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Geotop Götzenbüschchen EarthCache

Hidden : 9/20/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:







Geotop Götzenbüschchen

Das Flächen- und Naturdenkmal Götzenbüschchen befindet sich bei 361 m über NN auf einem markanten Höhenzug zwischen Roter Weißeritz und Oelsabach im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zwei geologisch bedeutsame und in ihrer Kombination seltene Naturerscheinungen geben uns heute einen Einblick in das Klima der Kreidezeit.

Es handelt sich um ein Quadersandstein-Vorkommen, wie es aus weiten Teilen Nordböhmens und vor allem aus dem Elbsandsteingebirge (Sächsisch-Böhmische Schweiz) bekannt ist. Weitere benachbarte Sandsteinvorkommen des Erzgebirgsvorlandes finden sich in der Dippoldiswalder Heide (Einsiedlerstein) und in der Paulsdorfer Heide (Erashöhe).



Im Bereich des Götzenbüschchens wird der Gneis des Erzgebirges von einer Sandsteindecke aus der Kreidezeit überlagert. Die Besonderheit besteht hierbei darin, dass die ursprüngliche Bodenbildung relativ rasch überdeckt wurde und somit erhalten blieb. Das in der Kreidezeit vorherrschende tropische Klima führte zur Verwitterung des Freiberger Graugneises und dabei zur Bildung sogenannter Roterden, die ihre Färbung durch die Einlagerung von zweiwertigen Eisen-Ionen (in Form von Hämatit und anderen Eisenoxiden) erhielten. Die oberen Schichten dieser Roterden sind zwischenzeitlich stark ausgebleicht und kaolinisiert.

Der überlagernde Sandstein ist relativ bindemittelarm. Er erreicht mehrere Meter Mächtigkeit und weist eine deutliche Schichtung auf. Im unteren Teil findet sich dichter feinkörniger Sandstein.



Im mittleren Teil gibt es gröbere und sehr poröse Lagen, die leicht verwittern und dabei markante Aushöhlungen bilden. Auffallend sind teils breite Bänder mit quarzitischen Kiesen und Gneisgeröllen. Diese Einlagerungen sind ein Zeichen für sich rasch ändernde Ablagerungsverhältnisse während der Entstehung, was für Flusssedimente typisch ist. Vor allem in einer Höhe von etwa drei Metern enthält der Sandstein auch versteinerte Lebewesen, fossile Muscheln.



Im Jahr 1942 kaufte der Landesverein Sächsischer Heimatschutz den bis dato als Sandsteinbruch genutzten Nordwest-Teil des Objektes und legte damit einen wichtigen Grundstein für die Erhaltung dieser geologischen Besonderheit, die seit 1953 auch formell unter Naturschutz steht.



Begebt euch nun an die angegebenen Koordinaten, schaut euch ein wenig um und beantwortet mir ein paar Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Bei eventuellen Fehlern melde ich mich bei euch. Euren Vor-Ort-Besuch dürft ihr sofort loggen.

Info-Tafel bei N 50° 56.916 E 013° 39.348:

1) Die Roterden enthalten einen hohen Ton-Anteil. Woraus besteht er?

2) In welchem Hochgebirge der Erde gibt es ein ähnliches Vorkommen wie hier?

Info-Tafel bei N 50° 56.916 E 013° 39.408:

3) Die Sandsteine dieses Aufschlusses gehören der Oberhäslich-Formation an. In welche chronostratigraphische Stufe gehört diese Formation?

4) fakultativ: Internet-Recherche: Wann sind diese Sandstein-Schichten entstanden?

Sandstein-Felsen bei N 50° 56.925 E 013° 39.339:

5) Welchen maximalen Durchmesser haben die Einschlüsse quarzitischer Kiese im Sandstein?

6) Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Earthcache!

Bitte beachten: Das Klettern am und auf den Felsen ist streng verboten!

Quellen (20.09.2011):

http://www.geomanagement-dresden.de/wandertafeln0.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Götzenbüschchen
http://osterzgebirge.org/gebiete/12_6.html


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