Geht man mit einem wachen Auge durch unsere
schöne Landschaft, so begegnet man überall geologischen Prozessen
und Ablagerungen aus vielen Etappen der Erdgeschichte.
So auch im Gebiet um Neustadt in Sachsen.
Die Kleinstadt Neustadt liegt im Neustädter
Tal umgeben vom Berg- und Hügelland des Hohwaldes sowie des
Ungerberges. Damit befindet sich der Ort an der Grenze zwischen dem
Lausitzer Bergland im Norden und dem Elbsandsteingebirge in
Richtung Süd.
Den festen Gebirgsuntergrund für Neustadt und
Umgebung bildet fast ausschließlich der Lausitzer Granit. Dieses
Granitgestein entstand im Präkambrium und ist ein mittel- bis
grobkristallines Tiefengestein = Plutonit. (Neben den magmatischen
Gesteinen gibt es noch die zwei Gesteinsgruppen der metamorphen
Gesteine sowie der Sedimentgesteine.)
Der Lausitzer Granit besteht aus drei relativ
gleich verteilten Mineralien, merke dazu:
„Feldspat (1), Quarz (2) und G_ _ _ _ _
_ (3) , die drei
vergess` ich nimmer!“
(1) Feldspat:
- ist ein Silikat-Mineral mittlerer Härte
- Farbe = von farblos über weiß, rosa, grün,
blau, braun
- ist das wichtigste gesteinbildende Mineral
der Erdkruste
(2) Quarz
- ist das zweithäufigste Mineral der
Erdkruste
- sehr große Härte
- Farbe = oft farblos oder weiß
(3) G_ _ _ _ _ _
siehe Fragen unten
Granite entstehen durch die Erstarrung von
Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in
einer sehr großen Tiefe von mehr als zwei Kilometern unter der
Erdoberfläche. Durch Abtragung der über dem Granit befindlichen
Schichten gelangt der Granit an die Oberfläche, wo er sofort den
Verwitterungsprozessen ausgesetzt ist. Sein Farbspektrum reicht von
hellem grau bis bläulich, rot und gelblich.
Granite haben wegen ihrer hohen
Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit sowie wegen ihrer
guten Schleif- und Polierbarkeit eine große wirtschaftliche
Bedeutung, besonders im Bauwesen. Sie werden in folgenden Bereichen
verarbeitet:
-
im Straßenbau als Pflastersteine, Bordsteine, Schotter,
…
-
im Bahnbau als Schotter
-
im Innenausbau als Wandbekleidung
-
im Gartenbau als Rabattensteine, Brunnen, …
-
im Sport als Curlingstein
-
…
Will man ganz exakt sein, so muss man den
Lausitzer Granit streng geologisch als Granodirit bezeichnen. Die
ca. 540 Millionen Jahre alten Lausitzer Granodiorite haben eine
große Verbreitung in der Region und lassen sich noch in viele
Unterarten unterteilen, z.B. den Biotitgranodiorit, den
Zweiglimmergranodiorit usw.
Den sogenannten Zweiglimmergranodiorit findet
man auch im Neustädter Gebiet, so zum Beispiel hier an der
Krähenhecke.
In früheren Zeiten wurde die Krähenhecke als
Steinbruch genutzt. Den Aufschluss erkennt man noch deutlich. Heute
ist der Steinbruch stillgelegt.
Das Gestein wurde in Neustadt und Umgebung zum
Häuser- und Wegebau verwendet.
Quellen: Wikipedia und Landesausstellung „Via
Regia“
Fragen:
1.) Wie lautet der Spruch von oben
vollständig?
„Feldspat, Quarz und G_ _ _ _ _ _, die drei vergess` ich
nimmer!“
2.) Welche Eigenschaften passen zu diesem
Mineral?
Entscheidet
euch für a oder b!
a.) –
geringe Härte, gut spaltbar
- Farbe = weiß
bis braunschwarz
- ist ein
häufiges gesteinsbildendes Material (wichtiger Bestandteil vieler
magmatischer
und metamorpher Gesteine)
b.) –
große Härte, nicht gut spaltbar
- Farbe =
schwarz
- ist nicht so
häufig als gesteinsbildendes Material bekannt
3.) Nach welcher Seite (Himmelsrichtung) ist
der ehemalige Steinbruch offen?
Im Gebiet der Krähenhecke wird viel
Landwirtschaft in Form von Ackerbau, aber auch Viehhaltung
betrieben. Trotzdem gibt es eine gute Parkmöglichkeit bei:
N 51°01.023 / E 014°13.799
Nun seht ihr den bewaldeten Hügel
„Krähenhecke“ direkt vor euch. Lauft den Weg hinauf
entlang des Waldrandes, biegt auf dem halben Weg zur obersten
Stelle nach links in den Wald ab, so gelangt ihr zum ehemaligen
Steinbruch der Krähenhecke an den oben angegebenen Koordinaten.
Viel Vergnügen wünschen die
„2 Highmountains“
Herzlichen Glückwunsch den
Erstfindern. 

Free counters