Kinnerhüsken Smitt
Bi Kinnerhues 'ne Smiede steiht,
Un vüör de Smiede staot twee Linnen,
Wenn dao de Wind in brust un weiht,
Wu lustert dann min Hiärt dao binnen !
De Smied' iß old, men öller sind
De Bäume haug' un breed un mächtig,
De olle Janns waß noch en Kind,
Dao waor'n s' all jüst so stolt un prächtig!
Wu freit mi't, dat de Buren hollt
Vüör düsse Smiede alltemaolen,
Dat se von`t ganze Duorp de Stolt,
Jedd'reen se luowen will un praohlen!
(aus Franz Giese : "De Linnen bi Kinnerhues" )
Die insgesamt 6 Linden, die Franz Giese in seinem Gedicht beschreibt, stehen noch am Borkumweg, der Kinderhauser Schmiedekotten ist allerdings vor über 40 Jahren abgerissen worden.
Er wurde im 18. Jahrhundert erbaut und lag sehr verkehrsgünstig an der östlichen Seite des Handelsweges von Münster nach Emden. Der Weg wurde Friesische Straße, Königs- oder Heerstraße genannt und führte über die heutige Kinderhauser Straße, den Helgolandweg und den Borkumweg. An der Stelle der ersten Station führte eine Kurve vom heutigen Borkum- in den Janningsweg. Direkt an diese Kurve grenzte der alte Schmiedekotten.
Die Schmiede, die 1861 von Bernhard Kipp gepachtet wurde, war die erste Station der Kinderhauser Fronleichnamprozession und auch eine Station der Kaffeeprozessionen von münsteraner "Städtern" nach Kinderhaus zur Kirche in der Lazarusoktave. Auf dem Weg dorthin hielt man an verschiedenen Bauernhöfen an und machte eine kleine Landpartie. Auch die Schmiede war ein beliebtes Ziel.
Noch in Zeiten des beginnenden Autoverkehrs war die Schmiede ein Servicebetrieb für die Reparatur von Wagen und den Hufbeschlag von Pferden.
Aufgabe :
An der Station, die am Standort des alten Schmiedekottens zu sehen ist, sind die Koordinaten für das Final zu finden, das sich an einer noch heute zu sehenden Arbeit der Schmiede Kipp befindet.
Viel Spaß bei der Suche !
Bitte bitte achtet am Final gut darauf, dass Euch niemand sieht ! Vielen Dank !