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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
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"Franziskus und der Wolf" ist ein europaweit einzigartiges Kunstwerk, das für den geplanten Franziskusweg vom Bolivianer Fernando Crespo geschaffen wurde. Die biblische Szene "Franziskus und der Wolf" bezeugen die christliche Identität und die tiefe Verwurzelung der Franziskaner in Tieschen, erklärte Pater Terentius. Für das Kunsrund wurden 4 Tonnen Alteisen zu einer neun Meter hohen Franziskusstatue und einer drei Meter hohen Wölfin verarbeitet. Die Statue ist Ausgangspunkt für den geplanten Sonnengesangsweges mit verschiedenen Stationen in der Marktgemeinde Tieschen. Zur Geschichte: Der Wolf von Gubbio (Über die Verwandlung von Gewalt) Die Anschläge auf das World Trade Center und auf das amerikanische Verteidigungsministerium haben uns in erschreckender Weise vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit leben, in der neue Trennungslinien und Feindbilder entstehen, die Hass und Gewalt hervorbringen. Frieden und Versöhnung in einer von Gewalt geprägten Gesellschaft waren eines der zentralen Anliegen von Franziskus. Das Wesen franziskanischer Gewaltlosigkeit und Friedensarbeit zeigt sich beispielhaft in der Legende vom Wolf von Gubbio. Anhand dieser Geschichte möchte ich ein paar Anregungen für unser eigenes Verhalten entwickeln. “Der Wolf von Gubbio” Etwas wunderbares, was des rühmenden Andenkens würdig ist, geschah bei der Stadt Gubbio. Da gab es nämlich zu Lebzeiten des seligen Vaters Franz in der Umgebung der Stadt einen Wolf von schrecklicher Größe. In seinem Hunger war er von grimmiger Wildheit, und verschlang nicht nur Tiere, sondern auch Männer und Frauen, so dass sich niemand mehr getraute, unbewaffnet die Stadtmauern zu verlassen. Eine solche Panik hatte alle befallen, dass sich trotz der Waffen kaum einer sicher fühlte, wenn er über das Weichbild der Stadt hinaus gehen musste. Der selige Franz, der gerade nach Gubbio kam, empfand Mitleid mit den Leuten und beschloss, dem Wolf entgegenzutreten. Die Bürger sprachen zu ihm: “Hüte dich, Bruder Franz, über das Stadttor hinauszugehen: der Wolf, der schon viele gefressen hat, wird dich jämmerlich töten.” Der heilige Franz aber setzte seine Hoffnung auf den Herrn Jesus Christus, und so schritt er, nicht mit Schild und Helm gewappnet, sondern unter dem Schutze des heiligen Kreuzzeichens, mit einem Gefährten vor das Stadttor und ging ohne Furcht dem Wolf entgegen. Und siehe, angesichts der vielen Menschen, die von erhöhten Orten aus zuschauten, rannte der schreckliche Wolf mit offenem Rachen auf den heiligen Franz und seinen Gefährten zu. Der selige Vater aber machte über diesen das Zeichen des Kreuzes, und die göttliche Kraft, die von ihm wie von dem Gefährten ausging, zähmte den Wolf: er hielt plötzlich inne und der schaurig aufgesperrte Rachen schloss sich. Franz rief ihn her und sprach: “Komm zu mir, Bruder Wolf! Im Namen Christi befehle ich dir, weder mir noch sonst jemandem einen Harm zu tun!” Und wunderbar, auf das Kreuzzeichen hin schloss das Untier den wilden Rachen, und wie der Heilige ihm geboten, kam es gesenkten Kopfes heran und legte sich gleich einem Lamm zu seinen Füßen. Wie er so vor ihm dalag, sprach der heilige Franz: “Bruder Wolf, du richtest viel Schaden in dieser Gegend an und hast schlimme Übeltaten verbrochen, da du Gottes Geschöpfe erbarmungslos umgebracht hast. Und nicht nur Tiere tötest du, sondern, was noch schlimmer ist, du wagst es, Menschen, nach Gottes Bilde geschaffen, umzubringen und zu verschlingen! Darum verdienst du, dass man dich als Räuber und bösen Mörder einem schrecklichen Tod überliefert. Alle klagen mit Recht über dich und sind dir böse, und die ganze Gegend ist dir feind. Aber jetzt, Bruder Wolf, will ich zwischen dir und den Leuten Frieden stiften. Es darf keinem mehr ein Leid von dir geschehen, und sie sollen dir alle vergangenen Missetaten erlassen, und weder Menschen noch Hunde sollen dich weiter verfolgen.” Da gab der Wolf zu erkennen, dass er auf den Vorschlag einging, worauf der Heilige mit seiner Rede fortfuhr: “Weil du damit einverstanden bist, diesen Frieden zu schließen, verspreche ich dir: Ich will dir, solange du lebst, durch die Leute dieser Gegend deine tägliche Kost verschaffen. Du wirst keinen Hunger mehr leiden müssen; denn ich weiß sehr wohl, du tust alles Schlimme nur vom Hunger getrieben. Aber du musst mir versprechen, dass du nie wieder einem Tier oder Menschen ein Leid zufügst. Versprichst du das?” Der Wolf gab durch Kopfnicken deutlich zu erkennen, dass er einverstanden sei, und legte dem heiligen Franz zum Zeichen seiner Treue seine Tatze in die Hand. Da versprachen alle Versammelten mit lautem Zuruf, sie wollten fortan den Wolf ernähren. Und der Wolf lebte noch einige Jahre und ließ sich von Tür zu Tür die Nahrung geben, ohne jemand ein Leid zu tun; und auch die Leute taten ihm nichts und fütterten ihn freundlich. Und sonderbar, nie bellte ein Hund gegen ihn. - Zu Lob und Ehren des Herrn Jesus Christus.
Additional Hints
(Decrypt)
orvz Jbys uvagra erpugf