemanden finden, der ihn liebe.
Adrian aber ignorierte diese Worte. Sobald er heimgekehrt war, tat der Fluch jedoch seine Wirkung. Die Wirtschaft erblühte zwar und den Bürgern ging es immer besser – doch gleichzeitig schien es, als hätte das Volk den Prinzen in Acht und Bann getan. Voller Groll über so viel Undankbarkeit wurde er zynisch und zog sich in sein Turmzimmer zurück. Nur ab und an schaute er aus dem Fenster auf das bunte Treiben drunten.
Im neunten Jahr jedoch ereignete sich etwas. Er schaute hinaus und erblickte sie – die Eine. Sogleich war er unsterblich in sie verliebt. Doch sie sah ihn nicht.
Verzweifelt rief er seine Freunde zusammen, aber auch sie ignorierten ihn. Fünf mal schickte er Boten zu ihnen, dann erst erschien Christian, der Treueste, auf seiner Schwelle. Ungeduldig mit den Füßen scharrend, hörte er sich an, was Adrian zu sagen hatte. Am Ende packte ihn das schlechte Gewissen, war es doch damals seine Idee gewesen, zum Zauberer zu reiten. Er trommelte seine Kameraden zusammen, und gemeinsam überlegten sie, wie sie den Schatz los werden könnten. Sie wussten, dass der Fluch jeden von ihnen dazu bringen würde, alles zu tun, um ihn zurückzubekommen, wenn sie ihn einfach aus der Hand gäben. Es müsste so geschehen, dass keiner von ihnen wüsste, wo der ganze Schatz sei.
Wieder war es Christian, der die entscheidende Idee hatte, und genauso machten sie es: Sie teilten den Schatz unter sich auf und ritten dem Sonnenaufgang entgegen. Eine Woche und einen Tag waren sie gemeinsam unterwegs. Als sie schließlich auf eine einsame Lichtung inmitten eines fremden Waldes kamen, trennten sie sich. Der Prinz blieb wo er war während seine Freunde in alle vier Himmelsrichtungen davonritten. Adrian wartete, bis er sicher war, dass die anderen ihn nicht mehr sehen konnten, dann suchte er ein geeignetes Versteck für seinen Schatz, verstaute ihn sorgfältig und machte sich auf den Heimweg. Seine Freunde, da war er sicher, würden es genauso machen. Der Schatz wäre verschollen, der Fluch gebrochen.
Der Zauberer erzürnte, sowie er davon erfuhr, und schickte einen neunköpfigen Drachen zur Hauptstadt des kleinen Landes. Der Prinz zog seine beste Rüstung an und stellte sich ihm zum Kampf. Tapfer schlug er auf den Lindwurm ein, doch ohne Hilfe war es aussichtslos, ihn zu besiegen. Da eilten seine vier Freunde herbei, um ihm zu helfen und nach kurzer Zeit erschien noch ein weiterer, vollständig vermummte Ritter. Gemeinsam gelang es ihnen, die Bestie zu besiegen.
Überglücklich strömten die Bürger herbei, umringten ihre Helden und feierten ein großes Fest. Der König verteilte Medaillen an jeden der sechs tapferen Kämpfer. Als er schließlich zu dem unbekannten Ritter kam, fragte er ihn, wer er sei. Da nahm »er« seinen Helm ab, und siehe: Es war die Eine! Seit langem unglücklich in den Prinzen verliebt, war sie zur Hilfe geeilt, sobald sie von der Gefahr gehört hatte.
Prinz und Prinzessin fielen einander in die Arme, und das Volk brach in Jubel aus als der König die baldige Hochzeit verkündete.
Und der Schatz? Nun, wenn er nicht gemuggelt wurde, könnt ihr ihn noch heute finden.
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Jakob_Lilly_Theo
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P.S.
Wir danken Jörg Büsching für seine Unterstützung mit diesem Text.