Traditionelles Handwerk im x4tel Traditional Cache
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Traditionelles Handwerk im x4tel
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Es handelt sich um einen Nano in greifbarer Nähe! Ein gutes Auge
ist gefragt!
Dieser Cache führt euch zu einem Ort im Kreuzviertel, an dem noch
ein sehr traditionelles Handwerk ausgeübt wird – der
Geigenbau. Zum Herstellen von Geigen werden jahrhundertalte
Handwerkstechniken genutzt. Rund 500 Arbeitsgänge werden für den
Bau einer Geige benötigt und dieser dauert meißt bis zu 3 Monaten.
Bei besonders guten Instrumenten kann es aber auch weit länger
dauern. Seit Mitte der 80er Jahre ist der Geigenbauer Volker Bley
hier ansässig und bereits 1982 berichtete die Ruhr Nachrichten
folgendermaßen über ihn: „Rumpelkopp“ baut wieder
Geigen - „Eine „gläserne“ Werkstatt wird am
heutigen Samstag im Dortmunder Kreuzviertel eröffnet. Im September
hat Volker Bley mit der Einrichtung seiner Geigenbauer-Werkstatt am
Neuen Graben, Ecke Weisbachstraße begonnen, und schon während
dieser Zeit kam es vor, dass jemand die Ladentür aufriß,
„Spitze“ in den Raum rief und verschwand. Eine schönere
Ermunterung kann sich Volker Bley für sein Experiment nicht
wünschen: Experiment, weil er seinen Job beim Dortmunder
Kindertheater an den Nagel gehängt hat und neben der vielen Arbeit
in Laden und Werkstatt noch für die Meisterprüfung büffelt. Der
Geigenbauer Volker Bley erfüllt sich hiermit einen langgehegten
Traum, der durch eine Allergie (gegen Ebenholzstaub) viele Jahre
unmöglich schien. Vor 20 Jahren (von 1962 bis 1964) war er Schüler
der Geigenbauschule in Mittenwald. Anschließemd besuchte er viele
europäische Museen, fotografierte und zeichnete historische
Instrumente. In einer eigenen Werkstatt in Stuttgart fertigte er
ungewöhniche Instrumente, z.B. Trommeln mit Saiten. Doch die
Allergie zwang ihn, sich nach einer anderen Tätigkeit umzusehen.
Als Lehrbeauftragter an der Universität Marburg entdeckte er durch
die Inszenierung von zwei Theatergruppen seine Liebe zu diesem
Metier. Vier Jahre Kindertheater in Dortmund folgten. Als
Rumpelkopp hat er manch kleinen Besucher zum Lachen gebracht. Von
seiner Allergie geheilt, schmiedete er Pläne, zum Geigenbau
zurückzukehren. Sein Laden entstand in Eigenarbeit: Schwarz
lasierte Holzregale bilden den noblen Rahmen für die ausgestellten
Musikinstrumente. Die Werkstatt schließt sich nahtlos an.
Vorübergehende Passanten haben den Blick frei auf seine Hobelbank.
Hier entsteht bald seine Meistertgeige, die in der knapp bemessenen
Zeit von nur vier Wochen gearbeitet werden muß. Volker Bley wird im
nächsten Jahr als einziger Geigenbauer in Nordrhein-Westfalen seine
Meisterprüfung ablegen. Für den Geigenbau benötigt Bley
verschiedene Hölzer: Ahorn für den Korpus, Fichte für den Deckel
und Ebenholz für das Griffbrett. Das Holz ist kostbar, bedenkt man,
dass die Bäume mindestens 80 Jahre alt und gerade gewachsen sein
müssen. Erst nach einer Lagerung von 20 - 40 Jahren verarbeiten
Geigenbauer dieses Holz zu Instrumenten. Das Ebenholz aus Afrika
ist so rar, dass es wie Silber und auch zu fast denselben Preisen
grammweise gehandelt wird. acht bis zwölf Lackschichten geben den
handgearbeiteten Geigen ihren unnachahmlichen Glanz. Alle Lacke
kocht Volker Bley aus Naturharzen selbst auf, ob Myrrhe aus den
Anden, Mastix aus Griechenland oder die wohlriechende Benzoe aus
Siam. Zum Färben wird „Drachenblut“ verwandt. Der
„Duft“ einer Geige sei wichtig, beteuert der
Geigenbauer, ein Musiker liebe sein Instrument, er müsse es gern
fühlen und gut riechen können. Verständlich, dass ein berühmter
Kollege seinen „Hundedreck“ seit Jahrzehnten hütet:
Dieser Harz ist zwar sehr selten und kostbar, doch macht sein
Geruch dem Namen alle Ehre. Bei der Werkstatt-Eröffnung bestimmen
Musik und eine Aquarell-Ausstellung seines Freundes Klaus Meister
den Tag. Für die nahe Zukunft hat Volker Bley einige Workshops
geplant: Kurse für türkische Musik, Irish Fiddle und Anregungen für
Lehrer, mit einfachen Materialien Instrumente zu bauen.“
Additional Hints
(No hints available.)
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