Stadtmauer-Weinberg
Eine "Stadtmauer" gehört zur Befestigungsanlage einer Stadt und ist
die Weiterentwicklung der Palisaden im Mittelalter. Eine reine
"Stadtmauer" ist nur eine Umfriedung. Meistens sind viele Wehrtürme
und Stadttore mit Türmen zur Verteidigung vorhanden. Die Mauerkrone
war oft begehbar oder enthielt zusätzliche Abwehreinrichtungen wie
z.B. dort gelagerte Rollsteine, die beim Werfen von Seilen zur
Erstürmung der Mauer herabrollten und den Angreifer an seinem
Vorhaben hinderten. Von außen wurde die "Stadtmauer" durch einen
Wallgraben, meist mit Dornenhecken bepflanzt sowie einem Wallgang
zum Schutz vor Angreifern ergänzt. Im gesamten Innenbereich einer
"Stadtmauer" befindet sich der Ronde Steig, einem Weg, der den
Wachen zu Patrouillengängen diente.
Urkundlich erwähnt wird die Prenzlauer "Stadtmauer" erstmalig 1287,
als deren Bau ihre Genehmigung fand. Sie muß jedoch 1270, wenigstens an der Westseite,
bereits fertig gewesen sein.
Hier westlich vom Steintor wurden die Wälle zur Errichtung eines
Weinberges und Lustgartens bis hinunter zum See in Anspruch
genommen. Die Anpflanzung des Walles und Anlage des oberen Fußweges
vom Kurgarten bis zur Wasserpforte geschah 1885, und es entstanden
somit die Prenzlauer Alpen, mit ihrem Poetensteig
(1905).
Quellen:
www.prenzlau-smb.de
-
"Die Prenzlauer Straßen und ihre Geschichte", Alfred Hinrichs,
maschinenschriftliche Aufzeichnungen, 1954
-
"Stadtgeschichte und Daten über Prenzlau", 1985-1989
(maschinenschriftlich)
Viel Spass beim Finden.
Gruss
Mullte.