

Der Wecker klingelt heute sehr früh, draußen herrscht noch die Dunkelheit. Nur die Gaslaternen tauchen alles in einen gelblichen Schein. Die müden Knochen wollen das Bett eigentlich noch gar nicht verlassen, aber der Geist ist schon längst hellwach. Nur noch schnell, wie jeden Morgen, eine Butterstulle und eine Tasse heißen Kaffee, dann kann es endlich losgehen. Angel, Köderbox und Wathosen lagen schon seit gestern Abend bereit. Nur der alte Drahtesel wartete noch darauf, bepackt und gesattelt zu werden. Das Ziel war klar. Wie schon so viele Angelausflüge zuvor, ging es zur alten Papiermühle. Dort beißen die Fische besonders gut, das wusste der Großvater schon von seinem Großvater. Der Morgen graute langsam, als er endlich am Ziel ankam. Er war schon eine Weile nicht mehr dort gewesen und mittlerweile hatte sich hier auch einiges verändert. Aber die alte Brücke war noch da und das Flüsschen, in dem er schon als Kind seine Köder ausgeworfen hatte, zog auch noch gemächlich seine Bahnen. Er stellte den Drahtesel ab, machte es sich bequem und befestigte in aller Ruhe einen Köder am Haken. Doch dann passierte das Missgeschick. Eine unachtsame Bewegung reichte aus, um seine Köderbox von der Brücke ins Wasser zu befördern. Langsam trieb sie davon. Sollte der Angelausflug damit schon beendet sein?