Im stillen Gedenken Traditional Cache
Obelodalix: leider erfolgte hier keine Reaktion seitens des Owners. Da hier seit längerer Zeit kein Cache findbar ist und der Owner nicht reagiert bleibt mir keine andere Möglichkeit als dieses Listing zu archivieren.
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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in our disclaimer.
Ein kleiner CACHE am Friedhof. Natürlich muß der Friedhof selber nicht betreten, die Natur umgegraben oder zerrupft werden um den Cache zu heben. Anbei ein paar Informationen zur Geschichte des Jüdischen Friedhofes in Raesfeld. Der Weg ist für Autos bedingt geeignet. Parken z.b. bei
51°46'36.00"N 6°51'5.02"E
Viel Spaß beim loggen
Zwischen dem Schreiben des Fürstbischofs an den Reichsgrafen von Velen zu Raesfeld im Jahr 1683, dass er gewillt sei, die dort ansässigen Juden weiterhin zu dulden, und dem Schreiben der Geheimen Staatspolizei an den Landrat in Borken 1942 über die "Evakuierung" der Juden aus dem Kreis liegen mehr als 250 Jahre.
Beide Schreiben aus Münster, das aus der Fürstbischöflichen Stadt und das aus der "Gauhauptstadt", bildeten den Anfang und das Ende der jüdischen Gemeinde in Raesfeld. An die jüdische Gemeinde Raesfelds erinnert noch heute der stille Friedhof, das "Haus der Ewigkeit", in einem kleinen Waldstück im Brook.
Die grauen Grabsteine mit den verwitterten, hebräischen Inschriften und tiefen Narben der Schändung während einer Winternacht 1939/40 sind stumme Zeugen der früheren Existenz der jüdischen Gemeinde.
Bis ins 19. Jahrhundert war der christliche Begräbnisplatz der Kirchhof, der Platz um die Pfarrkirche.
"Der jüdische Friedhof dagegen lag stets außerhalb des Dorfes oder vor der Stadtmauer", so Historiker und Heimatforscher Adalbert Friedrich, der vor Jahren sein Buch "Die jüdische Gemeinde von Raesfeld" veröffentlicht hat. Die Juden hatten es nicht leicht als kleine Minderheit, ein Stück Land für die Bestattung ihrer Toten zu bekommen. Der christliche Friedhof spiegelte die ständische Gesellschaftsordnung wider und bekundete meist deutlich die soziale Rangordnung.
Der jüdische Friedhof dagegen war für die Ewigkeit angelegt - ein Sinnbild der Gleichheit im Tod und vor Gott.
Der jüdische Friedhof war traditionell sehr einfach gehalten. Sein einziger Schmuck waren die Grabsteine. Eine Grabpflege war bei den Juden nicht üblich. Laut Schenkungsvertrag vom 9. Juni 1721 des Reichsgrafen und Schlossherrn Alexander- Otto von Velen diente ein Grundstück südlich vom Schloss, an einem Fuhrweg gelegen, den Juden in Raesfeld als erste Begräbnisstätte. Gemäß einer Verfügung des Landrates kaufte Handelsmann Levi Rosenheim, Vorsteher der jüdischen Gemeinde, im Jahr 1860 von der politischen Gemeinde Raesfeld eine Heidefläche im Brook.
Dieses Grundstück, 1840 Quadratmeter groß, wurde der neue Friedhof der Raesfelder jüdischen Gemeinde. Der kleine, alte Friedhof am Hause Vorholt-Schoopstall auf dem Hamborg war mehr und mehr mit Wildwuchs besetzt. Die Fläche, auf der kein Grabstein mehr stand und keine Gräber mehr zu erkennen waren, hat Landwirt Vorholt später gekauft.
Den jetzigen jüdischen Friedhof im Brook - am Wirtschaftsweg "Im Pölleken" - unterhält und pflegt seit mehr als vier Jahrzehnten die politische Gemeinde.
Eigentümer ist der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Westfalens.
Auf einigen Grabsteinen sind folgende Namen zu lesen: Sarah Rosenbaum, Julia Schwarz, Sophia Lebenstein, Rosa Elkan, Josef Schwarz, Regina Elkan, Julia Schwarz und Johanna Rosenbaum.
Von 1960 bis 1995 pflegten und unterhielten nachstehende Personen den jüdischen Friedhof: Gerhard Ebbert, Franz Tünte, Martin Löchteken und Josef Süthold.
Seit 1996 zeichnet Bernhard Brockmann verantwortlich, der im Jahr etwa 100 Stunden für Pflege der Anlage und Gräber im Brook aufbringt und zurzeit das Eingangstor restauriert.
Jährlich prüft ein "Beauftragter des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe", ob die Ruhestätte gepflegt ist. Autor: Hermann Tünte
Additional Hints
(Decrypt)
Onax
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