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Tatort Traditional Cache

This cache has been archived.

KUMPels: Da der Ort jetzt im Frühling immer vermüllter wird, und darüber hinaus wohl auch immer wieder als Klo benutzt wird [:(!], werden wir den Cache nicht erneuern.
Schade...
KUMPels

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Hidden : 11/13/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Tatort

Seit 15 Jahren wohnen wir jetzt in Dorsten (die beste
Ehefrau von Allen ist sogar eine Eingeborene), und dieses Relikt aus alter Zeit ist uns nie aufgefallen, oder sonst irgendwie von uns bemerkt worden. Erst als wir eine „Nachtwächter-Tour“ durch Dorsten gemacht haben, hat uns die freundliche Nachtwächterin dieses unheimliche Kreuz gezeigt und erläutert, was es darstellt (P wurde dabei immer stiller).

Der Sage nach töteten sich hier zwei Studenten im Zweikampf gegenseitig.

Da auch unsere Freunde (alles Eingeborene) dieses
Kreuz nicht kannten, dachten wir, das ist eine gute Stelle um einen Cache zu verstecken (übrigens unser Erster!)

Das Kreuz findet Ihr bei: N 51 39.612 und E 006 57.751

Für alle die es interessiert, hier noch ein paar weitere Informationen zu dem Thema:

Sühnekreuze
sind Denkmale mittelalterlichen Rechts. Sie waren ein Erfüllungsteil von Sühneverträgen, welche zwischen zwei
verfeindeten Parteien geschlossen wurden, um eine Blutfehde wegen eines begangenen Mordes oder Totschlages zu beenden. Der überwiegende Teil der Sühnekreuze ist in Kreuzform gestaltet, oftmals ist die Mordwaffe bzw. ein berufstypisches Gerät des
Entleibten in den Stein gehauen. In den seltensten Fällen finden sich eingeschlagene Jahreszahlen. Text findet sich auf keinem echten Sühnekreuz aus dem 13.-16. Jahrhundert. Der einfache Bauer hätte es ohnehin nicht lesen können, weshalb Bilddarstellungen
dominierten.
Bis in das Jahr 1600 bestand die Möglichkeit, eine
außergerichtlich bestimmte Sühne für einen Mord zu entrichten,wobei es üblich war, zum Seelenheil des Erschlagenen ein Sühnekreuz zu erstellen. Mit der Einführung der Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. im Jahre 1533 wurden private Abmachungen nicht mehr geduldet, an ihre Stelle trat das ordentliche Gericht, das den Täter nach dem neuen Recht verurteilte. Mit der Einführung dieses neuen Rechtes wurden die Sühneverträge zwar offiziell abgeschafft,lebten jedoch je nach Landessitte noch durch das ganze 16. Jahrhundert fort; erst das 17. Jahrhundert räumte mit ihnen endgültig auf.

Geschichte des Dorstener Mordkreuzes
Das Steinkreuz stand nach Angaben von Anwohnern früher an der "Feldhauser Straße",gegenüber Haus-Nr. 104, am Aufgang zur "Hohen Brücke". 1963 wurde das Kreuz von einem Lkw angefahren und beschädigt. Beim Abtransportieren des beschädigten Teils "... wurde auch der noch in der Erde verbliebene Schaft geborgen. Dabei stellte sich heraus,dass es sich bei dem bis dahin 'unsichtbaren' Teil des Kreuzes um einen Kreuzstein handelte, d.h. um eine etwa 30cm dicke längliche Platte, aus deren oberer Seite ein schlichtes lateinisches Kreuz in kräftigem Relief herausgehauen ist. ..." Beide Teile des Kreuzes wurden zum Bauhof gebracht und später restauriert. Sehr
wahrscheinlich 1965 wurde das gesamte Kreuz in den Park des Kriegerehrenmals am Westwall umgesetzt, und mit zwei Stahlankern an der alten Stadtmauer befestigt. Das Steinkreuz ist sehr stark verunstaltet und verwittert. Den unteren Teil bildet der Kreuzstein. Die Rückseite ist unbearbeitet. Das erhaben (4cm)ausgearbeitete Kreuz auf der Vorderseite hat die Abmessungen 80:50cm. Drei ausgeprägte Wetzrillen sind sichtbar. Auf dem ersten Blick meint man, hier wären zwei unterschiedliche Werkstücke
willkürlich zusammen gefügt. Tatsächlich soll es sich aber um einen Stein handeln, der zweimal bearbeitet wurde.

Quellen: Edelgard Moers: Dorstener Geschichten. 2000, S. 25f. Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck 1966; Artikel des Rektor Wilhelm Brockpähler:
Ein seltsames Steindenkmal in Dorsten, S. 64ff, Vestischer Kalender 1952, S. 40;
"Mordkreuz am Westwall" in: WAZ vom 07.07.2001.
Der Artikel von Brockpähler im Heimatkalender ist der ausführlichste Aufsatz und mit 2 Skizzen und 2 Fotos versehen. (Setzer 2006);
Christa Setzer, Stadtarchiv Dorsten Brockpähler, Wilhelm - Steinkreuze in Westfalen, 1963, S.28 recherchiert und bebildert von Benno Lux, Lünne; guenter-grau.de; (visit link)

Also, viel Spaß und Happy Hunting wünschen die KUMPels (Stift zum loggen mitbringen).

Übrigens - nachts besser den Cache
nicht heben! Der Volksmund sagt, dass sich bei Vollmond das Opfer und der Täter als Wiedergänger an diesem Ort treffen...

Additional Hints (Decrypt)

"Va" qre Znhre, nhs qre Ynhre...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)