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Schwefelquelle Wörschach (vgl. Bad Wolkenstein) EarthCache

This cache has been archived.

GeoawareDE8: Hallo,

leider antwortet der Besitzer des Listings nicht mehr auf Anschreiben per Email und Messenger.

Nach den Richtlinien muss ein Listing einen aktiven Besitzer haben, der die Antworten auf EarthCaches kontrolliert und gegebenenfalls Logs löscht.

Da dies hier nicht mehr der Fall ist, muss ich das Listing leider archivieren.

Bitte beachte, dass Caches, die vom Geocaching HQ oder einem Reviewer auf Grund mangelnder Wartung archiviert wurden, nicht mehr aus dem Archiv geholt werden können.

Mit freundlichem Gruß

GeoawareDE8

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Hidden : 9/8/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Das Ennstal ist eines der großen Längstäler in Österreich und bildet die geologische Grenze zwischen Nördlichen Kalkalpen (Karbonatgesteine im Norden) und den Zentralalpen südlich der Enns (kristallinen Gesteine im Süden). Es besitzt eine ausgeprägte N-S Asymmetrie. Die Berge der nördlich gelegenen Kalkalpen sind oft sehr schroff und weniger bewaldet als die sanfteren Berge der südlichen Zentralalpen. Wobei die Berge von Ost nach West immer höher werden. Während die südlichen Talflanken durch paläozoische Grauwackengesteine und kristaline Schiefer geprägt sind, wechseln an den nördlichen Talflanken in West-Ostrichtung Lias, Fleckenmergel, Dachsteinkalke, Gosau-Schichten und Grauwackenschiefer ab. Im Gebiet um Wörschach sind zudem Werfener Schichten mit eingeschlossenen Gipslagern vorhanden. Das Ennstal enthält zwischen Schladming und Gesäuseeingang bei Admont Quartärablagerungen, deren Mächtigkeit bei Wörschach mit ca. 195m festgestellt wurde, wobei Schotter und Sande mit Seetonablagerungen wechseln. Ab Wörschach sind den wasserführenden Schottern und Sanden undurchlässige Ton und Schluffe zwischengeschaltet, wodurch es zur Ausbildung von Grundwasserstockwerken kommt, deren Druckhöhen hier bei 1 bis 2 Metern über Gelände liegen. ( der geologische Aufbau Österreich, F.K. Bauer, S.592 )


Zur Veranschaulichung der geologischen Grenze, die das Ennstal zwischen Kalk- und Zentralalpen bildet, haben wir mit Hilfe des digitalen Altas Steiermark diese Reliefkarte des Ennstales bei Wörschach erstellt.


(Bildquelle: outdooractive.com)

Von hoher Bedeutung in geologischer Beziehung sind die Wässer, die dem Boden entströmen. Das Wasser nimmt dabei Stoffe auf und bringt sie an die Oberfläche. Die Menge dieser Stoffe ist bei Quellen, die durch durchgesickerte atmosphärische Niederschläge entstehen, aber recht gering. Ihre Berührung mit den Gesteinen erfolgt unter einer erhöhten Temperatur, wobei sie eine Menge von Gasen und aufgelösten mineralischen Substanzen mit sich führen. Die gleichmäßige Schüttung einer Quelle beweist, dass sie aus größeren Tiefen kommt und ihr Wasserreichtum vom Wetter unabhängig ist.

Schwefelquellen sind eine Untergruppe der Mineralquellen. Die Quellen in Wörschach, zählen zu den kalten Schwefelquellen. Sie treten zwar mit einer konstanten aber nur wenig höheren Temperatur als das Grundwasser aus, da sie weder vulkanischen Ursprungs sind, noch ihr Wasser in tieferen, wärmeren Erdschichten zirkuliert. Wässer von Schwefelquellen enthalten Schwefelverbindungen besonders in Form von Schwefelwasserstoff. Der pharmazeutische Nutzen von Schwefel war bereits im Altertum bekannt. Schwefelwässer werden therapeutisch bei Gelenkleiden, Hautkrankheiten und als Bäder genutzt.

In Wörschach entspringen am Steilhang des Germeringsteines insgesamt 11 kleine Heilquellen aus der Tiefe des Wörschacher Kalkgebirges. Hier befindet sich die tektonische Grenze von Kalk (grobkörniges Sedimentgestein, das zu mindestens 80% aus Calcit besteht) und Salinar (Gesteinskomplex, der überwiegend aus Salzen besteht). Die Wolkensteiner Quellen bei Wörschach enthalten sehr viel Schwefelwasserstoff, etwas Kohlensäure, dann kohlensaueres Natron, kohlensaure Kalkerde, schwefelsaures Natron, Chlornatrium, etwas schwefelsaure Talkerde und Eisenoxydul. (Jahrbuch der geologischen Bundesanstalt, Band 1, Seite 57 ) Die Quellen wurden in einer Sammelleitung zusammengefasst, wobei etwa 0,1Liter/Sekunde Schwefelwasser zusammenkommen. Die Bildung des Schwefelwasserstoffgases, das man in Quellnähe man schon aus etlichen Metern Entfernung riechen kann, ist in den - im Quellwasser aufgelösten und mitgeführten - organischen Teilchen wie schwefelsaueren Salzen (hier Gips), schwefelsaurem Natron und schwefelsaurer Talkerde begründet. Bei der Zersetzung dieser Teilchen bildet sich beim Austritt (in Verbindung mit Gips und Chlornatrium) Schwefelwasserstoffgas und kohlensaures Natron.


Um den Erdcache loggen zu dürfen solltest du folgende Aufgaben bewältigen, eine Mail mit deinen Lösungen und deinem Geocaching Nicknamen im Betreff an
schwefel.quelle@web.de
senden und den Cache loggen.
Bei "Rudellogs" muss der Nickname jedes Rudelmitgliedes im Betreff der Antwortmail aufscheinen. Was wir nicht nachhalten können löschen wir wieder. Sollte etwas nicht passen, melden wir uns, was manchmal etwas länger dauern kann. Logeinträge ohne Antworten im Postfach der o.g. Mailanschrift werden kommentarlos entfernt.

1. Miss mit einem Thermometer die Temperatur des austretenden Wassers.
2. Beschreibe das Aussehen des Wassers mit (einem) treffenden Adjektiv(en).
3. Finde eine Erklärung für das Aussehen des Wassers.
4. Wie kommt es zu den musterartigen „Verzierungen“ an den Wänden des Schutzhäuschens um die Quellfassung?


Geschichtliches zum Wörschacher Schwefelbad
Die Wörschacher Schwefelquellen waren bereits um 1550 der einheimischen Bevölkerung und damit die Heilwirkung des Wörschachers Schwefelwassers schon lange vor Errichtung der Badeanstalt bekannt. Wolf Andreas von Stainach, geb. 27.11.1553, erwähnte bereits die Heilwirkung des Wörschacher Schwefelwassers. Er wurde ferner berichtet, dass schon im 15. Und 16. Jahrhundert, als der Bergbau in Öblarn in voller Blüte stand, Bergknappen von dort bei den Heilquellen in Wörschach Heilung fanden. Franz Rossmann, ein Besitzer der Herrschaft Wolkenstein errichtete nordwestlich der heutigen Ruine am Fuße des Berges 1835 eine „Schwefelbadeanstalt“. Erste wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse findet man in der „med. Wochenschrift von 1842, Nr 17“, wobei besonders auf die gute Heilwirkung bei chronischen Gicht- und Rheuma-Erkrankungen hingewiesen wird. Viele Menschen haben seither im Schwefelbad Wörschach Heilung oder zumindest Linderung ihrer Leiden gefunden.

Die jeweiligen Besitzer waren stets bemüht, die Badenanlagen zu verbessern und soweit dies möglich war, den aktuellen Verhältnissen anzupassen. Der letzte Besitzer des Kurhauses war Hans Linz, die medizinsche Betreuung erfolgte durch Med.Rat Dr. Helmut Seiser. Ein zweites Schwefelbad befand sich unmittelbar beim Klammeingang. Es bestand von 1906 bis ca. 1935, der Besitzer desselben, Josef Gross verkaufte dieses Bad um 1935 an Dr. Franz Sternad, dem damaligen Besitzer des Kurhauses.


(in Anlehnung an Stefan Lackners Text von 1978, Gemeinderat in Wörschach)


1982 wurde das Kurhaus von Walter und Monika Komenik gekauft und der Kurbetrieb mit leider wenig Erfolg weitergeführt. 1988 ersteigerte die Gemeinde Wörschach das Kurhaus mir dem Quellgebiet. Die Quellen wurden neu gefasst und ein Heilmoorvorkommen als zweites Standbein erworben. 1993 erfolgte der Abbruch des Kurhauses am Fuße der Klamm. Es gab verschiedene Versuche den Kurbetrieb wieder zu beleben, bisher jedoch (leider) ohne jeden Erfolg.




Der kürzeste Weg zur "Quellfassung" führt ab den Parkkoordinaten über die Eselranch (der Beschilderung Ruine - Eselranch am Anfang des Parkplatzes folgen) zur Schwefelquelle. Man kann aber auch einen reizvollen Rundwanderweg über die Wörschachklamm - Kalkofen - Schwefelquelle machen und auf diesem Weg gleich drei Erdcaches besuchen. Die Schwefelquelle ist zudem auch sehr bequem über einen Forstweg ab dem Klammeingang zu erreichen.

Additional Hints (Decrypt)

Jraa xrva Jnffre evaag xnaa qvr Oevyyr uvyservpure frva nyf qnf Gurezbzrgre.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)