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Alte Ansichten No.3 Traditional Cache

This cache has been archived.

jokama: Und weg is er! Schön war's. Danke.

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Hidden : 8/17/2011
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


So sah Liestal vor gut 113 Jahren aus!!

Vor 113 Jahren wurde im Gebiet des Heidenlochs ein Abschnitt der römischen Wasserleitung entdeckt und freigelegt. Denn die Römer von Augusta Raurica tranken nicht etwa Wasser aus dem Violabach oder gar aus den Rhein! Nein, nur das Wasser aus Lausen war ihnen gut genug. Das ist heute nicht viel anders: Auch wir trinken Wasser aus Vals, Evian, San Pellegrino oder sonst wo her.

Die Versorgung mit Frischwasser hatte für die Städte der Römer grundlegende Bedeutung. Vielerorts im römischen Reich wurden entsprechend aufwendig Wasserleitungen, kunstvolle Aquädukte oder kilometerlange Tunnels gebaut. Die römische Wasserleitung, welche die römische Koloniestadt Augusta Raurica mit Wasser aus dem Baselbieter Hinterland versorgte, begann an der Ergolz unterhalb Lausen und mündete nach 6,5 km im südlichen Stadtgelände von Augusta Raurica, wo das Wasser offenbar in Zisternen gespeichert und mehrheitlich über Holzleitungen an die Brunnen, Bäder, Toiletten und Privathäuser der Stadt verteilt wurde.

Die Geschichte der Leitung ist erst in groben Zügen bekannt. Das "längste römische Bauwerk der Schweiz" dürfte schon im früheren 1. Jahrhundert gebaut worden sein und funktionierte wohl bis ins 3. Jahrhundert, der Zeit des Niedergangs der alten Koloniestadt. Doch damit verschwand das beeindruckende Bauwerk nicht einfach von der Bildfläche. Noch der Basler Chronist Christian Wurstisen erkannte in seiner "Bassler Chronick" von 1580 "das sehr lang Gewölb ... welches innwendig Mannshöhe hat" und "gewißlich auch ein Römisch Werck gewesen" sei. Seit 1898 und bis heute ist die Leitung immer wieder Ziel archäologischer Grabungen.

Den Bau bewerkstelligten hervorragende Spezialisten. Der 90 cm breite Kanal verlief auf der ganzen Strecke unterirdisch und war mannshoch überwölbt. An mehreren Stellen musste der rutschgefährdete Untergrund vorgängig untersucht und durch zusätzliche Fundamente und Sickerpackungen abgesichert werden. Die auf einem 40 cm hohen Fundament ruhenden, sehr sorgfältig ausgefugten Seitenwände waren rund 60 cm dick, etwa 1,35 m hoch und trugen das auf einem Lehrgerüst errichtete Gewölbe. Von diesem Gerüst zeugen verschiedentlich im Mörtel konservierte Abdrücke von Schalbrettern. Das Innere des Kanals war bis auf eine Höhe von 80 cm mit einem mehrschichtigen, in acht Arbeitsschritten aufgetragenen Mörtel wasserdicht ausgekleidet. Die ausgeklügelte Mischung aus ungelöschtem Kalk, Ziegelschrot und weiteren Zusätzen führte zu einem Zement, der modernem Portlandzement nahekommt und darüber hinaus sogar die Fähigkeit besass, feinere Risse selbst zu "heilen". Im Jahre 2002 wurde ein Zugangsstollen entdeckt, über den die Leitung gewartet werden konnte.

Die Leitung weist über ihre ganze Länge einen Höhenunterschied von lediglich 10 m auf, was einem Gefälle von 1,5 Promille entspricht. Aus den vorhandenen Daten wurde eine Fliessgeschwindigkeit von gut 300 Litern pro Sekunde bzw. rund 1000 Kubikmetern Wasser pro Stunde errechnet. Bei einer angenommenen Höchstzahl von 20'000 Einwohnern in Augusta Raurica hätten so jedem Bewohner 1200 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung gestanden!

Qulle: Archäologie Baselland

und: Flyer Wasserleitung

Additional Hints (Decrypt)

Qvr Güe mhz Pnpur jveq frvg Wnuera va Yvrfgny uretrfgryyg.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)