Die Niedermühle in Burgsteinfurt
Die heute Niedermühle genannte Wassermühle an der Aa im Steinfurter Stadtteil Burgsteinfurt wird, obwohl in der Bausubstanz von 1697 noch gut erhalten, seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt. Nunmehr hat es sich der Heimatverein Burgsteinfurt zur Aufgabe gemacht, eine Restaurierung zu initiieren und die Mühle im Rahmen einer sinnvollen Nutzung zu erhalten.
Sie wird erstmals im Jahr 1352 als "neue Mühle" erwähnt, wird jedoch bereits 1347 bestanden haben, da die Stadtrechtsverleihung aus diesem Jahr zwei Müller als Bürger aufführt. Die Bezeichnung "neu" hat sich bis ins 15. Jahrhundert hinein erhalten, denn wir kennen zwei Urkunden aus den Jahren 1385 und 1419, in denen die Mühle derartig bezeichnet wird. Damit ist auf jeden Fall klar, dass sie nach der Schlossmühle und vor 1347 durch die Edelherren von Steinfurt erbaut worden ist. Allgemein wird jedoch angenommen, dass sie nur wenige Zeit nach der Schlossmühle errichtet wurde. Dieser Ansicht kann nicht ohne weiteres gefolgt werden. Beide Mühlen sind wichtige Eckpfeiler der mittelalterlichen Stadtbefestigung Burgsteinfurts.
Im April 1996 wurde die Niedermühle feierlich ihrer alten und neuen Bestimmung übergeben. Seitdem haben zahlreiche Besuchergruppen das Angebot des Heimatvereins genutzt und in behaglicher Atmosphäre gemütliche Stunden verbracht Der große beheizbare Kellerraum beherbergt die Männergruppe und die aktive Kindergruppe des Burgsteinfurter Heimatvereins. Das Obergeschoss dient dem Heimatverein als Archiv- und Sitzungsraum. Toiletten und eine Teeküche runden die Nutzungsmöglichkeiten der Niedermühle ab.
Die Niedermühle des Heimatvereins kann während der Sommermonate (April bis September] jeden Samstag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden, parallel zu den Besichtigungszeiten der Hollicher Windmühle. Der Eintritt ist frei. Weitere Führungen, auch von Schulklassen, können nach Vereinbarung organisiert werden.
Quelle: Heimatverein Burgsteinfurt