
Der Teichturm von Radstadt wird auch Gardeturm genannt, er bildet
einen Teil der Befestigungsanlage der Stadt. Der Turm wurde nach
einem gescheiterten Bauernaufstand errichtet. Heute hat die
Stadtkapelle ihren Proberaum im Turm untergebracht.
Die ersten Bewohner des Gebietes rund um Radstadt waren die Kelten,
die sich im 4. Jahrhundert vor Christus niederließen. Nach den
Kelten nahmen die Römer Radstadt in Besitz. Durch die Region
Radstadt führte auch die damals wichtigste Verbindungsstraße von
Aquileia nach Salzburg. Im 7. Jahrhundert ließen sich die Bayern in
der Region nieder, und ab diesem Zeitpunkt begann die eigentliche
Geschichte dieser Stadtgemeinde. Aus welchem Kulturkreis sich die
Namensgebung entwickelte ist bis heute unklar. Am 27. Juli 1289
erhielt Radstadt unter Erzbischof Rudolf von Hohenegg das
Stadtrecht. Durch die geographisch ideale Lage und seiner
strategischen Wichtigkeit genoss Radstadt einige Freiheiten und
Privilegien. In den Jahren 1731 und 1732 waren 3.000 Protestanten
gezwungen, auf Grund des Emigrationsediktes auszuwandern. Zwischen
den Jahren 1365 bis 1865 wurde die Stadt insgesamt von fünf
schweren Feuern heimgesucht. Bei diesen Brandkatastrophen vielen
zahlreiche historische Bauwerke dem Flammenmeer zum Opfer. Der
Schusterturm, eine spätgotische Lichtsäule, ist das einzige Relikt,
das die Flammen dieser Zeit überstanden
hat.