Dahme-Wanderweg in Wildau
Ich habe mich aus zweierlei Gründen entschieden hier einen Cache zu legen. Zum Einen um an die Schrecken des Zweiten Weltkrieges zu erinnern, die auch um Wildau und seine Schwerindustrie keinen Bogen gemacht haben. Und zum Anderen, um euch einen wunderschönen Wanderweg entlang des jetzigen Dahmeufers zu zeigen.
Zuerst ein paar Angaben zu den Geschehnissen in Wildau um den 08.03.1944 Das Schwartzkopff-Werk und die Wohnkolonie in Wildau lagen ideal in der Dahme-Niederung zwischen Hoherlehme und Niederlehme für Luftangriffe. Die Hallendächer waren hellblau gestrichen, so sollten bei Nachtangriffen, wenn "Weihnachtsbäume" zur Markierung für Bombenwürfe gesetzt wurden, Wasserflächen vortäuschen werden. Zur Ablenkung waren im Dahme-Flussbereich, im Zeuthener See und im Krossinsee Holzflöße verankert, auf denen Stahlplatten in Kreuzform befestigt waren. Diese Einrichtungen sollten die feindlichen Flugradargeräte irritieren. Was auch zum Teil funktionierte, denn der Angriff am 08.03. erzielte glücklicherweise nicht seine volle Wirkung und ein Großteil der Bomben ging in die heutigen Dahmewiesen nieder wo nur geringer Schaden entstand. Dadurch wurde das Gebiet an welchem ihr entlang wandern werdet überflutet und zu einer Art Sumpflandschaft. Zum Teil wurden die Dahme-Wiesen in den letzten Jahrzehnten durch Kanäle wieder trocken gelegt und können wieder landwirtschaftlich genutzt werden.
Und nun ein paar Worte zum Wanderweg auf dem ihr zum Teil wandern werdet. Am 06.08.2008 wurde der Wanderweg durch den Bürgermeister Herrn Dr. Malich in Anwesenheit der regionalen Pressevertreter eröffnet. Der Weg führt vorbei an den ausgedehnten Wiesen, die vom letzten in Wildau verbliebenden aktiven Bauern, Siegfried Behnke, bewirtschaftet und erhalten werden. Dieser Wanderweg ist nur ein Teilstück eines Gesamtprojekts. Er führt nun auch nördlich über den Stichkanal hinaus in Richtung Zeuthen. Die Gesamtstrecke des Wanderweges beträgt ca. 3,5 km, die aber für den Cache nicht zurück gelegt werden müssen.

Nun zum Cache:
Der Cache ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen, die Wegstrecke beträgt ca. 3 km und ist nicht großartig anspruchsvoll. Allerdings sollte das eventuell benutzte Fahrrad kein Rennrad sein, auch das zu tragende Schuhwerk sollte mit Nässe klar kommen, da besonders nach feuchtem Wetter der Weg teilweise aufgeweicht sein kann. Die Hinweise sind alle ohne großen Aufwand zu erreichen. Nur am Finale gilt es etwas abseits des Weges zu suchen, ansonsten müssen die Wege nicht verlassen werden. Mückenspray sollte zu eurer Ausrüstung gehören. Für den Erst-, Zweit- und Drittfinder ist jeweils eine Urkunde vorhanden, die mitgenommen werden darf. Nun bleibt mir nur noch euch viel Erfolg zu wünschen.
Der Rückweg zum Parkplatz geht am schnellsten von Station 5 aus zu N52°18.945 E013°38.120 und dann rechts abbiegen.