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Kirche ST. LORENZEN Multi-Cache

Hidden : 12/10/2011
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Ein kurzer Multi-Cache, der euch die Kirche in ST. LORENZEN, einem Ortsteil der Metropole TERNITZ, etwas genauer zeigen soll. Dieses Kircherl ist es, meiner Meinung nach, wert, genauer betrachtet zu werden.


Kirche ST. LORENZEN



Erwähnt wurde diese Kirche das erste Mal in einer Urkunde, vermutlich aus dem Jahre 1158. Es gilt aber als ziemlich sicher, daß diese Kirche schon vor dem Jahre 1100 n. Chr. bestanden hat, denn ab diesem Zeitpunkt wurde schon von einem „Festen Haus“ gesprochen, also einem wehrhaften Gebäude, das zumindest einem sogenannten „freien Bürger“ gehörte. Ein Teil eines solchen Festen Hauses war eben auch „geheiligter Boden“, sprich: eine Kirche oder zumindest eine Kapelle.


Seit ihrem Bestehen kann diese Kirche auf eine durchaus bewegte Geschichte zurückblicken.
Zu Beginn war es ein Teil des Besitzes des Stiftes zu GURK (1160 – 1613) und danach für kurze Zeit ein Teil vom Stift RHEIN (-1617). Von 1617 – 1881 gehörte es zum Stift NEUKLOSTER (WR. NEUSTADT) und seit 1881 gehört die Kirche zum Stift HEILIGENKREUZ. Außerdem „überlebte“ die Kirche zwei Einfälle der Osmanen (1529 und 1683; der Hauptstoß zielte jedesmal nach WIEN, Begleitstöße durch die Tataren kamen aber sogar fast bis zur steirisch-niederösterreichischen Grenze. 1529 und 1532 wurde die gesamte Region verwüstet und die Kirche dabei stark zerstört, 1683 passierte das Ganze dann noch einmal). Der hiesigen Bevölkerung erging es teilweise sogar noch schlechter. Diese suchte ihr Heil weniger im Schutze der Wehrkirche (denn als solche ist ST. LORENZEN grundsätzlich aufgebaut, wenn auch die Schutzwirkung aufgrund der Größe eher bescheiden war) als in STIXENSTEIN (was für die Menschen gut war, denn dort waren sie relativ sicher) oder in den umliegenden Höhlen der FLATZER Wand oder der GÖSING Wand (was für die Menschen weniger gut war, da sie dort meistens entdeckt und als Folge daraus mit Weib, Kind und Kegel massakriert wurden).


Zwei Weltkriege hinterließen an dem Gemäuer ebenfalls ihre Spuren, wie auch sonst diverse Reformationen, Gegenreformationen, Aufstände, Revolutionen, Brände etc. etc. Weiters nagt auch der Zahn der Zeit an der Kirche. Man muß aber sagen, daß sie im Großen und Ganzen sehr gut erhalten ist und man kann nur hoffen, daß es auch noch lange so bleibt.


Das war jetzt ein kurzer historischer Ausflug, jetzt möchte ich noch ein paar Worte zur Kirche selber verlieren.

Die Kirche ist, wie der Name schon sagt, dem HL. LAURENTIUS (Festtag: 10. August, röm. Diakon im 3. Jhdt., als Märtyrer am 10. August 258 in ROM hingerichtet, Schutzpatron der Bibliothekare, Archivare, Bierbrauer, Hirten, etc.) gewidmet. Der Pfarrhof und die Kirche bilden eine umfangreiche Baugruppe. Von der ursprünglich spätgotischen Kirche mit romanischem Turm sind nach der Erweiterung des Langhauses im 18. Jhdt. nur mehr der kreuzrippengewölbte Chor und eine südlich gelegene Kapelle erhalten. An den Charakter einer Wehrkirche erinnern heute noch die Schießscharten in der Kirchenmauer an der Ostseite. In einer Nische in der Ecke des Pfarrheimes steht eine frühgotische Madonna aus dem frühen 14. Jhdt. (d. h.: es sind noch Elemente aus der Romanik erkennbar). Allerdings handelt es sich bei der Madonna um eine Kopie, das Original befindet sich im Stift HEILIGENKREUZ und harrt noch einer genaueren, kunsthistorischen Betrachtung (die sicherlich noch die eine oder andere Überraschung liefern wird!)
Insgesamt kann man 5 Bauphasen ausmachen, die vom Ende des 11. Jhdt bis zum späten Barock reichen. Genaueres möchte ich hier jetzt nicht anführen, da sei an die kleine Fibel verwiesen, die im Eingangsbereich der Kirche aufliegt („Die Pfarrkirche von ST. LORENZEN“ von Wolfgang HAIDER-BERKY). Hier kann man sehr viel Wissenswertes und Interessantes nachlesen.


Die sehr schöne Innenausstattung stammt ebenfalls aus den verschiedensten Jahrhunderten. Besonders hervorheben möchte ich dabei den Hochaltar (vermutl. 18. Jhdt.), die etwas eigenwillige Kanzel (Ende 18. Jhdt.), zwei Konsolfiguren (HL. BARBARA und HL. JOHANNES NEPOMUK; beide 18. Jhdt). Zu erwähnen wäre auch noch das etwas eigenwillige Taufbecken, eine Grabplatte aus Rotmarmor, das große Holzkruzifix und die barocken Kirchenbänke.
Mehr möchte ich dazu jetzt nicht mehr erwähnen, ich kann eine Besichtigung der Kirche und des Friedhofes jedem Interessierten (und jeden, der den Cache lösen möchte) nur ans Herz legen.



So, jetzt aber zum Cache selber:

Der Multi beginnt bei den Anfangskoordinaten. Wenn ihr hinaufschaut, seht ihr die ST. LORENZER Madonna.

In der Nähe der Madonna findet ihr einen Karner (wird jetzt als Gebeinhaus verwendet, ursprünglich hatte ein Karner eine andere Bedeutung. Kinder sollten vielleicht, wenn die Eltern eine ruhige Nacht haben möchten, nicht reinschauen).
Über dem Karner steht eine Jahreszahl. Welche Jahreszahl ist es? Bildet die Ziffernsumme – das sei die Variable „A“.

Weiters findet ihr in der Nähe der Madonna einige Grabplatten bzw. Gräber von mehreren Priestern.
Wann wurde der Priester Guido FISCHER geboren? Die Ziffernsumme der Zahl sei „B“.
Wie lange war Herr FISCHER Priester in ST. LORENZEN? Das sei die Zahl „C.

Jetzt suchen wir noch einen Priester. Wann starb Hochwürden Eduard CZÖRFUX? Die Ziffernsumme der Jahreszahl sei „D“.


Denn Cache findet ihr bei:
NC = N – AxB – D
EC = E + 2xC

Bei dem Cache handelt es sich um eine recht gut getarnte Dose der Größe „Regular“. Wenn ihr die Informationen für den Cache sucht, behandelt den Ort bitte entsprechend würdevoll, ihr befindet euch auf geheiligtem Boden und egal, ob ihr von diesen Dingen etwas hält oder nicht, es ist ein Teil unserer Kultur und verdient unseren Respekt! Ihr müsst nirgends herumkraxeln, nirgends hinaufsteigen, etwas aus der Mauer brechen oder irgendwas ausgraben. Einfach nur genau suchen, dann wird das nicht allzu schwer sein. Der Cache selber befindet sich NICHT bei der Kirche, sondern ein paar hundert Meter abseits in der Nähe einer Kapelle, bei der während des 2. Weltkrieges die Artilleriegeschütze der Sowjet-Armee gestanden sind. Ihr müßt da über den ehemaligen Damm drüberfahren (ist eh eine öffentliche Straße), bei dem früher ein Teich aufgestaut wurde, der zum „Festen Haus“ gehört hat. Dort wurden Fische gezüchtet und im Winter Eis für die umliegenden Gasthäuser gestochen. Danach einen Waldweg hinauf und schon könnt ihr mit der Suche beginnen. Der Waldweg ist eher nur zu Fuß zu packen.



Paßt auf jeden Fall auf, jeder Cacher ist, wie immer, für sich selber verantwortlich!

Fotos, sofern sie nicht zu viel spoilern, sind natürlich herzlich willkommen.

Viel Spaß beim Suchen!
Euer

Parzival37


Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. Geochecker.com.



Aufgrund der Tatsache, daß ich schon Anfragen bezüglich eines Hinweises erhalten habe, mache ich folgenden Vorschlag: Ich erhöhe die Schwierigkeit auf 3,5 (weil: ich gebe es ja zu, er ist wirklich gemein). Sollten sich aber die DNF's mehren, gebe ich einen Hinweis dazu!!

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