Die Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes. Sie wurde nach
Bonifatius, dem Mönch und späteren Bischof von Erfurt, benannt. Er
wirkte in der Zeit um 800 in unserer Gegend. Der Turm als ältester
Teil der Kirche, ist in seinen Grundmauern etwa 1000 Jahre alt. Die
Kirche, wie wir sie heute sehen, wurde in den Jahren 1604-1612 an
den alten Turm angebaut. Dorf und Kirche standen unter dem Patronat
der kurmainzischen Regierung in Erfurt. Dies ist an dem Wappen über
dem Südeingang mit der Figur des Bonifatius leicht zu erkennen.
Ende der achtziger Jahre wurde das Bauwerk baupolizeilich
gesperrt, der Ringanker des Kirchenschiffs war verfault und der
Turm hatte einen großen Riss, es schien als sei die Kirche dem
Verfall preisgegeben. Dem engagierten Vikar, Andreas Berger - heute
Superintendent in Waltershausen-Ohrdruf - ist es maßgeblich zu
verdanken, dass sich die Kirche heute wieder in aller Pracht
präsentiert. Denn mit seiner Initiative sowie der tatkräftigen
Unterstützung der Einwohner ist es gelungen, dieses Schmuckstück
wieder neu erstrahlen zu lassen.
Die Kirche besitzt eine sehr wertvolle Orgel, die 1757 bis 1767
vom Orgelbaumeister Volckland aus Erfurt, gebaut wurde. In den
Jahren 1994 bis 1996 konnte sie restauriert werden. Sie verfügt
über eine große Menge originaler Substanz aus ihrer Erbauungszeit,
was sie so einmalig macht. Organisten aus der ganzen Welt
interessieren sich für das Instrument und geben gern, nicht nur zur
Orgelnacht, Konzerte auf dieser "Königin".
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Ihr sucht eine Microdose, die sich nicht auf dem Kirchgelände
befindet.