GC38MHR - Schurf 57 - Wismutschächte im Triebtal Nr. 1
Mit der Schließung der Flussspatgrube Schönbrunn endete 1991 die aktuelle Periode des Bergbaus im Vogtland. Bis zurück ins 15. Jahrhundert ist der Bergbau in der Region nachgewiesen. Die Spuren dieser Tätigkeit sind inzwischen weitgehend beseitigt. Hier und da sind noch ein paar Reste zu finden. So auch im Triebtal, wo im Zuge der Erkundung der Lagerstätte Zobes mehrere Schächte von der SAG Wismut geteuft wurden. Mit der Serie soll an diese Zeugnisse des Bergbaus erinnert werden.
Warum wurden diese Schächte oder Schürfe gerade hier angelegt? Die Schächte befinden sich alle im Kontakthof der Bergener Granitkuppel. Als die Granitschmelze vor 260 Millionen Jahren aus dem Erdinneren aufstieg, wurde am Rand des Magmas - also im Kontakthof - der hier anstehende Schiefer durch die hohen Temperaturen und den hohen Druck verändert (Fachbegriff: Kontaktmetamorphose). Gleichzeitig zirkulierten in den entstandenen Spalten hydrothermale Lösungen und bildeten unter anderem die Uranerzlagerstätten, die später von der Wismut abgebaut wurden. Die Bezeichnung Schurf deutet übrigens darauf hin, dass ein Schacht nur zur Erkundung der geologischen Verhältnisse angelegt und nicht zur Förderung genutzt wurde.
Neben den Schächten im Trebatal sind auch im Tal der Trieb noch einige Reste der Wismuttätigkeit zu finden.
Der erste Wismutschacht im Triebtal, den wir euch zeigen möchten, ist der Schurf 57. Er wurde Anfang der 1950er Jahre geteuft. Alle Auffahrungen wurden auf der 300-m-Sohle durchgeführt. Der Schacht war also etwa 105 m tief.

Luftbild von Thoßfell mit Lage des Schurfs 57 und der untertägigen Auffahrungen
Nun zum Cache:
Startpunkt und gleichzeitig eine Möglichkeit zum Parken ist bei den oben angegebenen Cachekoordinaten.
Ihr findet hier vier steinerne Zeugen, die mal nichts mit dem Bergbau zu tun haben, euch aber beim Finden der nächsten Station helfen. Es handelt sich um einen Wegweiser (Richtungsstein), einen Kilometerstein, ein Sühnekreuz und einen Königlich-Sächsischen Meilenstein. Auf dem ältesten Stein ist ein historisches Werkzeug abgebildet. Es wird unterschiedlich bezeichnet. Hier ist die Version mit 3 Buchstaben gefragt. Wandelt die Buchstaben in Zahlen um. Die Summe der drei Zahlen ergibt A.
Station 2 - Fundament Kompressorstation
Die zweite Station befindet sich bei:
N50° 31,(10 x A + 41) E12° 15,(2 x A + 16). Sucht hier nach der Zahl B.
Station 3 - Schachtröhre
Die Schachtröhre mit den Fundamenten des Förderschachtes findet ihr bei:
N50° 31,(10 x A + B) E12° 15,(2 x A + B).
Wenige Meter westlich sind Reste des Fundamentes des Maschinenhauses der Förderanlage zu erkennen. Sucht im Bereich der Schachtröhre nach der Zahl für C. Der eingezäunte Bereich muss dabei nicht betreten werden.
Finale
Die Halde des Schachtes wurde nicht abtransportiert sondern nur teilweise eingeebnet und ist inzwischen bewaldet. Hier findet Ihr das Finale bei den Koordinaten: N50° 31,(3 x C) E12° 15,C.
Viel Erfolg beim Suchen und Finden! ⚒