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Sage Nr. 3: Der rote Wyssenbacher Traditional Cache

This cache has been archived.

Clean-Air: English version below:

Hallo Cacheowner

Dieser Cache wird archiviert, weil er schon lange deaktiviert ist und keine Wartung durchgeführt wurde.

Gruss
Clean-Air / Cache Reaper

ACHTUNG: Bei Rückfragen wende dich nicht an Clean-Air, sondern an den Reviewer, der den Cache publiziert hat.

Hi cacheowner

This cache is archived because it has been deactivated for a long time and no maintenance has been done.

Best regards
Clean-Air / Cache Reaper

Note: If you have any questions, don’t contact Clean-Air but the Reviewer who has published your cache.

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Hidden : 9/15/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Die Serie
Dieser Cache ist Teil einer Serie rund um die Freiämter Sagen. Die Orte bei den Caches spielen in den einzelnen Sagen eine wichtige Rolle.

Die Sage: Der rote Wyssenbacher
Auf dem waldigen Lindenberg lag einst das Schongauerbad, das man auch hin und wieder als Guggibad ansprach, weil man weit herum «guggen» konnte oder weil auch hier der teuflische Gugger rachsüchtig hauste. Andere Leute wussten aber eher vom Wyssenbacherbad zu berichten und bekreuzigten sich beim Namen des Wyssenbachers. Fromme Frauen plauderten aber lieber andächtig vom Elfjungfernbrunnen, der hier oben entsprungen sei.

Auf der Lindenberghöhe, man weiss nicht mehr genau wo, hatte der rote Wyssenbach seinen Herrensitz. Er muss ein steinreicher Mann gewesen sein, der allen Lüsten frönte und dann zur Strafe für sein ausschweifendes Leben mit einem grausigen Aussatz bestraft wurde. Kein Heilbad, weder Arzt noch Wunderdoktor konnten ihm helfen, es war kein Heilkräutlein für ihn gewachsen. Alle Leute der Umgebung mieden ihn, keine Dienstmagd, kein Knecht wollten auf seinem verschrienen Herrensitz dienen.

Von der ganzen Umwelt geächtet und scheu gemieden ritt er durch Wald und Flur. Es muss ein arg böser Geist gewesen sein, der ihm ein schlimmes Heilmittel ins Ohr geflüstert hat:
"Bade dich im Blute von zwölf Jungfrauen und du wirst gesund und vom Aussatz befreit."

Auf der Höhe des Lindenbergs sah er eines Morgens elf Töchter aus dem nahen Boswil dem Schlattenweg entlang ins Seetal nach Hitzkirch pilgern. Mit einem starken Strick fing er die Mädchen und trotz allem Bitten und Flehen knüpfte der rote Unhold alle an den tief hängenden Ästen einer mächtigen Eiche auf und ging auf die eilige Suche nach der zwölften Jungfer, um so zu seinem Heil versprechenden Bad zu kommen. In der waldnahen Mühle kannte der Wyssenbach ein hübsches Mädchen und mit süss lockendem Lied und bittendem Rufen lockte er die Müllerstochter zu sich und riss sie mit wildem Griff auf sein ungeduldig scharrendes Ross. Mit der Beute sprengte der Räuber davon zu der Bluteiche der elf unglücklichen Jungfrauen von Boswil. Die Müllerstochter ahnte ihr schlimmes Ende und flehte den aussätzigen Wyssenbach an und bat um einen letzten Wunsch. Der Mädchenräuber fühlte sich sicher und gewährte die Bitte:
"Wir sind hier zwischen Wald und Feld
es hört Dich weder Gott noch Welt
drum schreie, was du schreien kannst!"

Die Todgeweihte rief nach Vater, Mutter und Bruder, aber der Vater sass beim Wein, die Mutter war krank und der Bruder auf der Jagd. Die kranke Mutter aber spürte die Not ihres Kindes und hörte die zitternde Stimme der hilflosen Tochter und in grosser Angst rief sie dem jagenden Sohn und der Wind trug die mütterliche Bitte in den Wald. Der Bruder spürte die Not der Schwester und hörte plötzlich die hilfeflehenden Rufe. Er ritt dem Rufen nach, brach durch das dornige Gestrüpp und stand urplötzlich vor dem roten Bösewicht, der seine letzte Beute, die zwölfte Jungfer, an der Eiche aufknöpfen wollte. Mit wildem Sprung befreite er seine fast ohnmächtige Schwester, fesselte mit dem Todesstrick den überraschten Wyssenbacher an den Sattelkopf seines Pferdes, gab dem Tier die harten Sporen und in wildem Ritt schleifte er den Bösewicht im Walde zu Tode. Mit der befreiten Schwester vor sich ritt der Bruder nach Hause, wo die kranke Mutter sehnsüchtig auf ihre Kinder wartete und auf müden Knien neben dem Bette betete.

Die toten Leiber der elf Mädchen wurden bei der Bluteiche im Waldboden bestattet, eine kleine Quelle entsprang dem Unglücksplatz und viele Kranke fanden in dem kühlen Waldwasser Heilung von vielen Gebresten. Wenn auf der Höhe des Lindenbergs sich graue Wetterwolken ballen, hört man oft den roten Wyssenbacher mit seinem fuchsroten Pferd durch das Gehölz jagen.
(Aus Buch: Freiämter Sagen; S. 44)

Update: 5.1.14
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