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Roteisenstein im Ost-Sauerland: Der Philippstollen EarthCache

Hidden : 8/1/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Ihr benötigt vor Ort ein Thermometer!


Die Grube Eisenberg

Am Eisenberg wurde nachweislich seit dem Jahre 1350 Eisenerz abgebaut, doch geht der Abbau sicher schon auf vorchristliche Zeit zurück. In der älteren Zeit wurden Tagesschächte angelegt, dies änderte sich im 18. Jahrhundert mit dem Bau von Stollen. Am Südhang wurden vier Stollen aufgefahren, um schwerer zugänglichere Erzvorkommen zu entwässern und zu erschließen:

  1. Kirschbaumstollen 1716–1723
  2. Allerheiligen-Stollen 1732–1739
  3. Philipp-Stollen 1749–1754
  4. Max-Stollen 1780–1794

Der am tiefsten gelegene war der Philippstollen und stellt den Übergang zum Stollenabbau dar. Neunzig Meter darüber liegt der Allerheiligenstollen, die beiden anderen befinden sich dazwischen.

Alle vier Stollen zusammen bildeten die Grube Eisenberg.

Der Philippstollen wurde am 21.8.1749 angehauen und am 6.11.1754 mit einer Länge von 128 Lachtern fertiggestellt.
Das Bergwerk Briloner Eisenberg war bis zum 15.06.1916 in Betrieb.
Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten seit 1992 durch den Arbeitskreis Bergbau des Heimatbunds ist er seit 2002 als Besucherbergwerk der Öffentlichkeit zugänglich.

Informationen zu den Führungen findest Du hier: Besucherinfo Philippstollen

Der Philippstollen liegt am Anfang des am 15. Juni 2012 eingeweihten 9,4 km langen Gewerkenweges. Hier werden anhand von 21 Geostationen Eindrücke einer langen Bergbaugeschichte vermittelt und Infos über die vielfältigen Bergbauaktivitäten der Region gegeben.


Geologie

"Die auf dem Nordwestflügel des "Ostsauerländer Hauptsattels" gelegene Grube "Briloner Eisenberg" gehört zum "Sauerländer Eisenerzbezirk", welcher sich auf der Fläche Olsberg-Marsberg-Adorf erstreckt.
Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe einer großen Bruchlinie, der "Altenbürener Störung", und ist die westlichste einer Vielzahl von Gruben, deren Gestein an den Hauptgrünsteinzug gebunden und durch Vulkanismus des oberen Mitteldevon vor ca. 375 Mio. Jahre entstanden ist. Die Mächtigkeit der Eisensteinmittel schwankt zwischen 1 und 20 m (durchschnittlich 5 – 6 m), die West-Ost-Ausdehnung beträgt bis zu 800 m. Das Gestein enthält dabei bis zu beachtlichen 35 % Eisen (Fe).
Die Abbauwürdigkeit der Erzmittel nimmt von Westen nach Osten zu, da im westlichen Teil kieselige und im östlichen kalkige Eisenerze vorherrschen. Der mit einer Gesamtlänge von etwa 1000 m längste Stollen ist der Philippstollen. Er durchfährt zunächst eine mächtige Serie aus Diabasen und Tuffen des "Hauptgrünstein-Vulkanismus", um dann das eigentliche Roteisenerz zu erfassen."

Quellen, Foto aus dem Inneren des Stollens und weiterführende Informationen: Abenteuer Philippstollen



"Land unter im Devonmeer

Während der Devonzeit (vor ca. 380 Mio. Jahre) lag das Gebiet um Marsberg im Bereich eines Meeresbeckens südlich des Äquators, dessen Nordrand vom Old-Red-Kontinent (Laurussia) begrenzt wurde. Seine vorgelagerte Schelfküste lag im Bereich des heutigen Hochsauerlandes. Dort befand sich ein großes, auf dem Schelfrand wachsendes Riff („Briloner Massenkalk”). Während die ersten Wirbeltiere an Land gingen und sich die ersten Landpflanzen entwickelten, setzte am Ende des Unterdevons starker Vulkanismus ein. Es bildeten sich am Meeresboden bei Marsberg kleine bis zu 1.500 m breite und bis zu 250 m hohe vulkanische Schwellen aus Diabas, einer erstarrten vulkanischen Lava. Diabas wird wegen seiner dunkelgrünen Farbe auch Grünstein genannt. Diabase des Mittel- und Oberdevons im östlichen Sauerland werden als „Hauptgrünsteinzug“ bezeichnet.

Roteisensteinlager an den Flanken

An den Flanken der vulkanischen Schwellen stiegen aus der Tiefe eisenhaltige Lösungen auf und lagerten sich durch hydrothermale Prozesse als Eisenstein ab. An der Grenze Oberes Mitteldevon/Oberdevon endete die Erzsedimentation. Später wurden sie von anderen Schichten überlagert und durch Faltung verformt.

Roteisenstein finden wir am Ostsauerländer Hauptgrünsteinzug nur an der Grenze zwischen Diabas oder Schalstein als Liegendem (Gesteinschicht unter der Lagerstätte) und dem benachbarten Schiefer und Kalkstein als Hangendem (Gesteinsschicht über der Lagerstätte).
Roteisenstein besteht aus Eisenoxid, das aber meist durch fremde Substanzen wie Ton, Quarz, Kiesel oder Kalk verunreinigt ist. Man spricht - abhängig von den Anteilen - von kieseligen oder kalkigen Hämatiterzen.

Gewaltige Kräfte

Durch plattentektonische Bewegungen wurde der Meeresraum des Devonmeeres immer mehr eingeengt. Die darin abgelagerten Sedimentschichten wurden durch das Kollidieren zweier Kontinentplatten (Laurussia und Gondwana) zu dem „Variszischen Gebirge” aufgefaltet, zu dem auch das Rheinische Schiefergebirge gehört.

Einfallen und Streichen

Im Zuge dieser Faltung wurden auch die Eisensteinlagerstätten zum Teil stark verändert. Sie wurden „zerrissen”, gegeneinander verschoben und steilgestellt. So finden wir die Lager mit sehr unterschiedlichem Einfallen - von flach einfallend bis fast senkrecht stehend, z.T. sogar überkippt."

Quelle: Bergbauspuren





Um diesen Earthcache zu loggen, erfülle bitte folgende Aufgaben:

  1. Gehe zu Station 1: Welcher Höhlenbewohner ist auf der Infotafel abgebildet?
  2. Gehe zu Station 2: Hier wurde damals der Abraum aufgeschichtet. Der rotschimmernde Eisenanteil im Gestein ist deutlich zu erkennen. Welche Gesteine erkennst Du hier? Nenne mir mindestens ein Gestein.
  3. Gehe zu Station 3 (Sammelbecken des Grubenwassers): Welche Temperatur hat das Grubenwasser? Bitte ermittle diesen Wert mit Deinem Thermometer. (Im Winter, wenn das Becken vereist oder der Zugang zugeschneit ist, fällt diese Station aus.)
  4. Gehe zu Station 4 (Fundamente des alten Steigerhauses): Wieso wurden die ersten Rennöfen meistens an süd-west-exponierte Hanglagen angelegt?
  5. Mit welcher Gradzahl fallen die hämatitischen Eisensteinmittel nach Süden ein?

  6. Suche auf der Infotafel die Grafik "Geologische Situation im Bereich des Philippstollens mit Querprofilen". Welche fünf Gesteinsarten sind dort verzeichnet?
  7. Im Inneren des Stollens findest Du ein besonderes geologisches Phänomen, da das Gestein neben dem Roteisenstein auch aus Kalkschichten aus dem Oberdevon besteht. Im Laufe von vielen Jahrhunderten können hier einmal kleine "Kunstwerke" entstehen. Was glaubst Du, was hier an den Wänden langsam "wächst"?

Bitte stellt außerdem ein Foto von Euch mit eurem GPS vor der Lore, dem Brunnen oder dem Stolleneingang ein. Nach den aktuellen Richtlinien kann das Foto nicht mehr als Logbedingung gefordert werden. Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn ihr dem Log eines beifügt.

Sende mir bitte Deine Antworten per E-Mail: hide-seek@gc.fewo-sonnenwinkel.de

Selbstverständlich könnt ihr mir auch über mein Profil eure Antworten schicken. Ihr könnt sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas an euren Antworten nicht stimmt.

 


 

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