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1602 Ichtershausen brennt lichterloh Traditional Cache

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Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

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Hidden : 12/3/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Nicht nur in Arnstadt war ein Großbrand....

Der große Brand von 1602 In Ichtershausen brennt es lichterloh Wahrscheinlich waren an jenem 4. August des Jahres 1602 die meisten Einwohner des Dorfes auf den Feldern, als aus der zur Pfarrei gehörenden Scheune dicke Qualmwolken und helle Flammen schlugen. Magister Hoffmann, der damalige Pfarrer und die Seinen haben ihre Stimmen nicht geschont bei den Alarmrufen - Feurio! Feurio! Wenige waren dem ersten Alarmruf gefolgt, doch bald war der Amtsschösser Hans Friedrich Mühlpfort zur Stelle und befahl das Sturmläuten. Doch die Tür zwischen den Türmen ist verschlossen Der Lehrer hatte den Schlüssel zur Kirchen- und Turmtür. Der Weg zur Schule ist nicht weit, denn sie befindet sich neben der Kirche, aber der Lehrer ist an jenem Tage in Erfurt. Die Männer brechen Kirchenportal und Turmtür auf, denn der Funkenregen bedroht die ganze Nachbarschaft der Pfarrscheune: das Pfarrhaus, andere Wohnhäuser, das Fürstliche Haus, die Schule, die Kirche und den Kornboden. Nun erst, mit dem Läuten der Sturmglocke wird der Feuerarlarm gehört. In Arnstadt, Rudisleben, Rehestädt, Sülzenbrücken, Thörey, Eischleben, Kirchheim, Elxleben, Alkersleben, Ettischleben und Dornheim steigen die Nachbarn auf die Türme und melden: Zu Ichtershausen brennt es lichterloh. Eilt und helft. Die Nachbarn zögern nicht ihre Gäule vor die Löschkarren zu spannen, mit Spritzen, Leitern, Stangen und Eimern „aus christlicher Liebe möglichen Vorschub und Handlung“ den Benachbarten und Betroffenen zu tun. Furchtbar ist die Feuersbrunst bei den engen Straßen, den strohgedeckttn Häusern und dem fehlen von Wasserleitungen.. Dachgestühl und Wände der brennenden Scheune sind schon in sich zusammengestürzt. Die Pfarrei brennt, die Schule, das Torhaus und die Scheune eines Nachbarn. Frauen, Kinder und Alte bilden eine Kette bis zur Gera um die Wassereimer zu füllen. Auf den Dächern der Nachbarhäuser wird versucht durch fleißiges Übergießen mit Wasser ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Jetzt kommen die Nachbarn aus Rudisleben mit Eimern und Leitern und wenig später sind etwa 100 Bürger aus Arnstadt unter Führung ihres Oberbürgermeisters und des Ratsschreibers mit vielem Löschgerät zur Stelle. Dringend nötig ist diese Hilfe. Heinrich Sehlers Hofstatt ist nicht mehr zu retten. Der nördliche Kirchturm brennt. Einer von Rudisleben, Andreas Bernner, fällt vom Dach des Torhauses und bleibt für tot liegen, und etliche von Dietendorf brechen durch den Bodenbelag eines Wohnhauses und fallen in den Keller; sie werden zwar alle wieder herausgezogen und gerettet, aber einer von ihnen, Matthes Düngestedt, wird an beiden Beinen schwer verbrannt. Unablässig kommt Hilfe aus den Nachbarortschaften an. Bald sind aus beiden Ämtern Ichtershausen und Wachsenburg an die 400 Mann da, aber auch aus dem Erfurtischen, der Grafschaft Gleichen und aus dem Gothaischen kommen noch immer kleinere und größere Trupps mit Eimern und Leitern an. Groß ist der Schrecken vor Feuersnot und groß ist die nachbarliche Verbundenheit. Weder stundenweite Wege noch die sonst so ängstlich eingehaltenen Territorialgrenzen können die Bauern und Bürger von der Mithilfe abhalten. Der Kirchturm brennt aus. Krachend stürzt die große Glocke aus ihrem brennenden Gestühl. Wieder wird dein Mann vom Platz getragen. es ist Heinrich Groß aus Roda, der sich beide Füße verbrannt hat. Den tapferen und unermüdlichen Helfern gelingt es nicht die brennenden Gebäude zu retten, aber sie verhindern ein weiteres Übergreifen des Feuers. In seinem ausführlichen Bericht vom 14. August 1602 konnte dann der Amtsschösser Hans Friedrich Mühlpfort mitteilen, daß zwar Kirchturm, Pfarrhaus und Scheune, des Sehlers Haus und Scheune, Schule und Torturm mit allen Vorräten und Hausgeräten „zugrunde verbrannt“, aber „durch göttliche und menschliche Hilfe die Kirche, das Fürstenhaus, sowohl die Kornböden errettet worden. seien. Dann bittet er darum, daß den Arnstädtern und nächsten Nachbarn für ihre Hilfe ein paar Faß Bier gestiftet, den Nachbargemeinden, die beim Brande Leitern oder Ledereimer eingebüßt hätten, diese ersetzt würden und daß die an Leib und Habe Geschädigten eine Vergütung in barem Gelde erhielten. Die Vorschläge des Amtsschössers wurden sämtlich genehmigt. Bald ging man mit bemerkenswerter Eile an den Wiederaufbau. Der Pfarrer kam vorläufig im alten Pfarrhaus unter; der Turm, soweit es die Zimmermannsarbeiten betraf, war am Ende des Jahres 1602 wieder hergestellt, eine neue Glocke vom Glockengießer Melchior Mohring zu Erfurt gegossen, wurde im Dezember geliefert und ein neues Orgelwerk wurde im Februar des folgenden Jahres dem „ehrbaren und kunstreichen Martin Sommern zu Erfurt“ in Auftrag gegeben.

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