Hier noch ein paar Informationen zur Kirche und zum Schloss:
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer
Das Patronat des heiligen Johannes des Täufers lässt vermuten,
dass die Kirche schon im siebten, sicher aber im frühen achten
Jahrhundert als Taufkirche gebaut wurde. Ursprünglich war sie
Eigenkirche der Schlossherrschaft, also von derselben erbaut.
Erstmals erwähnt wurde sie im Jahr 899 in einer Tauschurkunde der
Gräfin Irmenburc mit dem Kastuluskloster in Moosburg.
Natürlich war die erste Kirche höchstwahrscheinlich nur ein
Holzbau, wie damals alle Kirchen. Die Kirche war wohl von Anfang an
Pfarrkirche, wenn auch der Pfarrbesitz erst um das Jahr 1110
erwähnt wird.
Die jetzige Kirche geht in ihrem ältesten Teil auf die Zeit um 1100
zurück, das ist der heutige quadratische Hochaltarraum mit seinen
dicken Mauern. Der Barockturm wurde 1711 von Pfarrer Franz
Hölderich erbaut. Er zeichnet sich durch seine guten
Maßverhältnisse und vornehme Gliederung aus.
Die Kirche war Jahrhunderte lang ein einschiffiger Bau. Um 1500
hat der damalige Schlossbesitzer, Stephan von Rohrbach, an die
Kirche bis zum Turm eine etwas niedrigere Kapelle als Gruftkirche
für sich und seine Nachkommen im gotischen Stile angebaut.
Graf Hans Georg von Seyboldsdorf hat sie 1699 außen gleich hoch mit
der Nordmauer der Kirche gemacht und das gesamte Bauwerk um etwa
vier Meter verlängert. Später, wahrscheinlich 1711 beim Turmbau,
wurde die Sakristei und vermutlich auch die Allerseelenkapelle
angebaut.
Im 17. Jahrhundert errichteten die Grafen von Seyboldsdorf die
unter dem Sebastianigang befindliche Gruft, in der mit der Freifrau
von Ostini im Jahr 1868 die letzte Gräfin von Mauern ihre
Ruhestätte fand.
Das Schloss
Das ehemalige Hofmarkschloss in Mauern ist ein rechteckiger
Baukörper, der im wesentlichen 1869 in der jetzigen
Grundrissabmessung erbaut wurde.
Das Gebäude hat eine Länge von 25,3 Metern und eine Tiefe von 15,1
Metern.
Auf den ersten Blick präsentiert sich der Bau noch so, wie er nach
Umbauten um 1800 ausgesehen haben muss, ein zweigeschossiger
Baukörper mit kräftigem Traufgesims, darauf ein abgewalmtes
Mansarddach, durchbrochen von stehenden Dachgauben mit geschweiften
Giebeln.
Mit der Umgestaltung des 1. Dachgeschosses wurde ein zusätzliches
Vollgeschoss gewonnen. Ferner wurde die Raumstruktur des
Erdgeschosses verändert und zur Gänze überwölbt. Seit dem Umbau
entspricht das Gebäude ganz der vom Klassizismus geprägten
Bautradition an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.
Das Schloss mit der Hofmark war im Laufe der Zeit im Besitz
zahlreicher Adelsgeschlechter. Die Kuttenauer übten von 1544 bis
1585 die Hofmarkgerechtigkeit aus. Deren Nachfolger waren von 1585
bis 1641 die Preysing. Später folgten die Familien La Rosée und von
Ostini.
Der letzte Besitzer, Graf von Moy, hat im Jahre 2001 das Schloss
an die Gemeinde Mauern verkauft.
In den Jahren danach wurde das Haus für knappe 5 Millionen Euro
renoviert und umgebaut, damit es als Rathaus genutzt werden
kann.
2009 wurden der größte Teil fertiggestellt und ein Großteil der
Verwaltung konnte einziehen.
Am 20. Mai 2011 wurde das neue Rathaus dann offiziell eingeweiht
und am 22. Mai 2011 bei einem Tag der offenen Tür der
Öffentlichkeit präsentiert.