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Geologischer Rundwanderweg Blankenburg EarthCache

Hidden : 9/16/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Geologischer Rundwanderweg Blankenburg








Hanganschnitt im Teufelsbachtal

Erdmittelalter/Trias- und Kreidezeit

Im unteren Teil des Aufschlusses sind graue plattige Kalksteine im Wechsel mit Mergel- und Tonlagen der Triaszeit (Oberer Muschelkalk, Ceratiten-Schichten) sichtbar. Die steil aufgerichteten Muschelkalk-Schichten werden diskordant von kreidezeitlichen Sedimenten überlagert. Die flach eingemuldeten Schichten der Kreidezeit( Oberkreide, Campan, Blankenburg-Schichten) bestehend aus gelbbraunen sandigen-kalkigen Schluffsteinen mit einer Konglomeratischen Kalksteinlage.

Geologisches Naturdenkmal

Die Aufrichtung der Triasschichten ist zurückzuführen auf die Heraushebung und Aufschiebung der Harzscholle auf die Vorlandsedimente(Harzrand-Aufrichtungszone). Für die zeitliche Feststellung dieser in der jüngeren Kreidezeit vor 80 Millionen Jahren wirksamen „Subherzynen Gebirgsbewegungen“ (Wernigeröder-Phase) hat der Aufschluss der Typuslokalität besondere Bedeutung. Als berühmte Stätte erdgeschichtlicher Forschung und bedeutendes Geotop ist dieser repräsentative Aufschluss ein geschütztes Naturdenkmal.

 

Heilschlammbergwerk „Teufelsbad“

Erdneuzeit/Tertiärzeit

Der Teufelsbad- Heilschlamm ist ein schwarzgrüner Feinsand (Grünsand).  Als mineralische Bestandteile sind Glaukonit und Schwefelkies angereichter. Der Grünsand ist während eines Meeresvorstoßes in der Tertiärzeit(Alttertiär, vermutliche Obereozän-Transgression) abgelagert worden. Durch Einsenkung in Auslaugungshohlformen über steilstehendem leichtlöslichem Zechsteingips sind die Grünsande vor weiterer Abtragung bewahrt worden.

An der Wiege des modernen Blankenburger Kurwesens

Schon die Sage berichtet von den Wunderkräften des Teufelsbad- Schlammes, in dem der Teufel sein Bad nahm, um die ewige Jugend zu erlangen. Um 1930 erkannte man in den Grünsanden ein einzigartiges Kur- und Heilmittel (Schwefeleisen- oder Vitriolschlamm) und begann mit deren Nutzung. Bis 1980 wurde der Heilschlamm bergmännisch im Untertagebau gewonnen und fand in der Kureinrichtung „Teufelsbad“ Blankenburg, einer Kurklinik für Orthopädie und Rheumatologie, medizinisch- therapeutische Anwendung.

 

Erdfallgebiet am Großen Probsberg

Erdaltertum/Permzeit

Die Gesteinsfolge des Oberperm, der zechstein-Formation ist in einem schmalen Streifen steil aufgerichtet unmittelbar dem Gebirgsrand des Harzes vorlagert. Die Zechstein-Sedimente werden am Harzrand aus Dolomit Kalkstein(Stinkkalk), Gips und rotbraunen wenig verfestigten Schiefertonen gebildet. Im Harzvorland sind im tieferen Untergrund auch Anhydrit, Stein- und Kalisalz verbreitet. Es sind Ablagerungen eines flachen Binnenmeeres. Der zechstein-Ausstrich gibt sich meist durch eine Reihe einzelner Erdfälle zu erkennen.

Karst-Steter Tropfen höhlt den Stein

Durch Einwirkung natürlich eindringender Wässer ( Sicker- und Grundwasser) unterliegen leichtlösliche Gesteine wie Gips, Anhydrit und Salz der allmählichen chemischen Auflösung   (Auslaugung, Suberosion, Verkarstung). Die Auslaugung führt zu ausgedehnten unterirdischen Hohlräumen. Der Durchbruch solcher Auslaugungshohlräume hat Senkungen an der Erdoberfläche zur Folge. Es entstehen örtlich begrenzte Einsturztrichter als Erdfälle.

Klosterbachgarben –Unterlauf

Erdmittelalter/Triazeit

Der Graben erschließt graue mergelige, kalkige und teilweise dolomitische Gesteine der Triaszeit (unterer Muschelkalk) in stark überkippter Lagerung. Dünnplattige Mergelkalksteine (wellenkalk) wechseln mit festeren Kalksteinbänken, die in der Oolith-, Terebratel- und Schaumkalkzone auftreten. In Schillkalk- und Petrefaktenbänken sind versteinerte Reste einer marinen Fauna zu finden. Der Bildungsraum des Unteren Muschelkalks war ein Flachmeer mit gezeitenbeeinflussten schlickwattähnlichen Ablagerungsverhältnissen.

Ein mittelalterlicher Kunstgraben

Der klammerartige Einschnitt des Klosterbachgrabens mit dem Trias Aufschluss ist Teil eines 1800 Meter langen künstlichen Bachbettes. Oberhalb der Teichanlagen und Gebäude des Kloster Michaelstein wird das Wasser des Klostergrundes angezapft und über einen Hanggraben (Umfluchtbach) dem Teufelsbach zugeführt. Der Wasserlauf diente neben der Teichwasserhaltung vorrangig der Bereitstellung von Brauchwasser für die nahegelegene mittelalterliche Klosterziegelei.

 

Klosterbachgarben –Oberlauf

Erdmittelalter/Triaszeit

Der Graben erschließt bunte tonige schlüffige und tonige mergelige Gesteine der Triaszeit(Buntsandstein). Der Untere Buntsandstein wird von rotbraunem wenig verfestigten Schluff bis Tonsteinen gebildet. Der obere Buntsandstein besteht aus grün- gelb-,rotgrauen Tonen und mergeltonen. Die Buntsandsteinlandschaft war ein ausgedehntes flaches von Flüssen und Binnenseen belebtes Becken. Zeitweilig wechselten Wüsten und Dünenbildung mit wiederholten Meeresvorstößen. Der Buntsandstein ist fossilarm.

Nonne, Mönch und Klosterstein

Vermutlich seit Ende des 12.Jahrhunderts unterhielt das Kloster Michaelstein hier eine Ziegelhütte. Die Tonvorkommendes Buntsandsteins wurden zur Gewinnung von Ziegelrohstoffen in nahegelegenen Erdgruben abgebaut. Es wurden Mauerziegel im Klosterformat sowie Dachziegel hergestellt. Auffällige Ziegelschuttablagerungen aus Fehlbrand und Bruchscherben sind hier beobachtbar.

 

 Hangböschung an der ehemaligen Försterei

Erdaltertum/Devonzeit

Im Bereich der Hangböschung deutet der plötzliche Anstieg der Geländeoberfläche unweit der Harzrandstörung  den Übergang vom Harzvorland zum Harzgebirge an. Die im Aufschluss anstehenden Tonschiefer gehören als sogenannter Michaelsteiner Buntschieferzug bereits zum Schiefergebirge des Harzes. Es sind gebänderte grauschwarze Bandschiefer sowie Grünschiefer und Rotschiefer. Die Tonschiefer sind aus dem verfestigten Bodensedimente des über 1000m tiefen variszischen Urmeeres im Erdaltertum entstanden.

Rätselhafte Fossilien

In den Band- und Buntschiefern sind erst vor wenigen Jahrzehnten rätselhafte Fossilien bekannt geworden. Sie bestehen aus außerordentlich vielgestaltigen knochen- und zahnartigen Gebilden von mikroskopischer Größe (meist nur 0,6mm). Es sind fossile Überreste eines unbekannten ausgestorbenen Meerestieres, vielleicht Zähne eines fischähnlichen niederen Wirbeltieres.

Gipsklippe an der Kurklinik

Erdaltertum/Permzeit

In den Baugruben für die Kurklinik wurde in den Jahren 1994 bis 1996 ein Querprofil durch die Harznordrandstörung mit den angrenzenden Bereichen aus devonischen Tonschiefern, Zechstein und Unterem  Buntsandstein aufgeschlossen. Dabei wurde ein bisher unbekanntes Gipsvorkommen innerhalb der aus Schieferton und Kalkstein bestehenden permzeitlichen Zechstein- Formation angetroffen. Der aus der Baugrube geborgene repräsentative Gipsblock ist von kristallinem Gipsspat(Marienglas) durchsetzt und von Anlösungsflächen mit Laugspuren (Karst) begrenzt.

Die Harznordrandstörung

An der Harznordrandstörung haben sich das altpaläozoischen Grundgebirge des Harzes und das jüngere Deckgebirge des Harzvorlandes vertikal um etwa 4000 Meter gegeneinander verschoben. Im Aufschlussbereich bildet die Hauptstörung eine flach bis steil nach Südwest einfallende Bewegungsbahn (Aufschiebung) und besteht aus einer Gesteinsbrekzie mit Störungsletten. Auch der Gipsblock ist von den Gebirgsbewegungen geprägt und tektonisch beansprucht worden(Scherkörper).

Hanganschnitt am Mönchmühlenteich

Erdmittelalter/Triaszeit

Es sind dunkelgraue bis rotgraue Tone, Mergeltone und Tonsteine mit Dolomitkalklagen der Triaszeit (Unterer Keuper, Lettenkeuper) aufgeschlossen. Der überwiegend festländische Ablagerungsraum der Keupertone war eine weitere ebene Sumpflandschaft mit Süßwasserseen, Küstenlagunen und deltaartigen Flussmündungen im Wechsel mit kurzdauernden Meereseinbrüchen.. In dieser Keuperlandschaft des Harzvorlandes lebten große Dinosaurierherden und andere Reptilien. Bei Halberstadt sind fossile Reste von fast 50 Individuen geborgen worden.

Erdneuzeit/Eiszeitalter

Während der älteren Eiszeiten war das Harzvorland vergletschert(nordisches Inlandeis). In der jüngsten oder Weichsel-Kaltzeit lagen der Harz und sein Vorland im eisfreien, aber kaltklimatisch geprägten Gebiet mit ständiger Bodengefrornis, ähnlich einer waldfreien Frostschutt-Tundra. Frostschuttbeladene Gebirgsflüsse breiteten beim Austritt aus dem Harzrand über weite Bereiche der Aufrichtungszone Schotterflächen aus. Harzschotter bedecken auch im Aufschluss die Keupertone.

Sandsteinfelsen „Hans Mönch“

Erdmittelalter/Kreidezeit

In der auftragenden Felsenklippe treten sandige Sedimente der Kreidezeit(Santon, Heidelberg-Sandstein) zutage. Es sind Bildungen der laugenartigen Küstenlandschaft des Oberkreidemeeres. Durch Verkieselung ist das Sediment zu quarzistischen Quadersandstein verfestigt. Die steil aufgerichteten Sandsteinbänke sind durch Verwitterungsvorgänge als bizarre Gesteinshärtlinge heraus modelliert. Der Heidelberg-Sandstein ist wegen seiner Pflanzenfossilien weltberühmt. Die Blätter gehören als Vorläufer heutiger Platanen zu den ältesten Laubbäumen und Blütenpflanzen.

Sagenumwoben- Klippen von Mönchsgestallt

Die Sage berichtet, dass es den im Bauernkrieg vor einem Überfall fliehender Mönche vom ihrem Abt verboten war, sich nach dem verlassenem Kloster Michaelstein umzusehen. Zwei derselben, Hans und Henning genannt, machten sich des Ungehorsams schuldig. Zur Strafe wurden sie in Steinsäulen verwandelt und bilden seitdem die Felsen „Hans Mönch“ und „Henning Mönch“.

Bei dieser kleinen Wanderung über etwa 4,5 km könnt ihr einiges über die Entstehung  das  Harzes lernen .
Ein Wanderweg führt euch entlang der 9 Stationen , zu jeder Station gibt es eine Frage.
Bitte Verlasst nicht die Wege Ihr befindet euch in einem Naturschutzgebiet

 

Um den Earthcache zu loggen Beantworte uns bitte folgende Fragen:

1. In welche Himmelsrichtung erstreckt sich die Konglomeratbank?

2. In welcher Form tritt der Feinsand am Teufelsbad auf?

3. Woraus besteht der tiefste Punkt des Erdfalls?

4. Nenne ein Beispiel der Marinen Fauna am Unterlauf!

5. Welche Form haben die Dachziegel die aus dem, am Oberlauf abgebauten, Ton gebrannt wurden?

6. Nenne den Namen der Mikrofossilien an der Hangböschung!

7.Welche zwei Gesteine findet ihr an der Gipsklippe?

8.Welche Dinosaurierart wurde am Hanganschnitt gefunden?

9.Wie heißen die Blätter die als Vorläufer der heutigen Platanen zählen?

 

Die Antworten sendet ihr an unser Profil und dann dürft ihr sofort loggen, sollten die Antworten nicht richtig sein, melden wir uns.

Über einige Bilder eurer Wanderung würden wir uns sehr freuen.

Wir wünschen euch viel Spaß auf eurer Wanderung.

 

 

 

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