Skip to content

Dunkles Kapitel I (An der Düne) Multi-Cache

This cache has been archived.

Maxwell-Smart: Da das Listing seit längerem deaktiviert ist oder es seit längerem keinen Cache zu finden gibt, hier eine erbetene Wartung oder Problembehebung nicht vorgenommen oder auf eine Reviewernote nicht geantwortet wurde, archiviere ich diesen Cache.

Wenn Du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst Du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen. Andernfalls sammele bitte eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder ein.

Mangels Wartung archivierte Listings werden nicht mehr aus dem Archiv geholt.

Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

More
Hidden : 11/28/2011
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   large (large)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Speziallager

An der Düne

Dieser Cache führt Euch an einen dunklen Ort der Oranienburger Geschichte. Ich bitte um respektvolles Verhalten auf dem Gelände. Alles ist so angelegt, dass nichts zerstört, beschädigt bzw. auseinandergenommen werden muss.Grobmotoriker sollten sich einer helfenden Hand bedienen. Auch wenn der Hinweis einem nicht entgegenspringt, Gewalt wird dies Problem bestimmt nicht lösen. Die neu aufgestellten Zäune sind zu berücksichtigen. Alles spielt sich außerhalb des eingezäunten Geländes ab.

Dieser Cache erinnert daran, dass auch nach Ende des zweiten Weltkrieges noch zahlreiche Menschen unschuldig ihr Leben lassen mussten. Das ehemalige Konzentrationslager wurde nach dem Kriege als "Speziallager" für verurteilte und nicht verurteilte Häftlinge der sowjetischen Geheimpolizei genutzt. Viele der Opfer wurden Jahre später durch den russischen Hauptmilitärstaatsanwalt rehabilitert.



Zur Geschichte:


Das NKWD führte dieses Lager bis 1948 unter als „Speziallager Nr. 7“, danach bis zur Auflösung als „Speziallager Nr. 1“. Im System der sowjetischen Speziallager in der SBZ war Sachsenhausen vorerst nur ein Lager für Internierte, die vor allem zwischen Kriegsende und Anfang 1946 ohne Gerichtsurteil ins Lager eingeliefert wurden. Außerdem erfüllte das Speziallager Nr. 7 die Funktion eines Repatriierungslagers für „Ostarbeiter“, Soldaten der Wlassow-Armee, russische Emigranten, und andere sowjetische Staatsbürger, die meist zwangsweise in ihre frühere Heimat zurückgebracht werden sollten. Sie wurden vom NKWD als Vaterlandsverräter behandelt und zu einem großen Teil in die sowjetischen Strafarbeitslager (GULAG) deportiert. Neben Sowjetbürgern waren aber auch Polen und andere Ausländer als Gefangene in Sachsenhausen interniert. Zusätzlich gab es im Lager noch das „Spezialhospital“, eine Sammelstelle für Rotarmisten, die sich mit Geschlechtskrankheiten infiziert hatten. Die Soldaten wurden bei Feststellung der Infizierung zur Heilung nach Sachsenhausen zwangseingewiesen und danach in Strafbataillone der Roten Armee versetzt. Seit Anfang 1946 diente das Speziallager Nr. 7 für die Internierung einer weiteren Gruppe von Häftlingen: deutsche Kriegsgefangene, die aus westalliierter Kriegsgefangenschaft entlassen worden waren, ihren Wohnsitz aber in der SBZ hatten, wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht sofort wieder als Kriegsgefangene in Sachsenhausen in Gewahrsam genommen, um kurze Zeit darauf in die Sowjetunion ab- transportiert zu werden. Ab Herbst 1946 wurden in Sachsenhausen zudem Häftlinge interniert, die durch ein Sowjetisches Militärtribunal (SMT) verurteilt worden waren. Darüber hinaus erfüllte Sachsenhausen die Funktion eines sowjetischen Militärgefängnisses für Untersuchungsgefangene und Verurteilte aller Nationalitäten.

Die ersten Verstorbenen wurden - laut Zeitzeugenaussagen - im Sommer/Herbst 1945 in Bombentrichtern in der Nähe des Lagergeländes „beigesetzt“. Mit Beginn des Massensterbens im Lager wurden dann im Schmachtenhagener Forst und später im Kommandantenhof und im Gelände „An der Düne“ Massengräber angelegt. Alle Gräber wurden eingeebnet bzw. zur Tarnung mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt. Die Gesamtzahl der Grabanlagen und die genaue Zahl der Toten sind unbekannt. Nach Schätzungen sollen von den zwischen 1945 und 1950 ca. 60.000 inhaftierten Gefangenen in Sachsenhausen mindestens 12.000 verstorben sein. Offizielle Suchgrabungen von 1992 bestätigen diese Angaben über Verstorbene in den Massengräbern. Zeitzeugen nennen sogar mehr als die doppelte Zahl von Toten.


Additional Hints (No hints available.)