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Das Sühnekreuz zu Oehna Traditional Cache

This cache has been archived.

Susi Sonnenschein: Hallo forgottenrunner,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit sonnigen Grüßen

Susi Sonnenschein
(Volunteer Geocaching.com Reviewer)

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Hidden : 8/31/2011
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Das Sühnekreuz zu Oehna

Dieser Cache ist Teil der Serie „Sühnekreuze,Mordsteine und Kreuzsteine in und um Bautzen“  und soll  dem interessierten Cacher Hintergrundfakten zu diesen oft unbeachteten Kleindenkmalen nahezubringen.
Ihr findet das Sühnekreuz zu Oehna an einem Pfad im Wald unweit des Rundweges um den Bautzener Stausee. Es bietet sich also an, den Cache auf einer Fahrrad-oder Wandertour zu heben.
( Die nähere Umgebung ist ja für Cacher sehr ergiebig :-))
Das Kreuz selbst ist problemlos mit Fahrrad und Kinderwagen zu erreichen, der Cache selbst liegt im umgebenden Gehölz.

In meiner Kinderzeit befand sich das Steinkreuz freistehend in einer großen Kirschplantage am Steilhang über der Spree, die heute jedoch völlig verwuchert ist.
Mit dem Bau und der Flutung des Stausee verschwand auch der größte Teil der doch recht imposanten Steilwand.

Leider wurde das Steinkreuz in der Vergangenheit mit Farbe übergossen und zugemüllt. Ich habe in Vorbereitung des Caches das Kreuz ein wenig vom umgebenden Unrat und Unkraut befreit.
 
Bei den Koordinaten N 51°12.052 , E 014°26.937 findet Ihr noch die Überreste eines Großsteingrabes bzw. einer Kultstätte.

Zur Herkunft des Sühnekreuzes habe ich folgende Geschichte gefunden:
 
Bei Oehna, da, wo das hohe rechte Spreeufer zur Niederung abfällt, steht das bekannte Kreuz mit einem eingehauenen Beil . Hieran knüpft sich die oft berichtete Sage. Um das Jahr 1840 hat der Müller von Oehna seinem Gesellen die Begebenheit folgendermaßen erzählt: "Ein früherer Mühlenbesitzer in Oehna hatte drei Söhne, von welchen nach des Vaters Tode jeder die Mühle haben wollte. Da sie sich nicht einigen konnten, beschlossen sie, demjenigen Bruder die Mühle zu überlassen, der einen Sack Weizen von der Mühle aus ohne auszuruhen den Berg hinauf bis zu dem Punkte tragen würde, wo man die Turmspitze der Petrikirche sehen kann. Der eine Bruder war sehr stark, er hatte den Plan ersonnen, und seine Brüder mußten nachgeben. Diese waren von schwächlicher Leibesbeschaffenheit und wußten im vorraus, daß ihr Bruder die Mühle gewinnen würde. Um das zu vereiteln, mischten sie Sand unter den Weizen, damit der Sack schwerer würde. Trotzdem trug der Starke seine Bürde mit Leichtigkeit den Berg hinauf. Als die zwei Brüder sahen, daß nur noch wenige Schritte bis zum Ziele fehlten, faßte der eine den Plan, der Sache ein Ende zu machen und schnitt mit seinem Messer den Ledergurt, den der Starke um den Leib geschnallt hatte, entzwei. Durch den plötzlichen Ruck stürzte der Sackträger, er starb und verlor die Mühle. Die beiden Missetäter wurden hingerichtet." (aus: Sühnekreuze und Kreuzsteine von Johanna Naumann 1909)
 

Allgemeine Informationen zu Sühnekreuzen und Mordsteinen
Sühnekreuze sind mittelalterliche Steinkreuze. Der wahre Aufstellungsgrund ist nur von den wenigsten bekannt. Sicher ist nur, dass ein Großteil zwischen dem 13. Jahrhundert und der Zeit um 1530 aufgestellt wurde. Die meisten von ihnen stehen im Zusammenhang mit Totschlagsdelikten, bei den wenigsten ist jedoch der unmittelbare Anlass schriftlich bezeugt oder es lassen sich überlieferte Sühneverträge nicht mit Sicherheit einem erhaltenen Steinkreuz zuordnen. Oftmals sind bei diesen Steinkreuzen Waffen eingeritzt, die als Mordwerkzeuge gedeutet werden. Wurde jemand im Streit oder anderweitig ohne Absicht getötet, musste der Schuldige mit der Familie des Opfers einig werden. Es wurden zwischen beiden Parteien privatrechtliche Sühneverträge abgeschlossen.
Der geistesgeschichtliche Hintergrund ist der, dass in katholischer Zeit die Vorübergehenden angehalten werden sollten, Fürbittgebete für den ohne Sterbesakramente zu Tode gekommenen zu halten. Deswegen gibt es in evangelischen Gegenden schlagartig etwa ab 1530 keine Steinkreuzsetzungen mehr. Gleichermaßen wichtig ist jedoch die Einführung der Peinlichen Halsgerichtsordnung, der so genannten Carolina durch Karl V. im Jahre 1532. Damit wurden die privatrechtlichen Sühneverträge durch ein landesherrliches Gerichtswesen abgelöst. Auch dies ist durch das plötzliche Aussetzen der Sühneverträge in den frühneuzeitlichen Akten gut nachvollziehbar.
Beide Dinge gemeinsam - die Einführung der Reformation in den entsprechenden Gegenden und die Einführung der Carolina hatten zur Folge, dass künftig keine Sühnekreuze mehr gesetzt wurden. Jüngere Steinkreuze in katholischen Gegenden können durchaus noch dem mittelalterlichen Fürbittgedanken folgen; in evangelischen Gebieten handelt es sich aber nunmehr um einfache Gedenksteine (Nach Mord, Totschlag, Unfall, Pest usw.), die allerdings wesentlich seltener gesetzt wurden.
Ab 1300 soll es deshalb üblich gewesen sein, am Tatort oder dort wo es die Angehörigen wünschten, ein steinernes "Sühnekreuz" aufzustellen. Es sind Oberpfälzer und sächsische Sühneverträge erhalten geblieben, in denen ausdrücklich die Setzung eines Sühnekreuzes vereinbart wird.
Es ist sicher falsch, von den Steinkreuzen generell als "Sühnekreuzen" zu reden. Sie konnten auch von Angehörigen nach einem tödlichen Unfall - oder wie in Zittau im Jahre 1392 schriftlich bezeugt - als Dank für eine mildtätige Stiftung eines Kuttenberger Bürgers zur Ausbesserung einer gebirgsüberschreitenden Fernstraße nach Gabel gesetzt werden.
Man glaubt aber auch, dass einige als Grenzzeichen, Richtungsweiser, Freisteine, Pestkreuze oder als Gerichtskreuze dienten. Über interessante und merkwürdige Zusammenhänge zwischen Steinkreuzen und anderen weltlichen und kirchlichen Denkmälern schreibt Karl Bedal in einer 1986 erschienen Schrift. Trotz verschiedener Meinungen und intensiver archivarischer Forschungen umgibt diese groben und massigen Kreuze aber immer noch ein Hauch des Geheimnisvollen und Rätselhaften.
Steinkreuze wurden früher dort aufgestellt, wo ein Totschlag oder ein Unfall geschah. Das Steinkreuz diente dem Gedenken an den Toten. Gebete sollten dem Verblichenen helfen, das Fegefeuer schnell zu überwinden bzw. gar nicht erst mit diesem in Berührung zu kommen.
Bei Mord regelte das Strafgericht wie die Familie des Mörders für die Beerdigung und die Hinterbliebenenversorgung aufkommen musste (weltlicher Komplex) und wie dem Totengedächtnis mit Seelenmessen, Wallfahrten und Aufstellen eines Steinkreuzes (Sühnekreuz) entsprochen werden sollte (kirchlicher Komplex).
Das Sühnekreuz musste in diesem Fall von der Familie des Mörders selbst aus einem Stein gefertigt und gesetzt werden.

Besonders bedanken möchte ich mich bei den  Administratoren von sühnekreuz.de (visit link) sowie bei doppeld für die Genehmigung der Verwendung von Texten,Daten und Bildern.

Zum Cache:

Der Cache befindet sich im Umfeld des Sühnekreuzes.Aufgrund des GPS-Springens im Wald habe ich ein Spoilerbild beigefügt.Ändert bitte nichts am Aussehen, Lage und Tarnung des Caches!

Hinweis: Achtet bitte wegen des nahen Steilufers und kleiner verwachsener Steinbrüche auf Eure Kinder!!!

Update 13.11.2013: Leider macht sich in letzter Zeit auch in unserer Region die Unsitte der Kurzlogs ( z.B. Einwortlog bzw. Smileylog) in den Logbüchern breit. Da ich als Owner , der doch einige Zeit und Aufwand in das Legen dieses Caches investiert hat, dies nur bis zu einem gewissen Punkt toleriere,werde ich solche (Kurz)-Logs ohne weiteren Kommentar löschen.

Update 13.03.2014 : Irgendein Spassvogel oder Besserverstecker (Hotte?) oder Dose-nichtgefunden-dehalb-eigene-Dose-Leger hat wohl in unmittelbarer Nähe zu meinem Dosenversteck eine Filmdose mit Logbuch in einem alten Kirschbaum plaziert(sh.Foto). Dies ist nicht der Cache!!!
Der richtige Cache befindet sich in Bodennähe!

Additional Hints (Decrypt)

Vpu truöer qn avpug erva!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)