MZ Waggonfabrik/ Phönixhalle Traditional Cache
MZ-BC2000: Schluss mit lustig.
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MZ Waggonfabrik/ Phönixhalle
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Einfacher Tradi bei der Waggonfabrik
Das ehemalige Fabrikgelände dürften die meisten Menschen aus der Region mittlerweile mit der Phönixhalle, als Kultur- und Veranstaltungsort in Verbindung bringen.
Zu den Gebäuden
Die historischen Gelbklinkerbauten mit Rotklinkergliederung wurden 1896 bis 1910 nach Plänen des Architekten Franz Philipp Gill errichtet und stehen heute unter Denkmalschutz.
Bei einem Luftangriff 1944 wurden 22 Werkshallen komplett zerstört; zehn Hallen wurden für die Produktion provisorisch aufgerichtet. Bei einem Großbrand 1947 fielen jedoch sieben dieser Hallen den Flammen zum Opfer. "Wie Phönix aus der Asche" entstand 1949 die Phönixhalle, welche für die Produktion von Straßenbahnen, Waggons und Spezialfahrzeugen vorgesehen war.
Das gut erhaltene Eckgebäude aus der Gründerzeit, an der Straßenecke Turmstraße/ Am Schützenweg verfügt im ersten Stock über den "Kaiserbalkon". Von hier aus soll Kaiser Wilhelm II. den Manövern im Großen Sand zugesehen haben.
[to be continued...]
Nutzung
Das Gelände mit seinen Gebäuden diente ursprünglich der Chaissen- und Eisenbahnwagen-Fabrik der Gebrüder Gastell, kurz: Waggonfabrik Gebrüder Gastell, die zuvor ihren Sitz am Münsterplatz (Innenstadt) hatte.
Auf dem Mombacher Areal wurden insbesondere Einsenbahnwaggons und Straßenbahnen produziert, die unter anderem auch in Mainz eingesetzt wurden.
z.B. ein Straßenbahn-Triebwagen ist im Verkehrsmuseum Frankfurt-Schwabenheim zu sehen:
(visit link)
Die Firma Gastell ging 1928 in der von der Kölner Firma van der Zypen & Charlier initiierten "Westwaggon" auf. Man wollte so die Markstellung im schrumpfenden Straßenbahn-Bau stärken.
Ab den 1930ern produzierte man nach und nach auch LKW-Aufbauten und Anhänger.
Ab 1951 beteiligte sich die Firma Klöckner-Humboldt-Deutz (kurz: KHD) an Westwaggon, und 1959 übernahm KHD die Firma Westwaggon vollständig. Damit wurde die Produktion von Lokomotiven und Waggons komplett nach Köln verlagert, die Produktion von Straßenbahnen bereits 1964 eingestellt.
In Mainz wurden fortan nur noch Omnibusse von von KHD, unter der Marke Magirus-Deutz, später (nach der der Kooperation mit FIAT und der Auslagerung von KHD unter dem Namen) IVECO gebaut. Diese Produktion wurde letztendlich 1982 eingestellt.
Dafür übernahm die Mainz Industries Panzwerwerke GmbH (MIP), den Produktionsstandort und einen Grotßteil der Beschäftigten. Die MIP (später MIP Instandsetzungsbetrieb GmbH) war ein deutsches Service-Unternehmen für die US Armee, welches die Instandsetzung von technischem Gerät, sowie Rad- und Kettenfahrzeugen durchführte. Es war zeitweise das größte und modernstes Ausbesserungswerk außerhalb der USA. Mit dem Ende des Kalten Krieges versuchte sich die MIP mit Tochtergesellschaften neu zu positionieren und so zivile Betätigungsfelder zu erschließen und die Konversion des Unternehmens einzuleiten. Der Nachfolge-Konzern, die MIT - Mainz Industrie Technologie Gesellschaft für Umwelt, Transport und Verkehr mbH, musste jedoch 1994 Konkurs anmelden. Einzelne Tochterfirmen wie die FFT Fahrzeugbau und Fahrzeugtechnik GmbH, welche u.a. Sonderfahrzeuge für Opel baute, konnte sich bis 1999 halten; der Service für die US Armee bis 2008 aufrecht erhalten werden.
Die Phönixhalle wurde 1998 aus der Konversionsmasse heraus vom Unternehmer Matthias Becker übernommen. Mit kompletter Technik ausgestattet, diente sie 1998-2001, während des Umbaus des Mainzer Staatstheaters als Ersatzspielstätte und machte sich dadurch einen überregional guten Namen. Die Halle fasst bis zu 3.000 Zuschauer und dient für Tagungen, Kongresse, aber vor allem auch als Bühne von Künstlern und Musikern.
Additional Hints
(Decrypt)
uvagre/ hagre qre ivregra Fghsr, yvaxf
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